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Mehr als die Hälfte der Mittelsachsen geimpft

Weitere Lockerungen ab 1. Juli. Freie Termine in Impfzentren. Über 1.300 Verstöße gegen Coronaschutzverordnung.

Im Impfzentrum in Mittweida stehen für die Impfwilligen fünf Impfstrecken zur Verfügung. Dort stehen jetzt genügend Impfstoff und freie Termine zur Verfügung.
Im Impfzentrum in Mittweida stehen für die Impfwilligen fünf Impfstrecken zur Verfügung. Dort stehen jetzt genügend Impfstoff und freie Termine zur Verfügung. © dpa

Mittelsachsen. Am 1. Juli tritt die neue Corona-Schutz-Verordnung in Kraft. Sie gilt bis zum 28. Juli. Neben einigen Klarstellungen wird der neue Schwellenwert der Inzidenz unter zehn eingeführt.

Mittelsachsen lag am Mittwoch bei 2,0. „Somit gibt es beispielsweise keine Kontaktbeschränkungen mehr sowie kaum noch Verpflichtungen zum Testen“, teilt das Landratsamt Mittelsachsen mit.

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Ausnahmen bilden zum Beispiel Diskotheken, Clubs und Musikclubs. Außerdem besteht die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes in Geschäften und Märkten, bei körpernahen Dienstleistungen und im öffentlichen Nahverkehr. Im Freien muss keine Maske mehr aufgesetzt werden.

Die meisten Impfungen erfolgen mit dem Vakzin von Biontech

Im Impfzentrum Mittweida und durch die mobilen Impfteams sind bisher in Mittelsachsen 104.655 Erst- sowie 82.934 Zweitimpfungen erfolgt (Stand 27. Juni). Mit insgesamt reichlich 147.000 Impfdosen wurde das Vakzin von Biontech am meisten verabreicht.

Den geringsten Anteil hat Johnson & Johnson mit mehr als 5.000 Dosen. Bei diesem Impfstoff ist jedoch nur eine Impfung notwendig. Für Moderna stehen rund 18.500 Impfdosen zu Buche und für Astrazeneca 16.800.

In anderen Impfzentren bleiben viele Menschen der Zweitimpfung fern. „Bei uns ist das nicht der Fall. Nach Mittweida kommen die Meisten“, sagt DRK-Sprecher René Illig.

Berücksichtigt werden müsse, dass es eine freie Wahl des Impfzentrums gibt. „Das heißt, dass sich zum Beispiel auch Dresdner in Mittweida impfen lassen oder Bürger aus Mittelsachsen außerhalb des Landkreises in einem anderen Impfzentrum“, heißt es aus dem Sozialministerium Sachsen.

Die Hausärzte des Landkreises haben laut Kassenärztlicher Vereinigung in ihren Praxen bis zum 29. Juni 83.271 Impfungen vorgenommen. Diese teilen sich in 49.670 Erstimpfungen und 33.601 Zweitimpfungen. Insgesamt ist damit mehr als die Hälfte aller Mittelsachsen geimpft.

Genügend Impfstoff und Termine vorhanden

Das Impfzentrum Mittweida liegt mit derzeit durchschnittlich 1.150 Impfungen pro Tag nach wie vor im oberen Bereich in Sachsen. Inzwischen seien genügend Impfstoff und dadurch auch genügend Termine in den Impfzentren vorhanden.

Am frühen Mittwochnachmittag konnten Interessierte im Impfzentrum Mittweida für die ersten 13 Tage im Juli noch zwischen mehr als 1.800 Terminen wählen.

Zeigt das Service-Portal für die Corona-Impfung in Sachsen noch tagesaktuelle freie Termine, können Impfwillige auch ohne Termin vorbeikommen. „Trotzdem könnte es zu Wartezeiten kommen“, so Illig. Die seien aber nicht sehr lang, denn in Mittweida stehen derzeit fünf Impfstrecken zur Verfügung.

Landkreis erteilt knapp 1.300 Bußgelder für Verstöße gegen Schutzverordnung

Das Landratsamt Mittelsachsen hat während der Pandemie bisher knapp 1.300 Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung registriert. In 654 Fällen sind bereits Bußgeldbescheide mit einer Höhe zwischen 60 und 1.500 Euro verschickt worden. Der Gesamtbetrag dieser Bußgelder beläuft sich auf 54.880 Euro.

Über das Coronavirus in Mittelsachsen informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

„Die anderen Verfahren werden derzeit eingeleitet“, sagt Landkreissprecher André Kaiser. Geahndet wurden Verstöße gegen das Kontaktverbot, die Maskenpflicht, das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit und das Einreiseverbot sowie Quarantäne-Verstöße. „In 25 Fällen haben die Betroffenen Einspruch eingelegt“, so Kaiser.

Kein neuer Coronafall in Mittelsachsen

Am Mittwoch gab es im Landkreis Mittelsachsen keinen weiteren positiven PCR-Test. Die Gesamtzahl seit März 2020 beläuft sich auf 24.303.

In den Kliniken des Landkreises werden weiterhin vier Corona-Patienten behandelt. Einer von ihnen wird beatmet. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Lungenerkrankung Verstorbenen ist um einen auf 706 gestiegen.

Die Inzidenz liegt laut RKI bei einem Wert von 2,0.

Das Bürgertelefon des Landratsamtes Mittelsachsen zu Fragen rund um Corona ist ab kommender Woche immer von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr unter der Nummer 03731 7996249 erreichbar. Fragen können auch per E-Mail unter [email protected] gestellt werden.

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