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Landkreis SOE ist jetzt der Corona-Hotspot

Für die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge meldet das RKI den höchsten Stand in Sachsen. Die Zahlen decken sich mit denen des Landratsamtes - fast.

Die hohen Inzidenzwerte des Landratsamtes stimmen jetzt mit denen des RKI fast überein.
Die hohen Inzidenzwerte des Landratsamtes stimmen jetzt mit denen des RKI fast überein. © Steffen Unger

Seit Tagen steigt der Inzidenzwert für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge an. Am 1. Dezember lag der vom Pirnaer Landratsamt berechnete Wert bei 450 Infizierten je 100.000 Einwohner, während der vom Robert-Koch-Institut (RKI) bei 382,8 lag. Am 2. Dezember folgt ein neuer Spitzenwert. Das RKI weist aktuell einen Wert von 440,2 für den Landkreis aus. Die Zahl deckt sich nun mit etwas Verzögerung beinahe mit denen des örtlichen Landratsamtes.

Das heißt aber auch, die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge sind derzeit der Corona-Hotspot in Sachsen. In ganz Deutschland liegen nur noch der Landkreis Hildburghausen (Thüringen, 458,9) und die Stadt Passau (479,1) etwas darüber.

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Zum Vergleich: Das RKI vermeldete am 2. Dezember für die Nachbarlandkreise folgende Inzidenzwerte: Landkreis Bautzen: 382, Landkreis Görlitz: 317. Für den bislang ebenfalls mit an der Spitze stehenden Erzgebirgskreis liegt der Wert bei 411.

Bereits seit Anfang November erhöhen sich die Zahlen der positiv Getesteten, der Covid-19-Patienten in den Kliniken und der Verstorbenen. Der Inzidenzwert überschreitet seit Tagen die 200er-Marke. Also jene Marke, über der verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen gelten. Und ist weit weg von der ursprünglichen Grenzmarke für ein Risikogebiet von 50. Das war der Wert, bei dem Gesundheitsämter die Kontakte noch schnell nachverfolgen können. Was sich nach Zahlen und abstrakten Einschätzungen anhört, hat für die Einwohner des Kreises spürbare Auswirkungen.

Allgemeinverfügung angepasst

Zum 1. Dezember hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge seine Allgemeinverfügung angepasst. Auf die nächsten Tage wird es wohl angekommen, ob diese noch verschärft werden, wie sie umgesetzt beziehungsweise kontrolliert werden. Erste Ordnungsämter heben bereits die Hände. Am 2. Dezember sollen in der Bürgermeisterkonferenz notwendige Schritte dazu festgelegt werden.

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Bis 28. Dezember gelten Ausgangsbeschränkungen, die Maskenpflicht wird erweitert. Kitas bleiben geöffnet.

So viele Einrichtungen im Landkreis sind aktuell von Corona-Fällen betroffen:

  • Alten- und Pflegeinrichtungen: 25
  • Pflegedienste: 13
  • Tagespflege: 2
  • Einrichtungen beeinträchtigter Menschen: 12
  • Schulen und Kindergärten: 57

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