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Einkaufen ohne Maske: So denken die Sachsen darüber

Eine repräsentative Umfrage bestätigt, was in Einkaufszentren zu beobachten ist: Die Sachsen dürften zwar ohne Masken rein, viele wollen sie aber trotzdem tragen.

Masken müssen in Sachsen beim Einkaufen aktuell nicht getragen werden. Die Menschen im Freistaat finden das mehrheitlich gut.
Masken müssen in Sachsen beim Einkaufen aktuell nicht getragen werden. Die Menschen im Freistaat finden das mehrheitlich gut. © Robert Michael/dpa

Dresden. Das Tragen einer Maske ist beim Einkaufen in Sachsen seit Mitte Juli nicht mehr verpflichtend. Zumindest solange der Inzidenzwert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen nicht über 10 klettert. Momentan läuft nur Dresden dieser Gefahr. Die Stadt liegt am Dienstag den dritten Tag in Folge drüber, Sachsen insgesamt aber ist mit einer Inzidenz von 4,8 deutlich unter dem Bundesschnitt (14,5).

Beim Shoppen auf die Maske zu verzichten, ist vor allem bei sommerlichem und schwülem Wetter verlockend. Doch der Blick in Einkaufszentren zeigt: Längst nicht alle Sachsen machen, was sie dürften. Freiwillig tragen viele auch weiterhin ihre Masken, um sich oder andere vor Corona zu schützen.

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Eine repräsentative Umfrage von Sächsische.de und den Meinungsforschern von Civey bestätigt diesen Eindruck. In den vergangenen zwei Wochen haben wir 1.024 Menschen in Sachsen gefragt, ob sie trotz des Entfallens der Pflicht beim Einkaufen im Supermarkt und anderen Läden einen Mund-Nasen-Schutz tragen wollen.

Die Mehrheit, mit 53 Prozent über die Hälfte, sagt nein. Aber mit 40,5 Prozent ist das Lager der freiwilligen Maskenträger nicht gerade klein. Rund 6,5 Prozent sind sich nicht sicher, ob mit oder ohne Maske besser ist.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei einer zweiten Umfrage, bei der es um die prinzipielle Zustimmung oder Ablehnung der sächsischen Maskenregelung geht. Hier geben die Befragten mit 53 Prozent mehrheitlich an, dass sie die aktuelle Aussetzung der Maskenpflicht beim Einkaufen richtig finden. Etwas mehr als ein Drittel (38,9 Prozent) findet es falsch, 8,1 Prozent sind unentschieden.

Mit der Aufhebung der Maskenpflicht beim Einkaufen ist Sachsen seit Mitte Juli das einzige Bundesland mit einer solchen Regelung. Laut Verordnung spielt neben der Inzidenz, die unter dem Wert von 10 bleiben muss, auch der Mindestabstand eine wesentliche Rolle. Wenn der nicht eingehalten werden kann, muss in bestimmten Geschäften trotzdem weiterhin eine Maske aufgesetzt werden. In Bus und Bahn, bei körpernahen Dienstleistungen, etwa beim Besuch eines Friseurs oder der Kosmetikstudios, gilt auch in Sachsen weiterhin die Pflicht zum Tragen einer Maske.

Information zu diesen Umfragen mit Civey

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In diesem Artikel wurden zwei Umfragen ausgewertet, die Sächsische.de in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsunternehmen Civey durchgeführt hat. An der Umfrage, ob Menschen in Sachsen auch weiterhin Maske tragen wollen, wurde 2.238 Mal teilgenommen, aus 1.024 Stimmen eine Stichprobe gezogen. An der Umfrage, ob die Sachsen die Lockerung richtig oder falsch finden, wurde 2.497 Mal teilgenommen, aus 1.026 Stimmen eine Stichprobe gezogen. Die Stichproben entsprechen jeweils der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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