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Piwarz machen LernSax-Pannen wütend

Sachsens Kultusminister entschuldigt sich für die technischen Probleme mit der Schulplattform. Immerhin: Am Mittwoch läuft LernSax wieder störungsfrei.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) bittet um Lehrer und Schüler wegen der Ausfälle bei LernSax um Verständnis.
Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) bittet um Lehrer und Schüler wegen der Ausfälle bei LernSax um Verständnis. © Thomas Kretschel

Dresden. Die Frage des Tages für Eltern, Lehrer und Schulkinder in Sachsen an diesem Mittwoch ist: Geht LernSax wieder? "Die Plattform läuft heute wieder einwandfrei", ist festzustellen und vom sächsischen Kultusministerium zu hören.

Nach mehreren Ausfällen in den vergangenen Wochen dürfte den Nutzern das Vertrauen fehlen, ob das auch so bleibt. Die technischen Probleme bei der Lernplattform seien aber behoben, teilt das Ministerium mit.

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Am Dienstag war Lernsax den ganzen Tag kaum zu erreichen. "Die Ursache war ein technisches Problem im Rechenzentrum", sagte Ministeriumssprecher Dirk Reelfs auf Anfrage von Sächsische.de. Spekulationen über Kapazitätsprobleme, weil zu viele Schüler und Lehrer gleichzeitig auf die Plattform zugreifen würden, dementiert das Ministerium.

Bei einer Online-Pressekonferenz am späten Dienstagabend erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU), dass ihn die aktuelle Situation wütend mache. Man habe nach den Ausfällen im Dezember bereits Geld in die Hand genommen und sehe nun, dass das System immer noch nicht einwandfrei funktioniere. Dafür entschuldige er sich bei Schülern und Lehrern.

Der Minister stellte heraus, dass man mit dem für LernSax zuständigen technischen Dienstleister seit Jahren gut zusammenarbeite, er sich aber auch vorstellen könne, bei anhaltenden Schwierigkeiten teils auch auf andere Schulangebote zu setzen.

Lernsax ist vor allem während der Corona-Pandemie für Schüler und Lehrer eine wichtige Kommunikationsplattform, auf der über das Internet Informationen ausgetauscht werden, Unterricht erteilt wird und Lernstoff abgerufen werden kann. Es gab bei Lernsax schon mehrere Störungen, auch im ersten Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres. Seitdem sei das System mit erheblichen finanziellen Mitteln aufgerüstet worden. In Spitzenzeiten habe es bis zu 80.000 Nutzer täglich gegeben.

Lehrerverband bemängelt LernSax

Sachsens Philologenverband warnte unterdessen mit Blick auf verkürzte Winterferien sowie Wechselmodelle zwischen Unterricht in der Schule und zu Hause vor weiteren Belastungen für Schüler und Lehrer.

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Lernen und Lehren von zu Hause und im Wechselmodell sei harte Arbeit, stellte Verbandschef Thomas Langer am Mittwoch in einer Mitteilung fest. "Dafür braucht es professionelle Bedingungen und Verschnaufpausen. Beides ist mit dem derzeitigen Stand bei LernSax und der Kürzung der Winterferien nicht ausreichend gegeben." Der Philologenverband ist ein Berufsverband von Gymnasiallehrern. (mit dpa)

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