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Landkreis SOE: Rollt die vierte Coronawelle an?

Betroffen sind vermehrt Jugendliche. Das Landratsamt wirbt generell für Impfungen.

Steuert der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf die nächste Coronawelle zu?
Steuert der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf die nächste Coronawelle zu? © Bernd Thissen/dpa (Symbolfoto)

Keine guten Nachrichten: Derweil werden im Landkreis wieder vermehrt Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Die Inzidenz lag zu Wochenanfang wieder im dreistelligen Bereich, fiel dann jedoch leicht. Aktuell meldet das Robert-Koch-Institut vor dem Wochenende am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 93,6.

Diese Entwicklung betrachtet auch das Landratsamt mit Sorgen. "Wir haben in der vergangenen Woche einen steilen Anstieg der von den Laboren an das Gesundheitsamt gemeldeten Nachweise des SARS-CoV-2-Virus beobachtet, vergleichbar mit der Tendenz in anderen sächsischen Landkreisen", sagt Thomas Kunz, Pressesprecher des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Deutschlandweit liege der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge damit aktuell im oberen Drittel im Vergleich aller Landkreise.

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Die weitere Entwicklung ließe sich nur schwer abschätzen. Die Infektionen beträfen besonders die Altersgruppe der 0 bis 14-Jährigen, die 20,4 Prozent aller Neuinfektionen in der letzten Woche ausmachten. Der Anteil der über 65-Jährigen lag in dieser Zeit bei 12,1 Prozent aller Neuinfektionen. Kurzer Rückblick: Im Gegensatz zu einer vergleichbaren Woche im Herbst des vorigen Jahres lagen diese Werte für die 0 bis 14-Jährigen bei 4,3 Prozent, aber bei 43,1 Prozent für die über 65-Jährigen. Das Fazit liegt auf der Hand: "Hier macht sich die Durchimpfungsrate der älteren Bevölkerung deutlich bemerkbar", so Kunz.

Mehr Infektionen in Kitas als in Pflegeheimen

Immerhin: Da Kinder und Jugendliche in der Regel nicht so schwer erkrankten, dass ein Krankenhausaufenthalt notwendig sei, ist die Situation in den Kliniken, die mit Corona-Patienten belegten Betten betreffend, derzeit entspannt. "Während wir aus 25 Schulen und zehn Kitas 108 Meldungen über Infektionen erhalten haben, sind gegenwärtig nur drei Pflegeheime betroffen mit jeweils einem Fall. So ist Stand vom 5. Oktober", berichtet der Sprecher.

Auf die Frage, ob der Landkreis auf eine vierte Coronawelle zusteuert, relativiert Kunz. "Wissenschaftler haben die Möglichkeit, verschiedene Szenarien durchzuspielen, bei der die eine oder andere Variante sicherlich auch eine vierte 'Herbstwelle' sieht. Für uns als Gesundheitsamt ist es wichtig, die Kontaktpersonennachverfolgung zeitnah abzusichern und eine vierte Welle steht nicht auf unserer Wunschliste. Bei der derzeitigen Lage in den Krankenhäusern sehe ich in nächster Zeit keinen Grund für verschärfende Maßnahmen."

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Allerdings betont er in diesem Zusammenhang, wie wichtig Impfungen seien. "Die Impfung schützt jeden selbst vor schweren Verläufen und damit vor einer Überlastung der Krankenhäuser. Gerade darin liegt die Verantwortung jedes Einzelnen für die Gesellschaft", sagt Kunz.

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