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Ein neuer Stufenplan für Dresdens Gastronomie

Sonne und Vögel kündigen den Frühling an. Das stimmt optimistisch und könnte doch eine neue Hygieneregel möglich machen. Unsere Lockdown-Kolumne.

Jetzt müsste es eigentlich wieder gehen - Café auf und Kaffeetrinken, während man gemütlich draußen sitzt.
Jetzt müsste es eigentlich wieder gehen - Café auf und Kaffeetrinken, während man gemütlich draußen sitzt. © Federico Gambarini/dpa

Dresden. Es ist schon wieder soweit. Die Jalousie muss runter, wenigstens einen halben Meter weit. Ich will mich nicht beklagen, aber die Sonne blendet im Homeoffice. Sie steht morgens schon wieder so hoch, dass sie wenigstens eine Stunde lang für krasses Gegenlicht sorgt am Tisch, auf dem das Laptop steht. Aber ich weigere mich gegen die künstliche Verdunklung. Die Jalousie bleibt oben.

Denn die Sonne kurbelt den Körper an. Die Vitamin-D-Produktion kommt in Fahrt, sie soll auch die Knochen stärken und überhaupt hat sie nach den grauen Wintertagen grundsätzlich eine positive Wirkung.

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Der viele Schnee war auch schön, aber wenn er taut und dabei immer schmutziger wird und wenn das auch noch mit Wolken und Regen verbunden ist, dann trübt das vermutlich auch bei ausgemachten Frohnaturen die Stimmung.

Außerdem sind plötzlich mehr Vögel zu hören. Sie sitzen im großen Baum gegenüber dem Wohnzimmerfenster. Es ist eine riesige Linde, glaube ich. Und sie lärmen in den schönsten Zwitschertönen. Es klingt schon wie Frühling. Mehr davon, möchte ich ihnen zurufen.

Nun müsste nur noch das Lieblingscafé um die Ecke wieder öffnen dürfen

Der wichtigste Nebeneffekt nach dem Corona-Winter: Der Wetterwechsel fördert den Optimismus. Endlich wieder raus ohne zu frieren, vielleicht findet sich ja sogar ein Plätzchen, an dem ein erstes Bier im Freien erlaubt ist.

Oder an dem man es mit frischem Kaffee, der aus der Thermoskanne dampft, auch ohne Bewegung länger als eine halbe Stunde aushält - das Gesicht in der Sonne am besten.

Die Ansteckungsgefahr sollte bei solcherlei Vergnügungen gering sein - perfekter Coronaschutz, nachdem wir alle wochen-, ja monatelang in Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer aufeinander gehockt haben.

Nun müsste nur noch das Lieblingscafé um die Ecke wieder öffnen dürfen. Neue Hygieneregel: Sitzen nur draußen, an der frischen Luft und mit Abstand, beschränkte Gästezahl pro Tisch. Oder die Lieblingskneipe. Auch dort könnte diese Schutzregel dann gelten. Drinnen ist verboten, nur der Weg zur Toilette ist erlaubt.

Das würde den Gastronomen helfen, ebenso wie den potenziellen Gästen. Wäre das nicht was, Herr Ministerpräsident, Frau Gesundheitsministerin, Herr Oberbürgermeister?

Denken Sie doch bitte mal darüber nach. Bis es so weit ist, begnügen wir uns mit dem selbst mitgebrachten Kaffee oder Bier irgendwo an der Elbe, auf einer Waldlichtung, notfalls auch auf einem Fenstersims.

An dieser Stelle schreiben Redakteure der Dresdner Stadtredaktionen aus ganz persönlicher Sicht über Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag im Lockdown.

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