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Corona breitet sich im Landkreis weiter aus

Am Donnerstag sind sechs weitere Fälle im Landkreis Mittelsachsen gemeldet worden. Betroffen sind erneut eine Kita sowie eine Schule.

Symbolbild: Schüler einer neunten Klasse der Oberschule in Hainichen befinden sich jetzt in 14-tägiger Quarantäne.
Symbolbild: Schüler einer neunten Klasse der Oberschule in Hainichen befinden sich jetzt in 14-tägiger Quarantäne. © Andreas Arnold/dpa (Symbolbild)

Mittelsachsen. Erneut hat es im Landkreis Mittelsachsen einen Corona-Fall an einer Schule gegeben. Wie das Landratsamt bestätigte, ist ein Neuntklässler aus der Oberschule in Hainichen positiv getestet worden. 

Nach Angaben der Schule befänden sich die Mitschüler der Klasse sowie die Fachlehrer, die bei dieser unterrichtet hatten, in 14-tägiger Quarantäne. Am Freitag würden ab 8 Uhr in der Schule vom Gesundheitsamt Tests durchgeführt. Geplant seien die Abstriche nur bei den 24 Schülern der betroffenen Klassen sowie sechs Erwachsenen, teilte Kreissprecher André Kaiser mit.

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Darüber hinaus liegt in der Mittweidaer Kita „Regenbogen“ der zweite positive Test vor, dieses Mal nach Angaben des Kreises im Bereich der Krippe. Am Donnerstag lief für etwa 50 Kinder der Kita die Quarantäne aus. Da Krippe und Kita getrennte Bereiche sind, können die Kita-Kinder in die Einrichtung zurück. Die Tests in der Krippe sind für Dienstag geplant. 

Zahl der Corona-Infizierten auf über 400 gestiegen

„Das hängt mit der Inkubationszeit zusammen. Durch die spätere Testung ist wahrscheinlich nur ein Test notwendig“, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Vermutlich muss von zwölf Kindern ein Abstrich genommen werden. Nach ersten Erkenntnissen müssen im Bereich der Kita nur die Kinder getestet werden.

Am 11. September wurde zudem bekannt, dass sich zwei Mitarbeiter des Krankenhauses Mittweida mit dem Virus infiziert haben. 

Bereits Anfang der Woche sind zwei Mitarbeiter der Freiberger Stadtverwaltung positiv auf das Virus getestet worden, wie Oberbürgermeister Sven Krüger (Freie Wähler) mitteilte. Einer der beiden sei ein Reiserückkehrer gewesen. Neben den Betroffenen befänden sich drei weitere Mitarbeiter in Quarantäne. 

Insgesamt seien zwölf Personen getestet worden. „Der Betrieb läuft normal weiter, es gibt keine Einschränkungen. Die Aufgaben der Mitarbeiter in Quarantäne werden von anderen Mitarbeitern übernommen“, so Krüger.

Die Zahl der Infizierten ist am Donnerstag um sechs auf 406 gestiegen. Einen neuen Nachweis gibt es im Altkreis Döbeln (98), zwei im Bereich der Stadt Freiberg (184) sowie im drei im Altkreis Mittweida (124). 345 Personen gelten aktuell als genesen. Derzeit befinden sich knapp 400 ermittelte Kontaktpersonen sowie Infizierte nach Angaben von André Kaiser in Quarantäne.

Mehrfach sind eine Vielzahl an Corona-Tests nötig

Maßnahmen zur weiteren Eindämmung würden seitens des Landkreises derzeit nicht geplant. Anlass dafür gebe es erst, wenn der Wert für Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf 20 steigt. Derzeit liege er bei knapp fünf. Die Behörde appelliert jedoch an die Vernunft der Mittelsachsen, die Hygieneregeln einzuhalten – auch bei privaten Feiern. 

Hintergrund ist, dass es in den vergangenen Wochen eine Familienfeier mit knapp 20 Personen gegeben haben muss, in deren Folge sich mehr als zehn Personen mit dem Virus infiziert hatten.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Im Zuge der Sitzung des Kreistages am Mittwoch dankte Landrat Matthias Damm (CDU) den ehrenamtlichen Kräften des DRK-Kreisverbandes Döbeln-Hainichen, die bei Tests von Kontaktpersonen unterstützt haben. 

Er berichtete, dass die Corona-Hotline des Kreises stark nachgefragt sei, auch an den Wochenenden. Vom Gesundheitsamt seien zudem bisher 303 Hygienekonzepte bewilligt worden.

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