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Mittelsachsen: Krankenhäuser lockern Besuchsregeln

Es müssen weniger Corona-Patienten versorgt werden. Die Kliniken kehren mehr und mehr zur Normalität zurück.

Das Foto zeigt ein Zimmer auf der Intensivstation der Helios-Klinik Leisnig.
Das Foto zeigt ein Zimmer auf der Intensivstation der Helios-Klinik Leisnig. © Lars Halbauer/Archiv

Mittelsachsen. Die Inzidenzzahlen sinken. Diese Entwicklung ist auch in den Krankenhäusern spürbar. So ist die Zahl der Covid-19-Patienten in den mittelsächsischen Kliniken am Dienstag auf 30 gesunken. Demnächst werden zumindest teilweise die Regelungen für Besucher gelockert.

Klinikum Döbeln

Im Klinikum Döbeln werden derzeit vier Patienten mit einer Corona-Infektion behandelt (inklusive Intensivstation). „Wir haben in der letzten Zeit jüngere Patienten versorgt als noch zum Jahreswechsel“, sagte Martin Preißer, Verwaltungsleiter im Klinikum Döbeln. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen gehe die Klinikleitung davon aus, spätestens nächste Woche auf allen Stationen wieder uneingeschränkt Patienten versorgen zu können.

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Ab Sonntag soll das Klinikum Döbeln wieder vorsichtig für Besucher geöffnet werden. „Einmal wöchentlich sonntags sind von 14 bis 17 Uhr maximal zwei Besucher je Patient möglich“, sagte Preißer.

Vor dem Besuch im Krankenhaus werde ein Schnelltest in einem der umliegenden Testzentren dringend empfohlen. „Wir akzeptieren bis zu 48 Stunden alte Testergebnisse. Vom Test befreit sind vollständig Geimpfte und Genesene“, so Preißer.

Aufgrund der mit dem Besuch verbunden Auflagen sei mit Wartezeiten am Eingang zu rechnen. „Unsere Mitarbeiter werden ihr Möglichstes leisten, um einen zügigen Einlass zu ermöglichen. Deshalb ist es hilfreich, Impfnachweis, Genesenen-Nachweis oder aktuellen Test in Verbindung mit dem Personalausweis bereit zu halten“, sagte der Verwaltungsleiter.

Das Formular zur Kontaktdatenerfassung könne von der Internetseite des Klinikums heruntergeladen und ausgefüllt zum Besuchstag mitgebracht werden. Ausnahmen zu diesen Besuchsregeln seien in begründeten Fällen in Absprache mit dem behandelnden Arzt möglich. „Besuche auf unserer Intensiv- beziehungsweise Intensivzwischenstation sind ausschließlich nur mit Absprache möglich“, so Preißer.

Helios-Klinik Leisnig

„Wir spüren seit wenigen Wochen aufgrund der sinkenden Inzidenz eine Entspannung auf unserer Corona-Normalstation sowie auf unserer Intensivstation“, sagte Juliane Dylus, Sprecherin der Helios-Klinik Leisnig. Aktuell seien auf der Intensivstation ein Patient mit einer Covid-19-Erkrankung und zwei Covid-19-Patienten auf der Normalstation in Behandlung.

Die Klinik arbeite nun daran, wieder in den Normalbetrieb zu kommen. „Dafür haben wir ein umfangreiches Sicherheits- und Hygienekonzept etabliert“, sagte Dylus. Der überwiegende Teil der Mitarbeiter sei bereits geimpft. Darüber hinaus gebe es eine feste Teststrategie für Mitarbeiter und Patienten sowie die strikte Einteilung in verschiedene Risikobereiche.

Zudem gelte in allen Bereichen für die Mitarbeiter und Patienten eine Maskenpflicht und die allgemeinen Hygieneregeln. „Besuche in unserem Haus sind unter Einhaltung der 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet – und mit Registrierung ab kommenden Montag wieder möglich“, sagte Juliane Dylus.

Landkreis Mittweida Krankenhaus

Im Mittweidaer Krankenhaus werden derzeit noch fünf Covid-19-Patienten stationär behandelt. Die Intensivstation ist derzeit mit acht Patienten voll belegt, da aktuell aufgeschobene Operationen nachgeholt werden. Unter den acht Intensivpatienten sind derzeit zwei Covid-19-Patienten.„Bezüglich der Altersstruktur der Covid-Patienten können wir bestätigen, dass anders als zu Beginn der Pandemie nun vermehrt jüngere Covid-Patienten stationär beziehungsweise intensivmedizinisch behandelt werden müssen“, sagte Ines Schreiber, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH.

Dies gehe unter anderem mit sehr langen Aufenthalten auf der Intensivstation beziehungsweise im Krankenhaus einher. „Durchschnittlich liegen Covid-Patienten etwa drei bis sechs Wochen auf der Intensiv- beziehungsweise ein bis zwei Wochen auf der Normalstation“, so die Sprecherin.

Der Isolationsbereich im Krankenhaus Mittweida wird auch weiterhin für die adäquate Behandlung von Corona-Patienten und Verdachtsfällen freigehalten. Für die stationäre Versorgung sowie das klinische Behandlungsspektrum inklusive des Operationsprogramms bestehen aktuell jedoch keine Einschränkungen mehr.

„Für alle Patienten mit einer Krankenhauseinweisung sowie Notfallpatienten ist die Behandlung im Klinikum Mittweida sichergestellt“, so Schreiber.

In regelmäßig stattfindenden internen Abstimmungen zur Corona-Lage sei die Lockerung der Besuchseinschränkungen für vollständig geimpfte und genesene Personen sowie Personen, die einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen können, im Gespräch. „Wir werden kurzfristig über Änderungen informieren“, so Schreiber.

Kreiskrankenhaus Freiberg

Im Kreiskrankenhaus Freiberg ist die Zahl der Covid-Stationen vor drei Wochen auf nur noch eine reduziert worden. „Diese soll nun in dieser Woche auch geschlossen werden. Aktuell befinden sich acht Covid-Patienten im Haus, vier davon auf der Intensivstation.

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Es ist geplant, die verbliebenen Covid-Patienten in Isolierzimmern der Stationen unterzubringen“, sagte Dr. Ulrike Träger, Sprecherin der Vereinigte Gesundheitseinrichtungen (VGE) Mittelsachsen.

Das Kreiskrankenhaus kehre zurück zur Normalität. „Deswegen müssen keine Operationen mehr abgesagt werden. Im Gegenteil, wir stellen uns auf das normale Programm ein“, so Träger. Für Besucher gelte vorerst noch die eingeschränkte Regelung.

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