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Kreis Meißen: Inzidenz übers Wochenende leicht gesunken

Übers Wochenende wurden fast 200 Neuinfektionen registriert. Derweil verfallen Impfdosen.

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Die Impfpunkte im Kreis sind rar besucht: Am Freitag wurden 29 Impfungen durchgeführt.
Die Impfpunkte im Kreis sind rar besucht: Am Freitag wurden 29 Impfungen durchgeführt. ©  Pixabay

Meißen. Der Aufwärtstrend macht übers Wochenende halt. Im Vergleich zu Freitag (437,7) ist die Inzidenz sogar leicht gesunken: Das Robert-Koch-Institut vermeldete am Montag für den Landkreis Meißen einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 430,6. Allerdings war die Inzidenz auch vergangenen Montag leicht eingeknickt.

Seit Freitag wurden 195 neue Corona-Fälle erfasst. Damit erhöht sich die Anzahl der erfassten Fälle seit Beginn der Pandemie im Kreis Meißen laut RKI auf 99.167. Es gibt keinen neuen Todesfall. Die Gesamtzahl bleibt damit bei 976.

Derweil geht das Impftempo schleppend voran, die Impfpunkte im Kreis sind rar besucht. Beim aktuellen Impfstand werden deutschlandweit durchschnittlich etwa alle zwei Sekunden Menschen geimpft. Im Kreis Meißen wurden am Freitag 29 Impfungen durchgeführt.

Kein Bedarf an Impfstoff-Spenden

Vorgehalten werden jedoch deutlich mehr Impfdosen: In Deutschland sind zwischen Anfang Dezember 2021 und Ende Juni etwa 3,9 Millionen Corona-Impfdosen verfallen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Berlin auf eine parlamentarische Anfrage des Unions-Bundestagsabgeordneten Stephan Pilsinger (CSU) mit. Dabei handelt es sich um Impfdosen des Herstellers Moderna, die auf "unterschiedlichen Stufen der logistischen Lieferkette verfallen sind", wie es in der Antwort heißt.

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Die Daten über den Verfall lägen der Bundesregierung aber nur vor, wenn Ärzte und Apotheken sie an den pharmazeutischen Großhandel gemeldet hätten. Insgesamt hatte die Bundesregierung in dem genannten Zeitraum rund 134,3 Millionen Impfdosen bestellt. Es sei keine Dose gespendet worden. Die internationale Impfstoffallianz Gavi hatte erklärt, derzeit keine Spenden mehr anzunehmen, da es keinen Bedarf gebe.

Der CSU-Politiker Pilsinger sagte dem RND, besonders in Zeiten knapper Kassen und von Inflation dürfe der Staat das Steuergeld der Bürger nicht sinnlos zum Fenster hinauswerfen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sitze auf einem "wachsenden Berg von Impfstoff, der zu verfallen droht". (SZ/mgr)