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Landkreis SOE: Mobile Impfungen vorm Start

Im Landratsamt wird mit 500 bis 1.000 Anti-Corona-Impfdosen in der ersten Welle gerechnet. Das Impfzentrum in Pirna wird erst in wenigen Wochen öffnen können.

Ein kleiner Piks und dann Schutz gegen Corona. Im Landkreis SOE geht es Mitte Januar in größerem Maßstab los.
Ein kleiner Piks und dann Schutz gegen Corona. Im Landkreis SOE geht es Mitte Januar in größerem Maßstab los. © SZ/Jörg Schubert

Die betagten Bewohner von Pflegeheimen und ihre Betreuer sind die Ersten, die im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gegen das Corona-Virus geimpft werden. Nach Informationen von Landrat Michael Geisler (CDU) werden die ersten mobilen Impfteams ab Montag unterwegs sein. Er rechnet damit, dass der Landkreis in einer ersten Welle 500 bis 1.000 Impfdosen zugeteilt bekommt. In den Heimen leben schätzungsweise 3.000 bis 3.500 Menschen.

Wesentlich mehr Impfstoff soll dann Mitte Januar zur Verfügung stehen. Deshalb geht das einzige Impfzentrum im Landkreis in einem ehemaligen Aldi-Markt in Pirna-Jessen zu dieser Zeit in Betrieb. Das sagte der Sprecher des DRK-Landesverbandes, Kai Kranich, auf Anfrage der SZ. Geimpft wird dann nur nach Anmeldung, was online und telefonisch möglich sein wird. Derzeit könne man sich aber noch nicht anmelden, sagte Kranich.

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Alle 13 sächsischen Impfzentren werden Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein und samstags sowie sonntags von 9 bis 17 Uhr. Wenn organisatorisch alles gut läuft, wird jeder Impfkandidat rund 45 Minuten im Impfzentrum verbringen. Kranich rechnet anfangs mit einer Kapazität von 400 Impfungen pro Impfzentrum am Tag, die dann auf bis zu 1.000 gesteigert wird. Die Impfungen werden von Ärzten im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen verabreicht.

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Landrat Michael Geisler hält die bisherigen Kapazitäten für den Landkreis SOE nicht für ausreichend. "Mir wäre es lieber, wenn wir noch ein zweites Impfzentrum hätten", sagte er zur SZ. Er sieht die Chance, einen zweiten geschlossenen Markt im Bereich Glashütte als Impfzentrum einzurichten. Genaue Pläne gibt es aber dafür noch nicht. Zudem geht der Landrat davon aus, dass die Bevölkerung des Landkreises bis Herbst 2021 durchgeimpft werden kann. "Wenn wir Glück haben, rechtzeitig bevor es wieder kalt und feucht wird."

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