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Minibüros gegen Homeoffice-Stress

Wem im Homeoffice alles über den Kopf wächst, kann sich in Radeberg melden. Von Internetanschluss bis Gemeinschaftsküche ist alles vorhanden.

Viele arbeiten derzeit im eigenen Wohnzimmer. Wenn dann auch noch Kinder und Partner einen Platz zum Arbeiten suchen, kann es schnell stressig werden. In Radeberg gibt es eine Lösung.
Viele arbeiten derzeit im eigenen Wohnzimmer. Wenn dann auch noch Kinder und Partner einen Platz zum Arbeiten suchen, kann es schnell stressig werden. In Radeberg gibt es eine Lösung. © Symbolbild/Fabian Strauch/dpa

Radeberg. Die Kinder lernen zu Hause, die Ehefrau ist im Homeoffice und selbst keinen Platz um in Ruhe die Arbeiten für die Firma zu erledigen oder Telefongespräche zu führen?

In vielen Familien dürften die Nerven allein schon wegen der engen Platzverhältnisse blank liegen. In Radeberg gibt es jetzt eine Lösung. An der Dresdner Straße werden kleine Büros angeboten.

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Mit neuem Job hoch hinaus
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Der Dachdeckerbetrieb Rodig in Großharthau sucht einen Kranfahrer (Dachdecker, Klempner, Zimmermann) sowie einen Bauleiter oder Meister.

Sie verfügen über Internetanschluss, Toilette und sind beheizt. Nur einen Tisch und einen Stuhl müsste der „Mieter“ selbst mitbringen. Die Räume werden gegen einen geringen Obolus angeboten.

Vermieter ist die Apostolische Kirchgemeinde Radeberg. „Wir haben an der Dresdener Straße in unserem Gebäude noch etwas Platz, da sind wir auf die Idee gekommen, sie Studenten im Homeoffice, Schülern oder allen anderen, die in Ruhe ihre Büroarbeit erledigen wollen, anzubieten“, sagt Gert Loose von der Kirchgemeinde.

Nach seinen Angaben sind drei Büros sofort verfügbar. „Wenn die Nachfrage groß sein sollte, müssten wir Trennwände einziehen. Das würde dann ein paar Tage dauern.“

Anbieter will nur Betriebskosten

Insgesamt stünden dann sechs Plätze zur Verfügung. Die Kirchgemeinde will aus der Vermietung keinen Gewinn erzielen. „Das soll gemeinnützig sein. Wir müssten nur die Betriebskosten wieder hereinbekommen.“

Wie lange Interessenten ein Büro anmieten, hängt von jedem selbst ab. „Das müssen wir dann miteinander absprechen.“

Grundsätzlich will die Kirchgemeinde das Angebot über die Corona-Zeit hinaus aufrechterhalten. „Jetzt ist die Nachfrage sicher besonders groß, aber vielleicht braucht der ein oder andere dauerhaft ein kleineres Büro, vielleicht, um zu lernen. Es gibt eine Gemeinschaftsküche, in der Mahlzeiten zubereitet werden können und wo man miteinander ins Gespräch kommen kann.“

Wer Interesse hat, sollte sich telefonisch melden und seine Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter unter 035200 289893 hinterlassen. „Wir rufen dann zurück“, sagt Gert Loose.

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