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Kündigungen halten sich in Grenzen

Die Unternehmen halten ihre Beschäftigten. Jedoch gibt es deutlich weniger Nachfrage an neuen Arbeitskräften.

In Mittelsachsen ist die Arbeitslosigkeit gesunken.
In Mittelsachsen ist die Arbeitslosigkeit gesunken. © Symbolfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

Mittelsachsen. Die Arbeitslosigkeit hat sich in der Region Döbeln von April auf Mai um 76 auf 2.232 Personen verringert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 51 Arbeitslose weniger. Diese Zahlen hat die Agentur für Arbeit in Freiberg am Dienstag bekannt gegeben.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller Erwerbspersonen betrug im Mai 6,9 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich auf 7,0 Prozent. Dabei meldeten sich 353 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 32 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 439 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+181). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1.861 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 402 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 1.816 Abmeldungen von Arbeitslosen (–113).

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Der Bestand an Arbeitsstellen in der Region Döbeln ist im Mai um fünf Stellen auf 354 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 75 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Mai 99 neue Arbeitsstellen, acht mehr als vor einem Jahr. Seit Januar wurden 390 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 274.

Arbeitslosigkeit sinkt im gesamten Landkreis

Die Arbeitslosigkeit im gesamten Landkreis Mittelsachsen sank im Vergleich zum Vormonat April um 221 Personen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Mai bei 5,2 Prozent (Vormonat: 5,3 Prozent). Vor einem Jahr lag sie bei 5,4 Prozent. Im Mai waren 8.134 Frauen und Männer arbeitslos (Vormonat: 8.355). Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 5,3 Prozent beziehungsweise 451 Personen niedriger.

„Vor über einem Jahr wurden erstmalig die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Arbeitsmarktzahlen sichtbar – die Arbeitslosigkeit stieg. Auch ein Jahr danach sind die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt spürbar“, sagt Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg.

Positiv sei, dass die Zahl der arbeitslosen Menschen im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken ist. Jedoch sei sie im Vergleich zu Mai 2019 um über 700 Personen gestiegen. „In nahezu allen Personengruppen haben wir gegenüber 2019 einen Anstieg der Arbeitslosen zu verzeichnen“, so Heine.

Knapp 2.000 neue Arbeitsstellen gemeldet

In allen Regionen ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat gesunken: in Flöha um 3,4 Prozent, in Döbeln um 3,3 Prozent, in Hainichen um 3,0 Prozent, in Freiberg um 2,5 Prozent und in Rochlitz um 0,8 Prozent. Auch im Vergleich mit dem Vorjahr sank die Arbeitslosenquote in allen Regionen.

Neu beziehungsweise erneut arbeitslos meldeten sich im Mai 1.222 Personen. Das sind 197 weniger als im Monat davor. Davon wurden 468 nach vorheriger Erwerbstätigkeit und 251 nach einer Ausbildung oder einer Maßnahme arbeitslos. Demgegenüber standen 1.452 Personen, die ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 624 von ihnen nahmen eine Beschäftigung auf, 270 eine Ausbildung oder Maßnahme.

Seit Jahresbeginn wurden der Agentur für Arbeit Freiberg 1.972 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 690 oder 25,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Anzeigen auf Kurzarbeit seit Januar rückläufig

Im Mai wurden 445 neue Stellen von Arbeitgebern gemeldet, 99 mehr als im Vormonat. Der Gesamtbestand an Arbeitsstellen liegt momentan bei 1.599 Stellen. Im Laufe der Corona-Pandemie haben über 5.000 Unternehmen im Landkreis Mittelsachsen Kurzarbeitergeld angezeigt. Im April gingen 80 vorläufige Anzeigen für 990 Beschäftigte ein. Die Anzeigen auf Kurzarbeit sind seit Januar rückläufig.

Durch die Kurzarbeit halten sich Kündigungen weiter in Grenzen. Die Unternehmen halten ihre Beschäftigten, und Entlassungen finden nicht in großem Umfang statt. Zugleich gibt es jedoch deutlich weniger Nachfrage an neuen Arbeitskräften in den Unternehmen.

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