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Politik

Kretschmer für härteren Lockdown

Sachsens MP spricht sich für schärfere Corona-Maßnahmen aus. Schulen, Kitas und Läden sollten bundesweit für mehrere Wochen schließen.

Wegen der Veränderungen des Virus stehe man vor einer neuen Bedrohung, sagte Kretschmer.
Wegen der Veränderungen des Virus stehe man vor einer neuen Bedrohung, sagte Kretschmer. © dpa

Berlin. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich wegen der weiterhin viel zu hohen Corona-Infektionszahlen dafür ausgesprochen, die Kontaktbeschränkungen bundesweit für zwei bis drei Wochen drastisch zu verschärfen.

Man habe die Erfahrung machen müssen: „Reduzierung von Inzidenz geht nur mit ganz hartem Lockdown“, sagte Kretschmer am Freitag in einer Online-Pressekonferenz vor dem CDU-Parteitag. „Dieser softe Lockdown mit offenen Schulen, Kindergärten, mit offenen Einkaufsmöglichkeiten bringt nichts. Deswegen: Hart und konsequent.“

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Wegen der Veränderungen des Virus stehe man vor einer neuen Bedrohung, sagte Kretschmer. Deswegen sei es angezeigt, „noch einmal einen auch deutschlandweiten Kraftakt zu wagen“. Er sprach sich zugleich für die Möglichkeit regionaler Abweichungen aus.

Sein Zieldatum ist der 8. Februar

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Es müsse immer mitbedacht werden, welche Durchhaltefähigkeit man habe, sagte Kretschmer. Könne man das Land über Monate so runterfahren, wie man es getan habe, oder gehe das nur für eine begrenzte Zeit. Sein Zieldatum sei der 8. Februar. Bis dahin wolle er maximal die Inzidenz - also die Anzahl von Neuinfektionen pro 100.000 Menschen innerhalb einer Woche - reduzieren. Angesichts der hohen Infektionszahlen sei es „richtig, jetzt noch einmal zu versuchen, zwei oder drei Wochen (zu) reduzieren, gemeinsam, um dann von einem anderen Niveau aus entweder Lockerungen vorzunehmen oder die schwere Zeit der Mutation zu durchstehen und die Krankenhäuser eben nicht vorher schon übervoll zu haben“.

Bund und Länder wollen nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert an diesem Dienstag über das weitere Vorgehen beraten. Ursprünglich war die nächste Schalte für den 25. Januar angesetzt. (dpa)

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