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Corona: Die Nerven liegen blank

In dieser Ausnahmezeit bleiben Konflikte nicht aus. Die kann man so und so klären, wie das Beispiel eines Pflegeheims in Pirna zeigt. Ein Plädoyer für Verantwortung.

© dpa

Die Nerven liegen blank. Bei allen. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. In Familien, Schulen, Geschäften, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wie dem Alexa in Pirna. Überall. Und jeder geht anders damit um. Das ist normal. Denn jeder hat seine Erfahrungen, seine Ängste, seine Meinung. Damit umzugehen erfordert in diesen Zeiten mehr Mitfühlen und Mitdenken als sonst. Ob anonyme Vorwürfe der geeignete Weg sind, ist zu bezweifeln. Doch sie sind ein Zeichen mangelnden Vertrauens. Dem sollte sich die Geschäftsleitung, auch wenn sie alle Vorwürfe entkräftet, stellen.

Die Nerven liegen blank. Das hat seine Ursachen. Es ist viel Unsicherheit in unserem Alltag. Was ist morgen? Was ist richtig und was falsch? Was ist wahr und was nicht? Sich dazwischen zurechtzufinden wird zur Gratwanderung und der Auseinandersetzung immer wieder mit sich selbst. Auf der Suche nach dem eigenen Platz im Gewirr von Regelungen, Vorschriften und den eigenen Wünschen und Bedürfnissen kann man sich verlieren und verirren. Was dabei nicht verloren gehen darf, ist die gegenseitige Achtung.

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Die Nerven liegen blank. Das ist keine Entschuldigung und keine Rechtfertigung für Beschuldigungen und Vorwürfe. Zuerst einmal davon auszugehen, dass der andere seinen Job so gut macht, wie er unter diesen Bedingungen nur kann, ist ein Schritt aufeinander zu, ein Schritt, gemeinsam diese Situation zu bewältigen. Dazu gehört auch, kritisch zu hinterfragen und Antworten gelten zu lassen, die eigenen Vorstellungen widersprechen. Verantwortung ist nicht das, was anderen fehlt, wenn man es selbst nicht hat. Mit anderen Worten: Bevor man nach der Verantwortung anderer fragt, sollte man die eigene wahrnehmen.

Die Nerven liegen blank. Und das werden sie noch eine Weile. Wir entscheiden heute, wen wir morgen im Spiegel sehen.

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