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Mittelsachsen: 37-Jährige verstirbt an Virus

Der Landkreis meldet am Mittwoch vier weitere Todesfälle, darunter auch eine junge Frau. Über 200 Mittelsachsen müssen stationär behandelt werden.

Nach wie vor gibt es nur noch wenige freie Betten auf den Intensivstationen der mittelsächsischen Krankenhäuser.
Nach wie vor gibt es nur noch wenige freie Betten auf den Intensivstationen der mittelsächsischen Krankenhäuser. © dpa/Robert Michael

Mittelsachsen. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus ist am Mittwoch im Landkreis auf 101 gestiegen. Die Behörde meldet damit gegenüber Dienstag vier weitere Verstorbene in Verbindung mit dem Coronavirus.

Unter den Betroffenen ist nach Angaben von Kreissprecher André Kaiser auch eine 37-jährige Frau. Auch der Tod einer 81-Jährigen sowie von zwei Männern im Alter von 79 und 69 Jahren steht in Verbindung mit dem Virus. "Alle Personen hatten Vorerkrankungen", ergänzte der Kreissprecher.

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Nur noch wenige freie Intensivbetten

Nach Angaben des Gesundheitsamtes befinden sich derzeit 205 Erkrankte in stationärer Behandlung. Das sind 15 Personen mehr als noch am Dienstag. Von den Betroffenen müssen 22 beatmet werden.

Die Zahl der freien Intensivbetten schwankt am Mittwoch laut dem DIVI Intensivregister zwischen einem und drei. Über 60 Prozent der Plätze auf den ITS waren mit Covid-19-Patienten belegt.

Unverändert geblieben ist die Zahl der Patienten, die in der Leisniger Helios-Klinik betreut werden. Nach wie vor sind dort 48 Erkrankte stationär aufgenommen, neun davon befinden sich auf der Intensivstation.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Vier weitere Infizierte werden zudem auf der Intensivstation des Döbelner Klinikums behandelt, informierte Martin Preißer, Verwaltungsleiter am Klinikum Döbeln. „Auch in unserem Haus sind die intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten stark beansprucht. Die Notfallversorgung ist nach wie vor für 24 Stunden an sieben Tagen die Woche sichergestellt“, so Preißer weiter.

Koordiniert werden die Behandlungskapazitäten der Kliniken jeweils innerhalb der Bereiche der ehemaligen Regierungsbezirke. Die Koordinierungsstelle für den Bereich Chemnitz hat ihren Sitz am dortigen Klinikum. „Alle Krankenhäuser melden ihre Behandlungskapazitäten, um den Leitstellen die verfügbaren Betten anzuzeigen“, erklärt Martin Preißer.

Über 60 neue Nachweise in der Region Döbeln

Insgesamt meldete das Gesundheitsamt am Mittwoch 169 neue Nachweise des Virus. Die Gesamtzahl der festgestellten Fälle liegt damit bei 10.225. Im Bereich Döbeln gab es mit 66 neuen Nachweisen deutlich mehr Fälle als in den Vortagen (Gesamtzahl: 1.661). In der Region Freiberg beliefen sich die neuen Nachweise auf 32 (4.719). In der Region Mittweida wurden 71 neue Nachweise festgestellt (3.845).

Der Inzidenzwert des Landkreises Mittelsachsen liegt am Mittwoch nach Angaben des Robert-Koch-Instituts unter dem Wert des Vortages. Mit 383,8 ist er sogar unter 400 gesunken.

Bundesweit belegt Mittelsachsen damit den elften Rang. An der Spitze mit dem höchsten Inzidenzwert liegt nach wie vor der Vogtlandkreis mit 689,4, gefolgt von Mittelsachsens Nachbarlandkreis Meißen mit 575,9.

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