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Deutschland & Welt

Menschen sterben an, nicht mit Corona

Der Chef-Pathologe der Uniklinik Augsburg widerspricht der Aussage, tödliche Covid-19-Verläufe träfen nur ältere Menschen mit schweren Vorerkrankungen.

In Deutschland sind bislang 66.164 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.
In Deutschland sind bislang 66.164 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. © Sebastian Gollnow/dpa

Augsburg. In den allermeisten Fällen, in denen mit Corona infizierte Menschen sterben, ist das Virus dem Chef-Pathologen der Uniklinik Augsburg zufolge auch Grund für ihren Tod. "Die meisten könnten noch leben, wenn sie sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hätten", sagte der Direktor des Instituts für Pathologie und Molekulare Diagnostik, Bruno Märkl der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch, Plus-Artikel).

Das Klinikum hat bereits mehr als 100 verstorbene Covid-19-Patienten obduziert, wie dort bestätigt wurde. Die Annahme, tödliche Verläufe träfen nur ältere Menschen mit schweren Vorerkrankungen, die ohnehin bald gestorben wären, "das sehen wir überhaupt nicht", sagte Märkl der Zeitung.

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"Ich wünschte, ich könnte diejenigen, die an der Gefährlichkeit lauthals zweifeln, einladen, mir bei einer solchen Obduktion über die Schultern zu schauen - sie würden schnell verstummen." Letzten Endes sei es ein "inneres Ersticken", an dem die Patienten sterben. (dpa)

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