merken
Deutschland & Welt

Lkw-Fahrer tröstet Impfhotline-Anrufer

Weil seine Telefonnummer fast identisch ist mit der Impfhotline in NRW, wurde ein Lkw-Fahrer wider Willen zum gefragten Trostspender für ältere Menschen.

© Symbolfoto/Sebastian Kahnert/dpa

Dortmund. Weil seine Handynummer in acht Ziffern gleich mit den Impfhotlines für NRW ist, bekommt Lkw-Fahrer Michael S. aus Dortmund seit Montag zahlreiche Anrufe - und ist zu einem Trostspender für viele ältere Menschen geworden.

"Um 8 Uhr Morgens fing das am Montag plötzlich an", so Michael S.. Es seien inzwischen "unendlich viele" Anrufe bei ihm eingegangen: "Einmal hatte ich 63 Anrufe in Abwesenheit. Der späteste war um 21.20 Uhr." Am Donnerstagmorgen "waren es erst vier." Der Dortmunder ging - so weit es die Arbeit zuließ - auch ran und sprach mit den Senioren oder deren Kindern, die für die Eltern einen Termin zur Coronaschutz-Impfung ausmachen wollten.

Anzeige
Digitaler Infotag an der BA Riesa & Leipzig
Digitaler Infotag an der BA Riesa & Leipzig

Die Berufsakademie (BA) Sachsen in Riesa und Leipzig lädt Studieninteressierte am 13. März 2021 zum digitalen Tag der offenen Tür mit Praxispartnern ein.

Weiterführende Artikel

Corona: Viele Pflegekräfte wollen keine Impfung

Corona: Viele Pflegekräfte wollen keine Impfung

Mangelnde Impfbereitschaft, Friseurbesuch im Vogtland nur mit negativen Test, 663 Neuinfektionen in Sachsen - unser Newsblog.

"Die älteren Menschen waren wirklich verzweifelt", so der Dortmunder: "Ein 80-Jähriger sagte mir, dass er seit 10 Stunden versucht, einen Termin zu kriegen." Michael S. spendete Trost: "Ich habe versucht, die älteren Herrschaften zu beruhigen. Und ihnen gesagt, dass sie ganz bestimmt auch noch einen Termin kriegen." Letztlich hätten sich die Anrufer "zig Mal entschuldigt", so Michael S. bei WDR2. "Aber viele Gespräche haben mich wirklich gerührt", so der Lkw-Fahrer. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt