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Keine Entspannung der Lage im Klinikum

Intensiv- und Covid-Stationen in Zittau und Ebersbach sind voll belegt und binden alle Kräfte. Alle aufschiebbaren Operationen und Untersuchungen müssen warten.

im Klinikum Oberlausitzer Bergland - hier der Standort Zittau - werden nach wie vor alle Kräfte für Corona-Patienten gebraucht.
im Klinikum Oberlausitzer Bergland - hier der Standort Zittau - werden nach wie vor alle Kräfte für Corona-Patienten gebraucht. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Die Lage auf den Covid- und Intensivstationen im Klinikum Oberlausitzer Bergland ist nach wie vor kritisch. "Auch über die Feiertage und den Jahreswechsel ist keine Entspannung der Zahlen und der Situation als Ganzes erfolgt", sagt Sprecherin Jana-Cordelia Petzold. Die Covid-Stationen seien zwar noch aufnahmefähig, "aber immer dicht an der Grenze", so Petzold.

Auch die notwendige Akutversorgung sei weiter gewährleistet. Weil dafür und für die Versorgung der Corona-Patienten alle verfügbaren Kräfte gebraucht werden, sind mehrere Normal-Stationen geschlossen. Zudem werden weiterhin alle Operationen und Untersuchungen, bei denen das medizinisch vertretbar ist, vorerst abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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Rückenhalt bekommt das Klinikum bei dieser Entscheidung von der Sächsischen Allgemeinverfügung, die nun weiter bis zum 31. Januar gilt. Darin schreibt die Landesregierung explizit vor, geplante Operationen in medizinisch vertretbaren Fällen bis auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

Zumindest aber haben das Verkaufsverbot für Silvester-Pyrotechnik und das Böllerverbot im öffentlichen Raum die beabsichtigte Wirkung gezeigt, bestätigt die Sprecherin. Im Gegensatz zu den Vorjahren habe sich das Notfall-Geschehen über den Jahreswechsel in Grenzen gehalten. So gab es in der Silvesternacht in der Notfallaufnahme in Ebersbach nur einen kleineren chirurgischen Fall, in Zittau zwar etwas mehr Notfallpatienten, darunter aber nur zwei leichte Verletzungen im Zusammenhang mit dem Silvesterfeuerwerk.

Das Klinikum Oberlausitzer Bergland hatte vor Weihnachten bundesweit Schlagzeilen geschrieben, weil sowohl die personellen als auch die technischen Behandlungskapazitäten für die vielen Corona-Patienten nicht mehr ausgereicht hatten. Corona-Patienten mussten sogar in andere Bundesländer verlegt werden.

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