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So läuft der Kita- und Schulbetrieb in Ostrau

Für die Grundschule und die Kitas der Gemeinde verändern sich jede Woche die Corona-Regelungen. Das nervt nicht nur die Eltern.

Die Kita "Wiesenstrolche" in Ostrau musste über Ostern coronabedingt komplett schließen. Mittlerweile läuft der Betrieb wieder.
Die Kita "Wiesenstrolche" in Ostrau musste über Ostern coronabedingt komplett schließen. Mittlerweile läuft der Betrieb wieder. © Archiv/Dietmar Thomas

Ostrau. Vor allem Kinder belastet die Corona-Pandemie besonders: Diese Woche Schule, nächste Woche wieder nicht, Homeschooling mit Mama und Papa sowie keine Freunde treffen.

Auch in der Grundschule Ostrau sowie in den Kitas der Gemeinde gibt es immer wieder Unklarheiten oder knifflige Probleme zu lösen, wie die beiden Einrichtungsleiterinnen Angela Jurczyk und Andrea Winkler in der jüngsten Gemeinderatssitzung erzählten.

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Knapp 30 Kinder in Ostrauer Notbetreuung

So sei zwar die Kommunikation mit Kindern und Eltern soweit gut, doch die neuen Regelungen des Sächsischen Kultusministeriums „teilweise sehr verwirrend“. Grundschulleiterin Angela Jurczyk redet dabei vor allem gern über die Corona-Schnelltests, die die Schüler in der Schule regelmäßig verpflichtend durchführen müssen.

„Ich war ja froh, als es die Entscheidung gemeinsam mit dem Landesamt gab, dass wir die Teststation mit Spucktests direkt gegenüber der Schule nutzen durften. Spucken ist deutlich einfacher, als mit allen Stäbchen in die Nase zu schieben“, so Jurczyk. Bislang und auch weiterhin mussten die Schüler diese Tests zweimal in der Woche machen.

Seit Mittwoch ist die Dauer für Proben aus einem Testzentrum nur noch ein Tag gültig, die Stäbchen-Tests in der Schule jedoch drei Tage. „Das muss man nicht verstehen. Das heißt aber für uns, dass nun wieder mehr Schüler in der Schule sich testen müssen.“

Zur Verärgerung von Lehrern und Eltern. Derzeit sind knapp 30 Kinder der 1. bis 3. Klasse in der Notbetreuung der Grundschule. Dort gebe es pädagogische Hilfe bei den Lernaufgaben, damit Eltern entlastet werden.

Schwimmunterricht für Grundschüler läuft wieder an

Die Klasse 4 wird im Wechselunterricht unterrichtet – eine Woche Schule, eine Woche Homeschooling. „Das läuft mit Lernsax und Videokonferenzen relativ gut“, so die Grundschullehrerin. „Wenn Kinder fragen haben, dann versuchen wir diese so gut wie möglich über die Ferne zu beantworten.“

Helfen würde dabei auch, dass Lehrer nicht nur Arbeitsblätter für die gesamte Woche verteilen, sondern auch kleine Videos drehen, um schwierige Sachverhalte zu erklären.

Sehr hoffnungsvoll sieht Angela Jurczyk dem Schwimmunterricht entgegen, der nun laut Kultusministerium bald wieder anlaufen soll. „Schwimmen ist wichtig. Wenn es nötig ist, werden wir andere Fächer einsparen und den Schwimmunterricht hervorheben“, so Angela Jurczyk. Sie verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Schulhomepage, auf der sie schnellstmöglich alle wichtigen Neuerungen bekannt gibt.

Ostrauer Kita musste zeitweise komplett schließen

In den Kindertagesstätten der Gemeinde Ostrau sieht es dieser Tage sehr leer aus, wie Andrea Winkler zu berichten weiß. „Derzeit haben wir eine Auslastung von 50 Prozent in Kiebitz, 57 Prozent in Ostrau und 36 Prozent im Hort“, erklärt die Kita-Leiterin.

„Das sind Kinder, die Eltern in systemrelevanten Berufen und somit Anspruch auf Notbetreuung haben.“ Weiterhin gebe es eine regelmäßige Prüfung von Ausnahmeanträgen gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung.

Sollte der eingeschränkte Regelbetrieb wieder erlaubt werden, wird die Kita von7 bis 16 Uhr wieder öffnen. Dabei gelten, so Winkler, feste Gruppen und exakte Protokolle, um Infektionsketten schnell nachvollziehen zu können. Damit es ähnlich gut laufe, wie beim Vorfall rund um Ostern.

Über vier Tage musste die Kindertageseinrichtung dann komplett schließen. Hintergrund war dort vor allem das nicht ausreichende Personal. „Von 34 Mitarbeitern waren drei durch Schwangerschaften zu Hause, ein Mitarbeiter hatte Erziehungsurlaub, zwölf Kollegen waren in Quarantäne wegen einer Kontaktperson und 12 Mitarbeiter hatten sich infiziert“, erklärt Andrea Winkler. Darunter sei auch sie selbst gewesen.

Unter Rücksprache mit dem Bürgermeister musste die Kita Ostrau daraufhin komplett geschlossen werden. „Damit das nicht noch einmal soweit kommt, geben wir nun alles, um das zu verhindern“, so die Leiterin.

Zirkuswagen zum Spielen an der Kita Kiebitz

Positiv hebt Andrea Winkler hervor, dass während der Zeit der Lockdowns einige kleinere Bauarbeiten in den Einrichtungen durchgeführt werden konnten. So sei unter anderem das Treppenhaus in der Kita neu gestrichen und die gekauften Lärmschutzdecken eingezogen worden.

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Hinzu kommt ein gesponserter Zirkuswagen, der nun in Kiebitz steht, und darauf wartet bemalt zu werden. „Er wird dann zum Spielen dienen“, sagt Winkler. Wie Ortsvorsteherin Franziska Dinor weiß, werden Eltern bei der Gestaltung in den kommenden Wochen mithelfen.

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