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Mittelsachsen: Grundschulen normal geöffnet

Ab Montag dürfen alle Kinder den Unterricht wieder in ihren Klassen besuchen. Weiterführende Schulen müssen damit noch warten.

Die Zeit der leeren Klassenzimmer ist schon länger vorbei. Doch nun ist in den Grundschulen wieder eingeschränkter Regelbetrieb möglich.
Die Zeit der leeren Klassenzimmer ist schon länger vorbei. Doch nun ist in den Grundschulen wieder eingeschränkter Regelbetrieb möglich. © Lars Halbauer

Mittelsachsen. Die Leitungen der Grundschulen und Kindertagesstätten bekamen vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) eine frohe Botschaft.

Ab Montag (31. Mai) findet im Landkreis Mittelsachsen eingeschränkter Regelbetrieb in Grundschulen und Kitas statt, also Präsenzunterricht an den Grundschulen in festen Gruppen und Klassen.

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Die Schüler der weiterführenden Schulen ab Klasse 5 bleiben dagegen im Wechselbetrieb, wie Susan Meerheim, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des SMK, auf Nachfrage mitteilt. „In der kommenden Woche werden bei stabilen Inzidenzen unter 50 voraussichtlich in weiteren Gebietskörperschaften Schulen und Kitas wieder vollständig öffnen können. Eine Entscheidung dazu wird am Montag getroffen“, so Meerheim.

Öffnung nach Corona-Lockdown sorgt für Begeisterung

Damit gibt es im gesamten Freistaat Sachsen keine Gebietskörperschaft mehr, in der Schulen und Kitas noch geschlossen bleiben müssen. „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung für die Kinder und Jugendlichen in Sachsen, die schneller kommt als erwartet. Damit kehrt ein gutes Stück mehr Normalität zurück“, sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

An den Grundschulen der Region stößt die Mitteilung auf große Begeisterung. „Wir freuen uns sehr, dass wir wieder alle Kinder begrüßen dürfen“, sagte Annett Lorenz-Ziegenbalg, Leiterin der Grundschule Waldheim. Eingeschränkter Regelbetrieb bedeute, dass der Unterricht in festen Klassen mit festen Bezugspersonen durchgeführt werde.

Zudem werden die Kinder zweimal pro Woche auf Corona getestet. Um die Kontakte zwischen den Klassen möglich zu vermeiden, gibt es veränderte Pausenzeiten. „Wenn sich die Schüler im Schulhaus bewegen, müssen sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen“, so Lorenz-Ziegenbalg.

Besonders freut sich die Waldheimer Schulleiterin, dass auch der Schwimmunterricht wieder möglich ist. Für die 2. Klassen werde ein Schwimmlager im Freibad Gebersbach organisiert. „Wir hatten die Busse schon storniert, nun haben wir alles wieder eingetaktet und hoffen auf schönes Wetter“, sagt Lorenz-Ziegenbalg.

Zudem lobt sie die gute Zusammenarbeit mit dem Badbetreiber. Sportunterricht sei zwar noch nicht möglich, doch dafür gebe es ein Bewegungsangebot für die Schüler in der Pause.

Trotz neuer Regelung: Nicht alle Kinder wieder in Schule

Elvira Flaschin, Leiterin der Grundschule „Am Holländer“ in Döbeln sieht dem Wechsel in den eingeschränkten Regelbetrieb mit Freude, aber auch mit Gelassenheit entgegen.

„Wir haben das Prozedere schon mehrfach gehabt. Die Abläufe sind klar, sodass alles reibungslos funktionieren dürfte“, sagt Flaschin. Die Eltern seien über die Internetseite der Schule informiert worden. Zudem haben die Kinder Infozettel mitbekommen.

„Endlich sind alle Kinder wieder da“, freut sich Angela Jurczyk, Leiterin der Grundschule Ostrau. Die 1. und 2. Klassen werden vier, die 3. und 4. Klassen fünf Stunden unterrichtet.

Die Erleichterung sei groß, denn der Wechselunterricht sei nicht so einfach umzusetzen gewesen. „Die Klassen waren geteilt. Weil aber viele Eltern ihre Kinder zur Notbetreuung bringen durften, waren fast alle Kinder da. Die Organisation war deshalb nicht einfach“, sagt Angela Jurczyk.

Trotz der neuen Regelungen werden nicht alle Kinder anwesend sein. „Die Schulpflicht ist weiterhin ausgesetzt. An unserer Schule betrifft das drei Familien. Diese Kinder erhalten über Lernsax ihre Aufgabe“, erklärt die Schulleiterin.

Corona-Testpflicht in Grundschulen bleibt bestehen

Die Gemeinde Ostrau weist auf ihrer Facebook-Seite darauf hin, dass die zweimalige Testpflicht pro Woche für Personen, die Gelände und Gebäude von Schulen und Kitas betreten, bestehen bleibt.

„Allerdings gilt die Testpflicht nicht mehr für Personen, die Kinder bringen oder abholen. Die begleitenden Personen sind jedoch verpflichtet, beim Bringen und Abholen eine FFP2-Maske oder medizinische Maske zu tragen. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Schüler weiterhin zweimal pro Woche getestet werden müssen“, heißt es.

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Für den Schulbesuch am Montag könne das Testzentrum in der Gemeinde genutzt werden, welches am Sonntag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr geöffnet hat.

Hinwein: Der Artikel wurde am 28. Mai 2021 um 17.10 Uhr aktualisiert.

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