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Lockerungen im Kreis Görlitz entscheiden sich am Montag

Der Inzidenzwert liegt so tief, dass gute Chancen auf eine Rückkehr der Schulen zum Normalbetrieb ab Mittwoch bestehen. Auch Hochzeiten könnten profitieren.

Mehr Gäste könnten ab Mittwoch im Kreis Görlitz Hochzeit feiern. Das entscheidet sich am Montag. Die Chancen aber stehen gut.
Mehr Gäste könnten ab Mittwoch im Kreis Görlitz Hochzeit feiern. Das entscheidet sich am Montag. Die Chancen aber stehen gut. © dpa

Am Montagmorgen entscheidet sich, ob die Schulen im Kreis Görlitz am Mittwoch zum Normalbetrieb zurückkehren. Dafür muss der Inzidenzwert beim Robert-Koch-Institut am Montag unter 50 liegen. Es wäre der fünfte Werktag hintereinander. Die Chancen stehen dafür ausgesprochen gut.

Neben den Schulen könnten auch Gaststätten wieder ihre Innenräume öffnen oder beispielsweise bei Hochzeiten bis zu 50 Gäste mitfeiern.

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Inzidenz beim RKI und beim Kreis liegt um 20

Denn die Corona-Pandemie im Kreis Görlitz ist auch über das Wochenende hinweg stabil zurückgegangen. So meldeten Labore und Praxen dem Gesundheitsamt am Sonnabend und Sonntag acht Neuinfektionen, das waren 18 weniger als am vergangenen Wochenende. Das Kreis-Gesundheitsamt berechnet die 7-Tage-Inzidenz am Sonntag mit 22, am Sonnabend lag sie bei 25, am Sonntag vergangener Woche bei 63.

Die Zahlen unterscheiden sich damit kaum noch von denen des Robert-Koch-Institutes in Berlin, das für Lockerungen entscheidend ist. So lag hier der Inzidenzwert am Sonntagmorgen bei 21, am Sonnabend bei 23 und am Sonntag vor einer Woche bei 61.

Zwei weitere Todesfälle

Die Lage in den Krankenhäusern ist auf niedrigem Niveau stabil. Am Sonntag lagen noch 51 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf Station, elf von ihnen wurden intensivmedizinisch betreut. Nur drei benötigen eine Beatmung.

Allerdings vermeldete der Kreis Görlitz am Sonnabend zwei weitere Todesfälle am 27. Mai. Es handelte sich um eine Frau und einen Mann im Alter von 77 und 68 Jahren. Sie stammten aus Oppach und Seifhennersdorf. Damit erhöhte sich die Zahl der Einwohner, die nach einer Coronavirus-Infektion starben, auf 1.140.

31 Gemeinden seit einer Woche ohne Corona-Fall

Wie stark die Pandemie auf dem Rückzug ist, geht auch aus den Berechnungen des Freistaates über die Infektionslage in jeder Gemeinde hervor. Demnach sind 31 von 54 Kommunen im Landkreis Görlitz seit einer Woche ohne Corona-Fall. Das waren so viele wie seit Herbst vergangenen Jahres nicht mehr. Selbst größere Städte wie Löbau (21), Weißwasser (19), Görlitz (18) oder Zittau (16) verzeichnen niedrige Inzidenzwerte.

Die höchsten haben gegenwärtig Weißkeißel (234), Waldhufen (211) und Horka (177). In solch kleineren Orten reichen aber schon wenige Infektionen, um die Inzidenz hochschnellen zu lassen. Bei den Spitzenreitern sind es so nur drei bis fünf Infektionen, die zu den Inzidenzen führen.

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