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Mittelsachsen: Bis zu fünf mobile Impfteams geplant

Die Teams immunisieren Personal und Bewohner in Heimen gegen das Coronavirus. Doch auch das ist derzeit eine Herausforderung.

David Lehr vom Malteser Hilfsdienst aus Burgstädt ist für die mobilen Impfteams in Mittelsachsen verantwortlich.
David Lehr vom Malteser Hilfsdienst aus Burgstädt ist für die mobilen Impfteams in Mittelsachsen verantwortlich. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Sie waren die ersten, die in Mittelsachsen Impfungen durchgeführt haben, die Mitglieder des mobilen Impfteams. Seit Silvester ist das Team komplett, am 4. Januar hatte der erste Impfeinsatz stattgefunden, informierte David Lehr vom Maltester Hilfsdienst aus Burgstädt. Er hat in Mittelsachsen die Koordination der mobilen Impfteams übernommen.

Jene bestehen nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums aus drei medizinischen Mitarbeitern, davon mindestens einem Arzt und einem medizinischen Fachangestellten, der den Impfstoff aufbereitet sowie zwei Helfern zur Unterstützung und Dokumentation. Das nichtmedizinische Personal wird dabei gestellt durch die Malteser, Johanniter-Unfall-Hilfe, den Arbeiter-Samariter-Bund (ABS), die Bundeswehr und durch das DRK.

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Analog werden auch in Zukunft andere Verbände Personal für mobile Impfteams in Mittelsachsen stellen. Derzeit ist nur ein solches Team im Landkreis unterwegs, ab 20. Januar soll ein weiteres Team mit Kräften der Malteser mit dem Impfen beginnen. Team 3 soll perspektivisch nach Angaben Lehrs von Kräften des ASB begleitet werden, Team vier von den Maltesern, Team fünf von den Johannitern.

Aufgabe der Impfteams ist vorwiegend die Impfung von Bewohnern und Personal in stationären Pflegeeinrichtungen. Am 9. Januar sind nach Angaben von René Illig vom DRK-Kreisverband Döbeln-Hainichen, dem Koordinator des Impfzentrums, auch 96 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten und ambulanten Pflegediensten von dem mobilen Impfteam versorgt worden. Auch in Behinderteneinrichtungen sowie in Kurzzeitpflegen seien sie im Einsatz, ergänzte Lehr.

Alle Formalitäten müssen vorliegen

In Summe seien knapp 150 bis 160 Einrichtungen in Mittelsachsen anzusteuern. Doch das ist laut Lehr eine Herausforderung, vor allem für die Einrichtungen. Denn die Impfteams könnten erst anrücken, wenn alle Formalitäten geklärt sind.

Für das Personal in den Häusern bedeutet das ein immenser organisatorischer Aufwand. Für jeden zu Impfenden müsse neben der Einverständniserklärung und einem Aufklärungsbogen unter anderem auch ein Anamnesebogen vorliegen. Bei einigen Bewohnern muss hier zudem der zuständige Betreuer Zuarbeit leisten.

Am Montag war, so Lehr, beispielsweise kein Pflegeheim auf den Einsatz eines Impfteams vorbereitet, sodass das Team nicht ausrücken konnte. Das war erst am Dienstag wieder der Fall.

Ziel sei es, jede Einrichtung nur zweimal anzufahren: einmal für die Erstimpfung, ein weiteres Mal für die Zweitimpfung.

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Bis zu 100 Impfdosen sollen die mobilen Impfteams zunächst pro Tag zur Verfügung gestellt bekommen. Wie viele tatsächlich an einem Tag mit in eine Einrichtung genommen werden, richte sich aber nach der Zahl der angemeldeten Impfungen.

Laut Lehr sei die Impfbereitschaft in den Einrichtungen hoch, sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Mitarbeitern. Trotzdem gebe es auch immer wieder Skepsis, sagte David Lehr.

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