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Kretschmer reagiert auf Lockdown-Ärger von Witt

Sachsens Ministerpräsident hat auf den wütenden Post der früheren Eislauf-Königin reagiert. Sie hatte den Corona-Lockdown angeprangert.

Katarina Witt hatte in einem Facebook-Post ihrem Ärger Luft gemacht.
Katarina Witt hatte in einem Facebook-Post ihrem Ärger Luft gemacht. ©  Screenshot Facebook

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Donnerstag auf Aussagen von Profisportlerin Katarina Witt reagiert. Sie war in einem Social-Media-Post hart mit der Politik ins Gericht gegangen. Sie „komme nicht umhin, mit manch politischen Entscheidungen zu hadern“, schrieb sie in ihrem Beitrag unter anderem.

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Kretschmer antwortete am Donnerstag auf diese Wortmeldung. Sachsens Regierung hatte die Eckpunkte ihrer neuen Schutzverordnung vorgestellt. Er schätze Witt sehr, sagte der Ministerpräsident. Dann führte er aus: Der überwiegende Teil der Deutschen wünsche sich Schutz für sich und seine Angehörigen, so der Ministerpräsident. Ihm sei bewusst, dass die derzeitige Situation für sehr viele Menschen sehr schwer sei – „weil das Konto einfach leer ist“ oder man in der Lebensgestaltung so extrem eingeschränkt sei. Viele Menschen stellten sich die Frage, ob es auch alternative Wege zur Virusbekämpfung gebe.

Kretschmer: "Virus ist für jeden von uns gefährlich"

Kretschmer mahnte jedoch deutlich: „Es ist ein Virus, das für jeden von uns gefährlich ist. Wir können alle daran erkranken. Es gibt kein Medikament.“ Es sei notwendig, dass es Menschen gebe, die derzeit Entscheidungen treffen und Verantwortung tragen – wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe, die es derzeit in Deutschland gebe, wirft er den Blick auf sich und seine Politiker-Kollegen.

„Ich bin froh und glücklich, dass wir in einem Land leben, das eine so starke parlamentarische Demokratie hat“, sagte Kretschmer weiter. Es sei wichtig, dass es Menschen gebe, die auch „so unpopuläre Entscheidungen treffen“. Abschließend appellierte er: „Seien Sie froh, dass wir das so haben.“

Katarina Witt kritisierte "ungehaltene Versprechen" der Politik

Katarina Witt hatte in ihrem Beitrag unter anderem geschrieben, die deutschen Bundesbürger müssten jetzt „all das ausbaden, was die Politik in der Vergangenheit versäumt, verschlafen und eingespart“ habe. Viele Branchen seien „in eine extreme Schieflage“ geraten. Witt schrieb von „ungehaltenen Versprechen“ und beklagte fehlendes Fingerspitzengefühl seitens der Politiker.

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Ihr Appell an die Politik: „Nehmen Sie den Menschen endlich die Kopfschmerzen und die finanziellen Existenz-Ängste weg und setzen Ihre vor Monaten schon getroffenen Versprechen ohne Umschweife um.“ Sie sehe kein Licht am Ende des Tunnels, sondern „nur meine Nachttischlampe“. Dennoch schloss sie ihren Beitrag mit „hoffnungsvollen Grüßen“.

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