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Politik

Lernstand von Schülern wird erhoben

Noch vor den Ferien sollen Lehrer in Deutschland feststellen, welche corona-bedingten Wissenslücken ihre Schüler haben. Doch die Zeit ist äußerst knapp.

20 bis 25 Prozent der Schulkinder haben pandemiebedingt große Lücken, schätzt der Lehrerverband.
20 bis 25 Prozent der Schulkinder haben pandemiebedingt große Lücken, schätzt der Lehrerverband. © Matthias Balk/dpa

Berlin. An den Schulen soll der Lernstand der Schüler nach den Worten von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek noch vor den Sommerferien flächendeckend gesondert überprüft werden. Dies sei mit den Ländern vereinbart worden, erklärte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk-"Interview der Woche". Damit sollten Nachhilfeprogramme im neuen Schuljahr passgenauer ausgerichtet werden können.

Mit den Programmen sollen coronabedingte Lücken geschlossen werden. Der Bund stellt für diesen Zweck eine Milliarde Euro bereit und für soziale Förderprogramme eine weitere Milliarde.

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Die Zeit ist knapp

Die Tests sollten in den nächsten Wochen nicht als bundesweite Vergleichstests durchgeführt werden, sondern niedrigschwellig als Klassenarbeit, "aber ein bisschen standardisierter", wie sie sagte. "Dafür gibt es Module, die jetzt länderübergreifend genutzt werden können." Auf der Basis sollten die jeweiligen Klassenlehrer dann individuelle Empfehlungen aussprechen, was nachzuholen sei.

Karliczek wies auf den Lehrerverband hin, der nach ihren Worten davon gesprochen hatte, dass 20 bis 25 Prozent der Kinder pandemiebedingt große Lücken hätten.

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Allerdings ist die Zeit für solche Erhebungen, soweit es sie nicht schon gibt, teils äußerst knapp bemessen: Die ersten Bundesländer gehen bereits in vier Wochen in die Sommerferien, für Klassenarbeiten bleiben dort allenfalls noch zwei bis drei Wochen. (dpa)

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