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Döbeln

Mittweida: Erstimpfungen ab sofort ausgesetzt

Termine, die bereits im Impfzentrum gebucht sind, muss das DRK absagen. Zweitimpfungen sind gesichert.

Nachdem bereits der Impfstoff von Biontech knapp war, wurde nun auch das Impfen mit AstraZeneca ausgesetzt.
Nachdem bereits der Impfstoff von Biontech knapp war, wurde nun auch das Impfen mit AstraZeneca ausgesetzt. © Symbolfoto/dpa

Mittelsachsen. Nachdem die Bundesregierung die Corona-Impfungen mit AstraZeneca ausgesetzt hat, zieht auch das DRK Döbeln-Hainichen die Reißleine.

„Es gibt vorerst keine Erstimpfungen mehr“, sagt René Illig, der vom DRK für das Impfzentrum Mittweida verantwortlich ist. Denn auch von Biontech ist nur noch so viel Impfstoff vorhanden, dass die nötigen Zweitimpfungen abgesichert werden können.

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Alle, die in den nächsten Tagen einen Erstimpftermin in Mittweida gebucht haben, brauchen den Weg nicht auf sich zu nehmen. Wann feststeht, wie es weitergeht, konnte Illig noch nicht sagen.

Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts hat die Bundesregierung die Corona-Impfungen mit AstraZeneca vorsorglich gestoppt. Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa, hält das Paul-Ehrlich-Institut weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken.

Entwicklung der Impfpläne wird zurückgeworfen

Das Sozialministerium hat aufgrund dieser Information des Bundes unverzüglich das Deutsche Rote Kreuz Sachsen, die Sächsische Landesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, die leitenden Krankenhaus-Apotheker bei den Maximalversorgern sowie die Sächsische Impfkommission darüber informiert, dass sämtliche Impfungen mit AstraZeneca sofort bis zur endgültigen Klärung gestoppt werden müssen.

Dazu erklärt Staatsministerin Petra Köpping: »Sicherheit geht vor. Daher haben wir nach der Information durch die Bundesregierung sofort die Ärzteverbände und das Deutsche Rote Kreuz informiert.

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In den Impfzentren und auch bei unserem Modellprojekt bei niedergelassenen Ärzten darf der Impfstoff AstraZeneca ab sofort vorerst nicht mehr verimpft werden. Ich setze auf eine zügige Klärung. Natürlich wirft diese Entwicklung unsere Impfpläne gehörig zurück.«

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