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Landesbedienstete sollen in Gesundheitsämtern aushelfen

Die Corona-Zahlen steigen in Sachsen rasant an. Das Land will bei der Nachverfolgung von Infektionsketten aufstocken.

Die Gesundheitsämter kommen bei der Kontaktnachverfolgung an ihre Grenzen.
Die Gesundheitsämter kommen bei der Kontaktnachverfolgung an ihre Grenzen. © Nikolai Schmidt (Symbolbild)

Dresden. Die sächsische Landesregierung will im Kampf gegen das Corona-Virus ihre Kräfte bei der Nachverfolgung von Infektionsketten bündeln. Dazu sollen Landesbedienstete in den nächsten Wochen und Monaten in den Gesundheitsämtern aushelfen. „Wir müssen unsere ganze Kraft darauf konzentrieren, mögliche Infektionsketten früher zu unterbrechen“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag Sächsische.de. 

„Wir müssen früher eingreifen, um die exponentielle Ausbreitung des Virus zumindest zu bremsen, und damit besser in den Griff zu bekommen.“ Einen entsprechenden Beschluss will das Kabinett am Dienstag verabschieden, kündigte Kretschmer an. Die Gesundheitsämter würden aufgefordert, ihren Personalbedarf zu melden, die Landesverwaltung werde dann so viele Beschäftigte wie möglich zur Verstärkung der lokalen Teams zu Verfügung stellen.

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Inzidenzkarte fast dunkelrot

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Sachsen weiter angestiegen. Der Freistaat verzeichnete über das Wochenende ein Plus von 1.444 Fällen. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg auf 13.839 Fälle. Bei einer geschätzten Zahl von rund 8.000 bereits wieder Genesenen, gelten derzeit fast 6.000 Betroffene als akut infiziert. 

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