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Sachsen

Lage in Pflegeheimen entspannt sich

Nach dem Lockdown mit strengen Besuchsregeln kehrt in Sachsens Pflegeheimen wieder Normalität ein. Für alle Beteiligten ist das eine Erleichterung.

Eine Heimbewohnerin geht in einem Pflegeheim mit einem Rollator durch den Gemeinschaftsbereich.
Eine Heimbewohnerin geht in einem Pflegeheim mit einem Rollator durch den Gemeinschaftsbereich. © Bodo Schackow/dpa

Die Lage in den sächsischen Pflegeheimen entspannt sich nach den harten Wochen der Pandemie allmählich - vor allem für Geimpfte und Genesene haben sich mehr Freiheiten ergeben. Dies ergab eine Umfrage bei mehreren Verbänden und Pflegeheimen.

Nach der Sächsischen Corona-Schutzverordnung müssen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens Besuchsmöglichkeiten aufrechterhalten. Voraussetzung dafür ist ein Test- und Hygienekonzept. Für Geimpfte und Genesene gelten Ausnahmen, denn diese müssen sich nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums nicht mehr testen lassen.

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In den Heimen kehre so nach Einschätzungen des Sozialministeriums wieder schrittweise Normalität zurück. "Die soziale Betreuung findet wieder statt, also die gemeinschaftlichen Angebote, denn die Bewohner saßen etagenweise in einem Raum zusammen und haben gebastelt und gespielt", sagte Susanne Straßberger, Sprecherin der Diakonie Leipzig.

Heim- und Pflegedienstleiterin Heike Weimert vom Leipziger Pflegeheim Martahaus (Diakonie) sagte dazu: "Es ist schon eine Erleichterung für die Bewohner, in kleinen Gruppen machen wir Angebote und auch Angehörige sind froh, dass es wieder lockerer ist." Allerdings wünsche sie sich "etwas mehr Stabilität", denn durch den ständigen Wechsel von Lockerungen und Schließungen sei es "etwas anstrengend" geworden.

"Wir nehmen es bei allen Bewohnern wahr"

Ronny Seidel, Einrichtungsleiter des Pflegeheims Matthäistift, freut sich für die Bewohner: "Wir nehmen es bei allen Bewohnern wahr, dass sie die Freiheiten genießen und sich beim gemeinsamen Essen im Speisesaal austauschen können." Dennoch gebe es Herausforderungen, den Unterschieden zwischen Nichtgeimpften, Geimpften und Genesenen gerecht zu werden.

Ab einer Impfquote von mindestens 80 Prozent unter den Bewohnern können nach Angaben des Sozialministeriums "wohnbereichsübergreifende Gemeinschaftsaktivitäten auch ohne Einhaltung des Abstandsgebots ermöglicht werden."

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In den Pflegeheimen der Volkssolidarität Leipzig liegt nach Angaben der Sprecherin Kristin Anderson die Durchimpfungsrate bei 90 Prozent. "Ich sehe, dass die Bewohner einen anderen Alltag haben und sich treffen können und dass auch wieder Angehörige mit zwei Personen aus einem Haushalt und Kinder kommen können", sagte Anderson. Dies sei eine Erleichterung für alle Beteiligten.

In Sachsen gibt es nach Angaben des Statistischen Landesamtes 1.058 stationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 60.600 Pflegebedürftigen.

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