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Auf oder zu? Das ist hier die Frage!

Hoch motiviert öffnen weitere Museen in Dresden, wenn auch nur für kurze Zeit. Was Besucher jetzt wissen müssen.

Einblicke in die Sammlung Hoffmann gibt die Ausstellung „Still alive“ im Dresdner Albertinum. Hier die Arbeit von Chiharu Shiota "Innen-Außen" mit Fenstern, die in den 1990er-Jahren aus Berliner Häusern ausgebaut worden waren.
Einblicke in die Sammlung Hoffmann gibt die Ausstellung „Still alive“ im Dresdner Albertinum. Hier die Arbeit von Chiharu Shiota "Innen-Außen" mit Fenstern, die in den 1990er-Jahren aus Berliner Häusern ausgebaut worden waren. © Oliver Killig

Nach der Gemäldegalerie Alte Meister und dem Grassimuseum für Völkerkunde in Leipzig öffneten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) am Freitag weitere Museen und zeigen zwei Sonderausstellungen im Albertinum, „1 Million Rosen für Angela Davis“ im Lipsiusbau, empfangen Besucherinnen und Besucher im Residenzschloss, in den Museen im Zwinger und im Jägerhof mit dem Museum für Sächsische Volkskunst.

Generaldirektorin Marion Ackermann sagt: „Selbst wenn es bedeuten könnte, dass das nur wenige Tage möglich ist, wollten wir diese Chance nutzen, denn es sind wichtige Schritte, die Hoffnung machen - für unser Publikum und uns selbst. Und wir können zeigen, dass die Bedingungen in unseren Museen extrem safe sind.”

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Zur Verstärkung ihres Teams sucht die A4RES Gruppe Bautzen eine neue Teamassistenz im Backoffice (m/w/d).

Diese Arbeit von Felix Gonzalez-Torres ist ein Lutschobjekt. Aber die Bonbons schützen nicht vor Corona. „Untitled“ (Placebo-Landscape-for Roni) entstand 1993.
Diese Arbeit von Felix Gonzalez-Torres ist ein Lutschobjekt. Aber die Bonbons schützen nicht vor Corona. „Untitled“ (Placebo-Landscape-for Roni) entstand 1993. © dpa-Zentralbild/Robert Michael

Sich vorab ein Ticket zu buchen ist zwingend notwendig, um Abstand halten zu können und im Fall des Falles zu wissen, wer wann wo gewesen ist.

Im 1720 gegründeten Kupferstich-Kabinett wird das 300-jährige Bestehen nun noch ein wenig länger gefeiert. Die Ausstellung “Crossing Borders. Sammeln für die Zukunft” zeigt, wohin die Reise geht – nämlich auch in Arbeiten auf und aus Papier in die dritte Dimension. Längst haben Grafiker, Zeichner, Fotografen Museumswürdiges geschaffen, das sich nicht mehr als Flachware im Grafikschrank lagern lässt. Damit überschreiten sie immer wieder Grenzen, öffnen neue Denkräume und mischen sich ein in die gesellschaftlichen Debatten. Zu sehen sind zum Beispiel Arbeiten des Tänzers und Choreographen William Forsythe, des Fotografen Andreas Rost, von Isa Genzken und Lutz Dammbeck, von Jacqueline Merz und Olaf Holzapfel, von Stephanie Lüning und Patricia Westerholz.


Nanu, hier fehlt doch was?! Die Arbeit von Georg Herold entstand 1990 und trägt den seltsamen Titel "Weil sie zwischen den Beinen anders aussehen (German Problem - Not Yours)".
Nanu, hier fehlt doch was?! Die Arbeit von Georg Herold entstand 1990 und trägt den seltsamen Titel "Weil sie zwischen den Beinen anders aussehen (German Problem - Not Yours)". © Oliver Killig


Das Albertinum gibt im Salzgassenflügel erstmals einen größeren Einblick in die Schenkung, die die Berliner Sammlerin Erika Hoffmann-Koenige 2018 den SKD übereignete. Einzelne Arbeiten des insgesamt 1.200 Werke umfassenden Bestandes waren und sind als Interventionen in den Museen der SKD und darüber hinaus in der Reihe „Ortsgespräche“ in Sachsen zu sehen. „Still alive“ präsentiert nun 65 Werke von 40 Künstlern und Künstlerinnen. Es geht in den Arbeiten um Lebendigkeit und Vergänglichkeit, um Veränderung und Erinnerung.

Und auch wenn die Ausstellungen am Donnerstag schon wieder schließen und nicht sicher ist, ob sie nach Ostern wieder öffnen, zeigen die SKD, dass hinter den Kulissen fürs Publikum gearbeitet wird. Sogar mehr denn je, wird behauptet.

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Freikartenberechtige (z. Bsp. Inhaber von Jahreskarten, Mitglieder von Freundeskreisen, Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit Merkzeichen „B“ im Ausweis) wenden sich bitte telefonisch an 0351-49142000 oder schreiben eine E-Mail mit den gewünschten Besuchsdaten an [email protected].

Nichts ist für die Ewigkeit, nicht einmal Kunst: "Skulptur vom Sockel erschlagen (Pfannkuchentheorie)" heißt diese Arbeit von Georg Herold.
Nichts ist für die Ewigkeit, nicht einmal Kunst: "Skulptur vom Sockel erschlagen (Pfannkuchentheorie)" heißt diese Arbeit von Georg Herold. © dpa-Zentralbild/Robert Michael

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