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OB Hilbert kündigt Corona-Einschnitte in Dresden an

Corona hat auch Dresden fest im Griff. Nachdem Bund und Länder sich auf weitere Schritte verständigt haben, sagt OB Hilbert, er werde im Zweifel nicht warten.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sagt, die Tendenz der Corona-Infektionen ist weiter steigend.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sagt, die Tendenz der Corona-Infektionen ist weiter steigend. © Robert Michael/dpa

Dresden. Der Sommer mit den vergleichsweise wenigen erwiesenen Corona-Neuinfektionen in Dresden war laut Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) nur eine "kleine Atempause". Er unterstütze, dass Bund und Länder sich auf klare Regelungen verständigt haben. Allerdings steigen die Zahlen in Dresden zügig, deshalb könnte es wieder einen eigenen Dresdner Weg geben. Hilbert hatte im April, vor dem Land, Ausgangsbeschränkungen erlassen.

"Unsere Corona-Ampel zeigt gelb", so Hilbert. Das sei alles andere als beruhigend. Dass Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) das Beherbergungsverbot zwar aufgehoben, gleichzeitig aber weitere Regeln angekündigt hat, begrüße Hilbert.

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"Wenn ab dem Inzidenz-Wert von 35 Feiern und der Aufenthalt im Freien auf 25 Personen begrenzt und die Maskenpflicht erweitert wird, ist das richtig", so der OB. Auch eine Sperrstunde ab 23 Uhr begrüße er. 

Dass dann ab einem Wert von 50 sich nur noch maximal zehn Personen oder zwei Hausstände treffen dürfen, eine generelle Maskenpflicht angeordnet wird und kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf, ist für Hilbert ebenfalls nachvollziehbar.

"Sollten wir aber früher als in ganz Sachsen, in Dresden den Wert von 35 erreichen, kündige ich eine eigene Allgemeinverfügung an", legt sich Hilbert fest. Der Inzidenz-Wert ist die Zahl von nachgewiesenen Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Steigt der in Dresden über 35, werde Hilbert die sächsischen Regeln früher anwenden und nicht warten.

"Wir müssen die zweite Welle brechen, um eine unkontrollierte Ansteckung zu verhindern", appelliert Hilbert. "Und wir müssen einen weiteren Lockdown verhindern." 

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Die Schließungen von Geschäften wie im Frühjahr hätten die Betroffen zum Teil mit letzter Kraft überstanden, so der OB. "Auch das kulturelle Leben, Familien und Alleinerziehende waren besonders stark betroffen." Ob die Dresdner Wirtschaft und Stadtgesellschaft dies ein zweites Mal überstehe, sei unklar.

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