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Mehr Frühgeburten durch Corona

Eine Infektion kann auch in der Schwangerschaft auftreten – mit geringen Folgen. Aber nicht immer.

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Bei Schwangeren, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wurden häufiger Frühgeburten beobachtet.
Bei Schwangeren, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wurden häufiger Frühgeburten beobachtet. © Mascha Brichta/dpa (Symbolbild)

Die Folgen einer Corona-Infektion für Mutter und Kind haben Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin in mehr als 120 Deutschen Kliniken untersucht. Im Zeitraum vom 3. April bis jetzt haben 66 Kliniken insgesamt 296 positiv getestete Schwangere gemeldet.

Nach Auswertung der Daten kommen Professor Mario Rüdiger, Leiter des Fachbereiches Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin des Dresdner Universitätsklinikums Dresden, und Dr. Ulrich Pecks, Leiter der Geburtshilflichen Abteilung am Universitätsklinikum Kiel, zu dem Ergebnis, dass eine Corona-Infektion bei den untersuchten Schwangeren einen überwiegend günstigen Verlauf nahm.

Man habe aber häufiger Frühgeburten beobachtet, so Rüdiger. „Etwa jedes siebente betroffene Kind kam vor der 38. Schwangerschaftswoche zur Welt. Lediglich zwei Prozent der Neugeborenen wurden positiv getestet.“ Und in den meisten Fällen sei dies nur mit minimalen Krankheitssymptomen einhergegangen. 

Dr. Pecks zufolge sei die Erkrankung aber ernst zu nehmen. 14 Frauen wurden intensivmedizinisch betreut. „Corona ist gerade in der Schwangerschaft eine Herausforderung, da die Behandlung eingeschränkt ist.“ (rnw)