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Liegt die Inzidenz im Kreis Görlitz Anfang März unter 35?

Die 7-Tage-Inzidenz für den Kreis Görlitz sinkt beim RKI und steigt beim Kreis Görlitz. Die Lage ist verquer. Die Zahlen zur Pandemie für den Kreis.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat am Dienstag die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Görlitz mit 58 angegeben. Einen Tag zuvor lag sie noch bei 69. Die RKI-Inzidenz ist die entscheidende Zahl für weitere Lockerungen.

Nimmt man diese Inzidenz und projiziert sie mit verschiedenen anderen Daten, dann kann man berechnen, wann der Landkreis Görlitz die entscheidenden Werte von 50 und 35 erreicht. Das macht das Zentralinstitut für die kassenärztlichen Prozesse in Deutschland und stellt die Zahlen täglich ins Internet. Mit der Inzidenz von 58 am Dienstag könnte der Kreis bereits an diesem Donnerstag unter die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen rutschen, am 5. März unter 35 und am 3. April unter 10.

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Allerdings sind das keine Vorhersagen, steigt die Inzidenz morgen wieder, dann würden sich auch die Vorausberechnungen sofort verändern.

Und dass die Inzidenz am Mittwoch beim RKI wieder steigt, ist nicht unwahrscheinlich. Beim Landkreis ist dieser Effekt schon am Dienstag zu beobachten gewesen. 53 Neuinfektionen meldeten Praxen und Labore bis Montagabend dem Kreis-Gesundheitsamt.

Am Montag vergangener Woche waren es nur 32. Dadurch erhöht sich die 7-Tage-Inzidenz, die der Kreis berechnet, auf 72. Unterschiede zu den RKI-Zahlen ergeben sich laut Landkreis aus den unterschiedlichen Zeitpunkten der Auswertung.

Trotzdem kann das die unterschiedlichen Zahlen nicht restlos aufklären. Zumal das RKI als auch der Freistaat die Zahlen vom Kreis-Gesundheitsamt verarbeiten und keine eigenen Daten erheben.

Das Gesundheitsamt informiert zudem, dass für den Zeitraum 28. Dezember bis 10. Februar weitere zehn Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet wurden. Es handelt sich um vier Frauen und sechs Männer im Alter von 69 bis 94 Jahren. Sie kommen aus Weißwasser (zwei) sowie Ebersbach-Neugersdorf, Görlitz, Großschönau, Krauschwitz, Lawalde, Reichenbach, Schleife und Trebendorf (je einer). Damit hat die Pandemie mittlerweile 919 Leben im Landkreis Görlitz gekostet.

86 Menschen werden aktuell stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 15 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung, fünf werden beatmet.

Seit Beginn der Pandemie im März 2020 haben sich im Landkreis Görlitz nachweislich 14.739 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Derzeit befinden sich 204 Einwohner nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne zu Hause.

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