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Mehr als 800 Corona-Tote im Kreis Görlitz

Die Sterberate liegt erschreckend hoch, während die Zahl der Neuinfektionen stabil ist. Der britische Virus-Typ ist weitere zweimal im Kreis nachgewiesen.

Die elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt ein Coronavirus
Die elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt ein Coronavirus © NIAID/NIH/AP/dpa -

Seit Beginn der Pandemie sind bis zum 26. Januar dieses Jahres 806 Einwohner des Landkreises Görlitz im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Zuletzt erhielt das Kreis-Gesundheitsamt Nachricht von weiteren sieben Todesfällen im Zeitraum vom 30. Dezember bis 26. Januar. Es handelt sich um fünf Frauen und zwei Männer im Alter von 76 bis 105 Jahren. Sie stammen aus Ebersbach-Neugersdorf, Görlitz, Waldhufen, Hähnichen, Kottmar, Löbau und Oderwitz.

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Derweil verharrt die Zahl der Neuinfektionen auf der Höhe der Vorwoche. Binnen 24 Stunden meldeten Labore und Praxen bis Donnerstagmittag 47 neue Fälle, darunter drei Kinder. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 40. Der Kreis gibt die 7-Tage-Inzidenz mit 137 an. Derzeit sind schätzungsweise 483 Personen infiziert.

Hotspots in Pflegeeinrichtungen

Unverändert Schwerpunkte bilden Pflegeeinrichtungen. So sind neun im Kreis Görlitz von Corona-Fällen betroffen und unter Quarantäne gestellt worden. Dazu zählen drei Einrichtungen der Behindertenhilfe in Herrnhut, Großschweidnitz und Zittau sowie sechs Einrichtungen der Altenhilfe in Oderwitz, Görlitz, Großschönau, Kottmar, Reichenbach und Ebersbach-Neugersdorf. Ende vergangener Woche waren zehn Pflegeeinrichtungen betroffen.

165 Menschen werden momentan stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 14 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Acht von ihnen wurden nach Angaben des bundesweiten Intensivregisters divi beatmet.

Britische Virus-Variante auch in Herrnhut und Schöpstal

In Herrnhut und Schöpstal wurde bei zwei weiteren Männern die britische Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die Quarantäne-Zeit beträgt 14 Tage, Verkürzungen sind in den Fällen von nachgewiesenen Mutationen nicht möglich. Die beiden heutigen Infektionsfälle stehen in keinem Zusammenhang zu den erstmals am vergangenen Wochenende festgestellten Mutationen bei Einwohnern in Bad Muskau.

Freiwillige Tests für Schüler

Ab kommenden Montag findet für die Abschlussklassen und Abschlussjahrgänge der dualen Berufsausbildung, Berufsfachschulen und Fachschulen wieder Präsenzunterricht statt. Wie der Landkreis mitteilt, können sich die Schüler und Lehrer der Abschlussklassen am Montag freiwillig auf eine Corona-Infektion testen lassen. Die Testungen werden durch mobile Abstrichteams des DRK sowie des ASB überwiegend an den Stammschulen durchgeführt. Bei einer ähnlichen ersten Testaktion bei Schülern vor drei Wochen nahm nur ein Drittel teil.

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