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Neuer Corona-Fall an Dresdner Grundschule

Ein Drittklässler wurde positiv getestet. Nun beginnt die Ermittlung von Kontaktpersonen. Wie diese funktioniert.

In Dresden ist ein weiterer Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden.
In Dresden ist ein weiterer Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. © dpa/Arne Dedert (Symbolfoto)

Dresden. Zwei Wochen nach Beginn des neuen Schuljahres hat das Dresdner Gesundheitsamt am Freitag einen weiteren infizierten Schüler gemeldet.

Betroffen ist die 19. Grundschule "Am Jägerpark" in der Radeberger Vorstadt. Dort hat sich ein Schüler der dritten Klasse angesteckt. Der Fall sei seit Freitag bekannt, so das Gesundheitsamt. Die Behörde ermittle nun alle Kontaktpersonen. Die Schule sei bereits informiert. Die Eltern werden schnellstens in Kenntnis gesetzt.

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Für das infizierte Kind und die Personen, die engen Kontakt zu ihm hatten, wird eine Quarantäne bis einschließlich 23. September angeordnet. Wie viele Menschen insgesamt zu Hause isoliert werden, teilte das Amt nicht mit.

Aktuell befinden sich mehr als 230 Schüler und Lehrer in Quarantäne. So hatte sich ein Elftklässler des St.-Benno-Gymnasiums infiziert. Daraufhin wurden die komplette elfte Klassenstufe, drei Schüler der zwölften Klasse, drei Lehrer und die Familie des Schülers unter Quarantäne gestellt. Einen weiteren Corona-Fall gibt es am Cottaer Gymnasium. Auch dort befindet sich die ganze elfte Klassenstufe nun zu Hause. Durch Zufall, im Rahmen einer Corona-Studie, war ebenfalls ein Fall an der 25. Grundschule in Striesen entdeckt worden. Dort sind die Schüler einer dritten Klasse sowie eine Lehrerin und eine Hort-Erzieherin isoliert.

Die Risikobeurteilung von Kontaktpersonen sei äußerst aufwendig, so das Gesundheitsamt. Die Behörde nehme zu jedem einzelnen positiv Getesteten persönlich Kontakt auf. "Akribisch werden die Kontakte erfragt und diese wiederum mit fundiertem fachlichem Wissen beurteilt", heißt es. Diese Gespräche würden teilweise Stunden in Anspruch nehmen. "Diese Art der Kontaktermittlung ist nicht nur etwas, worum uns viele andere Länder beneiden, sie hat auch in Dresden dafür gesorgt, dass die Fallzahlen so niedrig sind."

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Nicht isoliert wird, wer keinen relevanten Kontakt zu den Infizierten hatte. Dabei orientiere man sich an den Regeln des Robert-Koch-Instituts, so die Stadt. Dort heißt es, dass Personen, die sich zwar im selben Raum wie ein Infizierter, zum Beispiel einem Klassenzimmer, aufgehalten haben, aber keinen Gesichtskontakt mit ihm hatten, der länger als 15 Minuten dauerte, nur einem geringen Infektionsrisiko ausgesetzt gewesen seien. Eine Quarantäne wird demnach nicht empfohlen.

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