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Corona: Mehr Kinder in Notbetreuung

Über 20 Prozent der Kinder sind in den mittelsächsischen Einrichtungen. Der Kreis meldet am Mittwoch fast 400 neue Fälle. Es gibt auch 15 weitere Todesfälle.

Die Kitas und Horte der Region füllen sich langsam wieder. Immer mehr Familien nehmen die Notbetreuung in Anspruch.
Die Kitas und Horte der Region füllen sich langsam wieder. Immer mehr Familien nehmen die Notbetreuung in Anspruch. © Symbolbild: Archiv/Sebastian Schultz

Mittelsachsen. Immer mehr Eltern, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben, nehmen diesen in Anspruch. Auch darüber informierte das Landratsamt am Mittwoch.

Am 6. Januar haben sich demnach 2.500 Kinder in den Kitas sowie Horteinrichtungen befunden, normalerweise werden dort im gesamten Landkreis 11.200 Jungen und Mädchen betreut.

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Damit befinden sich knapp 22 Prozent der Kinder in der Notbetreuung. Vor Weihnachten waren es knapp sechs Prozent weniger, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises. "Bei den älteren Kindern im Hort sind es rund 10,4 Prozent und damit rund drei Prozentpunkte mehr", informierte der Landkreis.

Allerdings nehmen noch immer nicht alle Familien, die ihren Bedarf angemeldet haben, diesen auch in Anspruch. Demnach wären fast 32 Prozent der Kinder in den Einrichtungen.

Infrage kommt die Notbetreuung nur für Eltern, die bestimmten Berufen nachgehen. Welche das sind, hat der Freistaat festgelegt. Als systemrelevant gelten demnach zum Beispiel diejenigen, die im medizinischen Bereich oder in der Pflege tätig sind.

Auch während des ersten Lockdowns im Frühjahr haben zunehmend mehr Eltern auf die Notbetreuung zurückgegriffen. Auch, weil damals der Freistaat den Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert hatte. So befanden sich zu Beginn Mitte März knapp sieben Prozent der Kinder in der Notbetreuung, Ende April waren es 14 Prozent, einen Monat später nach Angaben des Landkreises 28 Prozent.

Kreis Mittelsachsen meldet deutlich mehr Fälle

Von 87 auf 394 hat sich die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle in dieser Woche entwickelt. Am Mittwoch meldete die Behörde eine so starke Steigerung wie unter der Woche zuletzt Mitte Dezember verzeichnet.

Die meisten neuen Nachweise gab es dabei im Bereich Mittweida mit 174 weiteren positiven Tests. Die Gesamtzahl an Nachweisen ist dort auf 4.778 gestiegen. Im Bereich Freiberg hat sich die Zahl um 123 auf 5.438 erhöht. Im Altkreis Döbeln beläuft sich die Steigerung auf 97 neue Nachweise auf nunmehr insgesamt 2.234.

Insgesamt haben sich damit seit Ausbruch der Pandemie in Mittelsachsen nachweislich 12.450 Menschen mit dem Virus infiziert.

15 weitere Todesfälle

Erhöht hat sich am Mittwoch auch die Zahl der Todesfälle, die bisher in Verbindung mit dem Virus beim Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Insgesamt haben damit bisher 233 Menschen im Rahmen der Pandemie ihr Leben verloren. Am Mittwoch sind 15 weitere dazugekommen.

Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes um fünf Frauen sowie zehn Männer im Alter zwischen 60 und 96 Jahren. "Alle hatten Vorerkrankungen", informierte der Landkreis.

Über 140 Patienten im Krankenhaus

Gesunken ist am Mittwoch die Zahl der Patienten in den mittelsächsischen Kliniken. So wurden laut der Statistik des Landkreises 146 Betroffenen derzeit stationär behandelt. Das sind 13 Personen weniger als am Dienstag. Von den Patienten in den Kliniken werden 23 beatmet.

Die Patientenzahlen in den Kliniken in Freiberg sowie Leisnig bestätigen die Entwicklung. So würden laut Dr. Ulrike Träger von der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen gGmbH derzeit zwischen 30 und 40 Covid-19-Patienten am Kreiskrankenhaus in Freiberg behandelt. In der Zeit vor Weihnachten waren es 40 bis 50.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

An der Helios-Klinik in Leisnig wurden am Mittwoch 29 Betroffene versorgt. Auch hier sind das im Schnitt zehn Erkrankte weniger als noch vor einer Woche.

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Von Entspannung will Ulrike Träger aber noch nicht sprechen. Die Mediziner rechnen noch damit, dass in den kommenden Tagen Patienten eingeliefert werden, die sich Weihnachten und Silvester angesteckt haben. Es würden in der Regel zwei bis vier Wochen dauern, bis jene Betroffene in den Kliniken ankommen, so Träger.

Personell gebe es eine geringe Entspannung, da die coronabedingten Ausfälle nicht mehr auf dem Maß wären, wie zuletzt im November oder Dezember, so die Sprecherin weiter.

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