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Mittelsachsen: Schul-Regelbetrieb kehrt zurück

Ab Freitag ist Präsenzunterricht in den Schulen wieder möglich. Eine weitere Corona-Lockerung dürfte es in der nächsten Woche geben.

Symbolfoto: In den Schulen in Mittelsachsen ist ab Freitag Präsenzunterricht möglich.
Symbolfoto: In den Schulen in Mittelsachsen ist ab Freitag Präsenzunterricht möglich. © Daniel Schäfer

Mittelsachsen. Aufgrund stabiler Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb von 50 können Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Mittelsachsen ab Freitag, 11. Juni, wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Das teilt das Sächsische Staatsministerium für Kultus mit.

Möglich wird dies durch die neue Schul- und Kita-Verordnung, die den Regelbetrieb ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 ermöglicht. Damit kann wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und ohne Teilung der Klassen stattfinden. Auch in Kindertageseinrichtungen ist wieder ein Regelbetrieb entsprechend der pädagogischen Konzepte möglich.

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Maskenpflicht kann wegfallen

„Ich freue mich, dass ab nächster Woche dann wieder alle Schüler in ganz Sachsen im Regelbetrieb unterrichtet werden. Das wird höchste Zeit. Es sind dann noch sechs Wochen Schule, die intensiv dazu genutzt werden, die Lernstände zu ermitteln, Lücken zu schließen und neuen Lernstoff zu vermitteln. Unsere Lehrer werden hier sensibel vorgehen und keinen Notenmarathon auslösen. Eltern und Schüler können sich wieder auf einen geregelten Schulalltag freuen“, so Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

Laut der neuen Regelungen in der Kita- und Schulverordnung kann nach jetzigem Stand zudem ab Montag in fast allen Landkreisen die Maskenpflicht für Schüler und Schulpersonal im Schulgebäude wegfallen, da die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 35 liegt. Für den Erzgebirgskreis und Mittelsachsen wird diese Regelung voraussichtlich erst Mitte der Woche eintreten, wenn die Inzidenz weiter fällt.

Bei den Kontaktbeschränkungen dürfen jetzt auch in geschlossenen Räumen zehn Personen zusammenkommen, wobei Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres unberücksichtigt bleiben. Die Innengastronomie kann mit Kontakterfassung für Besucher geöffnet werden. Sollten dort Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen, müssen diese einen negativen tagesaktuellen Test, beziehungsweise nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.

Übernachtungsangebote sind nach vorheriger Terminbuchung und mit Kontakterfassung sowie tagesaktuellem Test zu Beginn des Aufenthalts möglich. Bei Beerdigungen und Eheschließungen sind jetzt bis zu 50 Personen zulässig, wobei die Testpflicht beziehungsweise Nachweis über Genesung oder Impfung unberührt bleibt.

Außerdem ist Kontaktsport auf Innensportanlagen mit bis zu 30 Personen mit tagesaktuellem Test beziehungsweise dem Nachweis einer Genesung oder Impfung und mit einer entsprechenden Kontakterfassung zulässig, wobei auch das Anleitungspersonal einen tagesaktuellen Test nachweisen muss. Dies gilt nicht für genesene oder geimpfte Personen.

Bundeswehr verabschiedet sich aus Gesundheitsamt

Seit Oktober 2020 unterstützt die Bundeswehr das Gesundheitsamt Mittelsachsen. Nun ist das Engagement ausgelaufen und die letzten der rund 50 Soldatinnen und Soldaten werden das Gesundheitsamt zum 13.Juni verlassen.

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Bundeswehr und dass dies in der Form möglich war. Das zeigt auch deutlich, welche nationale Aufgabe Corona ist“, sagte Landrat Matthias Damm (CDU).Die Männer und Frauen haben das Gesundheitsamt vorwiegend bei der telefonischen Nachverfolgung von Kontakten unterstützt. Sie kamen aus der Kaserne in Frankenberg sowie von verschiedenen Bundeswehrstandorten in Bayern und Thüringen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt bedeutete die Verstärkung durch die Bundeswehr eine deutliche Entlastung bei der Kontaktermittlung und Kontaktpersonen-Betreuung.

Amtsärztin Dr. Carina Pilling sagte: „Unser oberstes Ziel ist es, die Infektionszahlen zu verringern. Entscheidend ist dabei auch die schnelle Ermittlung der Kontaktpersonen. Hier leistete die Bundeswehr eine hervorragende Arbeit.“ Pro Fall müssen teilweise 20 Kontakte und mehr abgearbeitet werden. Für diese Aufgaben sind Freundlichkeit und Fingerspitzengefühl erforderlich. Die Kontakt-Nachverfolger in Uniform durchlaufen daher vor ihrem Einsatz eine Schulung zum Containment-Scout.

Weiterhin externe Mitarbeiter im Einsatz

Auch nach dem Abschied der Bundeswehr sind im Gesundheitsamt weiterhin rund 40 externe Mitarbeiter im Einsatz, die sich mit dem Kontaktpersonen-Management beschäftigen. Die Soldaten halfen aber nicht nur in den Gesundheitsämtern. Sie arbeiten auch im Impfzentrum des Landkreises in Mittweida. Dort packen sie auch weiterhin mit an. Zehn Bundeswehrsoldaten unterstützen den reibungslosen Ablauf im Impfzentrum, helfen den Impflingen bei der Orientierung und beantworten Fragen.

René Illig vom DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen leitet das Impfzentrum und freut sich über die tatkräftige Unterstützung durch die Bundeswehr. „Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und den zivilen Mitarbeitern klappt sehr gut. Alle sind unterdessen ein eingespieltes Team.“

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Der Artikel wurde am 9. Juni 2021, um 17 Uhr, aktualisiert.

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