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Coronavirus-Mutation in Sachsen angekommen

Die Virus-Mutation aus Großbritannien hat den Freistaat erreicht. Aus Sicht der Gesundheitsministerin muss das Folgen fürs Impfen haben.

Die zuerst in Großbritannien entdeckte und inzwischen in weiteren EU-Staaten nachgewiesene neue Corona-Variante B.1.1.7 bereitet Virologen Sorgen.
Die zuerst in Großbritannien entdeckte und inzwischen in weiteren EU-Staaten nachgewiesene neue Corona-Variante B.1.1.7 bereitet Virologen Sorgen. © www.pixabay.de

Dresden. Nachdem in Sachsen erstmals die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien nachgewiesen worden ist, fordert Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) eine Änderung der Impfstrategie. "Bisher erfolgt die Verteilung des Impfstoffes nach der Einwohnerzahl der Bundesländer. Ich glaube, dass auch andere Faktoren bei neuen Lieferungen eine Rolle spielen sollten", sagte die Ministerin laut Mitteilung vom Donnerstagabend. Dafür wolle sie sich beim Bund einsetzen, erklärte eine Sprecherin.

Aus Sicht der Ministerin muss beispielsweise ein hoher Anteil an älteren Menschen berücksichtigt werden. In Sachsen lebten eine Million Menschen, die älter als 65 Jahre seien. "Sie müssen schnell besonders geschützt werden", so Köpping. "Wir brauchen daher schneller mehr Impfstoff."

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Zuvor hatte das Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass die Mutation des Coronavirus bei einer Person aus Dresden aufgetreten sei, die aus Großbritannien zurückgekehrt war.

Neue Variante deutlich ansteckender

Das Gesundheitsamt gehe nicht davon aus, dass die Gefahr einer weiteren Verbreitung bestehe, hieß es. Die betroffene Person habe sich nach der Ankunft in Dresden sofort in Quarantäne begeben. Die Virus-Variante sei durch ein stichprobenartiges Screening positiver Proben beim Robert Koch-Institut nachgewiesen worden, hieß es.

Erstmals war die Corona-Mutation aus England in Deutschland an Heiligabend nachgewiesen worden. Betroffen war eine Frau in Baden-Württemberg, die aus Großbritannien eingereist war. Die Variante ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern deutlich ansteckender als die bisher bekannte Version.

In Sachsen lag die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 269,8. Der Wert gibt an, wie viele Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet worden sind. Sachsen bleibt damit wie seit Wochen schon Negativ-Spitzenreiter. Bundesweit lag der wichtige Corona-Kennwert nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 122. Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gegeben hat.

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Nach Angaben des Gesundheitsministerium vom Mittwoch sind für Sachsen vom Bund bis Ende des Monats 102.375 Impfdosen angekündigt. Zur Gruppe mit der höchsten Priorität zählen demnach rund 457.000 Menschen. Vom nächsten Montag an sollen auch die Impfzentren in zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten öffnen. Bisher waren nur mobile Impfteams im Freistaat unterwegs. (dpa)

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