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Die aktuelle Corona-Lage in Dresden

Die Zahl freier Intensivbetten sinkt, wieder gibt es neue Todesfälle. Derweil sind weniger Menschen auf den Straßen - aber mehr als im ersten Lockdown.

Weniger Menschen auf der Prager Sraße - aber mehr als im ersten Lockdown.
Weniger Menschen auf der Prager Sraße - aber mehr als im ersten Lockdown. © Sven Ellger

Dresden. Am Donnerstag muss die Stadt Dresden weitere Todesopfer beklagen. Das Gesundheitsamt meldete am Donnerstagmittag den 24. Sterbefall seit Montag, der auf das Coronavirus zurückgeführt wird. Das sind die neuesten Entwicklungen zur Corona-Pandemie in der Landeshauptstadt.

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Die neuesten Entwicklungen zu Corona in Dresden:

Weniger Betten auf Dresdens Intensivstationen

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag 211 neue Infektionen gemeldet. Damit haben sich seit Pandemie-Beginn im März bereits 7.163 Dresdner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem gibt es drei weitere Todesfälle. Damit sind seit Montag bereits 24 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Außerdem ist die Zahl freier, sofort verfügbarer Betten auf den Intensivstationen am Donnerstag deutlich gesunken, von 44 auf 33.

Seit Dienstag gelten neue Corona-Regeln in der Stadt. Sie werden noch einmal verschärft, wenn die 7-Tage-Inzidez an fünf Tagen hintereinander den 200er-Wert überschreitet. Am Donnerstag lag der Wert bei rund 196.

Alle Informationen zur Entwicklung der Zahlen sowie zu den Altersstrukturen der Infizierten lesen Sie hier. (SZ+)

Die Dresdner Corona-Regeln sind zu kompliziert

Das findet zumindest unsere Redakteurin Claudia Schade. In ihrem Kommentar fordert sie, einfach verschiedene Maßnahmen-Stufen einzuführen, unter denen sich jeder Bürger etwas vorstellen könnte. Außerdem kritisiert sie, dass Dresden bis heute keine Schilder aufgestellt hat, die auf die Maskenpflicht in Fußgängerzonen hinweisen. Andere Landkreise würden da einiges besser machen, meint Schade.

Veranstalter planen optimistisch für 2021

Dresdner Veranstaltungsagenturen hatten ein schwieriges Jahr - vor allem die fehlenden Einnahmen aus der Vorweihnachtszeit schmerzen. Deshalb setzen die Veranstalter auf 2021. Die Schlössernacht soll in einem ganz neuen Open-Air-Format stattfinden, außerdem soll die Galopprennbahn auch außerhalb der Renntage genutzt werden. Die Eislauf-Saison könnten zudem bis in den April verlängert werden, wenn das Wetter mitspielt - und auch sonst sind die Veranstalter schon voll in der Planung des kommenden Jahres.

Weniger Menschen unterwegs

Der zweite Lockdown funktioniert: Die Menschen bleiben häufiger zu Hause, das zeigen die Fußgänger-Zählstelle auf der Prager Straße und Zahlen der Dresdner Verkehrsbetriebe. Im Vergleich zum ersten Lockdown sind jedoch immer noch vergleichsweise viele Menschen unterwegs. Trotzdem mussten fast neun Prozent der Dresdner Läden in den Einkaufsmeilen während des zweiten Lockdowns vorübergehend schließen. Das liegt vor allem an den fehlenden Touristen - und die könnten sobald nicht wiederkommen.

Trotz Mundschutz-Pflicht sind auf der Prager Straße deutlich mehr Menschen unterwegs, als im Frühjahrslockdown.
Trotz Mundschutz-Pflicht sind auf der Prager Straße deutlich mehr Menschen unterwegs, als im Frühjahrslockdown. © Sven Ellger

Glühweintrinken nur noch bis 20 Uhr

Die neue Allgemeinverfügung der Stadt, die seit diesem Mittwoch und bis zum 28. Dezember gilt, verbietet das Glühweintrinken auf öffentlichen Straßen und Plätzen zwischen 20 und 7 Uhr. Das gilt für mehrere definiere Gebiete der Stadt, etwa die Äußere Neustadt und die historische Altstadt und bleibt, solange die Corona-Ampel bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen steht. In Dresden ist das seit dem 23. Oktober der Fall. Außerdem muss ab sofort in großen Teilen der Innenstadtauf den Straßen und Plätzen zwischen 6 und 24 Uhr Maske getragen werden.

Steigt der Zeiger der Corona-Ampel auf mehr als 200 und bleibt das fünf Tage hintereinander so, dann gelten weitere Einschränkungen. (SZ+)

Corona-Haushalt: Fernsehturmgeld anders ausgeben

Der CDU-Kreisvorstand stellt angesichts der Corona-Kosten den städtischen Anteil an der Finanzierung für die Sanierung des Fernsehturms infrage. Die knapp sieben Millionen sollten für andere Posten ausgegeben werden, meint die Jugendorganisation der Partei, die Junge Union. Der CDU-Kreisvorstand unterstützt diese Position, betont aber, er stehe weiter um Fernsehturm.

Die Partei hat einen anderen Finanzierungsvorschlag. (SZ+)

Auch die Freien Wähler kritisieren den geplanten Doppelhaushalt. Dabei spare die Stadt an der falschen Stelle, sind sie überzeugt und werfen Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) vor, mit "Taschenspielertricks" zu arbeiten.

Mehr zur Kritik der Freien Wähler lesen Sie hier. (SZ+)

Kontaktermittlungen an Schulen und Kitas

Mit Stand vom Mittwochmittag befinden sich 2.395 Menschen aus Gemeinschaftseinrichtungen in Quarantäne. Den Großteil machen Schüler und Lehrer aus, 1.350 müssen zu Hause bleiben. Hinzu kommen 690 Kinder und Erzieher aus Kitas.

Allerdings geben diese Zahlen nicht immer die aktuelle Lage in den Einrichtungen wieder. Zum Teil wird für eine Schule angezeigt, dass noch weitere Quarantäne-Fälle ermittelt werden, obwohl die betroffenen Familien längst informiert sind und die Kinder daheim betreut werden. Andere Schulen, die Quarantäne-Fälle haben, tauchen in der Übersicht noch nicht auf.

Außerdem gelten Quarantäne-Anordnungen für 355 Personen in 22 Pflegeheimen. Nur eine Person ist in einer Asylunterkunft in Quarantäne.

Wohin mit 50.000 Striezelmarkt-Tassen?

Die Tassen sind in diesem Jahr ein besonderes Sammlerstück: Der Striezelmarkt fällt flach, doch die Glühweintassen gibt es trotzdem. 50.000 Stück hat die Stadt in diesem Jahr bei der Keramikmanufaktur Kannegießer in Neukirch in der Oberlausitz produzieren lassen.

Eigentlich sollten die Tassen wie jedes Jahr gegen Pfand an alle Glühweintrinker auf dem Striezelmarkt ausgegeben werden, doch dann kam die Absage des Marktes. Bis zum nächsten Striezelmarkt werden die Tassen allerdings nicht eingelagert. Schon in dieser Adventszeit dürfen die Dresdner daraus Glühwein trinken.

Die Striezelmarkttassen wurden in der Oberlausitz hergestellt - handgefertigt wurden allerdings nur die 586 limitierten Tassen.
Die Striezelmarkttassen wurden in der Oberlausitz hergestellt - handgefertigt wurden allerdings nur die 586 limitierten Tassen. © Anna Borkert

Alle Kruzianer werden auf Corona getestet

Der Dresdner Kreuzchor hat seine für Samstagabend geplanten Auftritte in den beiden Vespern der Kreuzkirche wegen Corona-Infektionen im Ensemble abgesagt. Vier Kruzianer seien positiv auf das Virus getestet worden, teilte der berühmte Knabenchor in Dresden mit. Die traditionelle Adventsvesper in der Kreuzkirche sollte aber dennoch stattfinden. Anstelle der Chormusik stand Orgel- und Trompetenmusik auf dem Programm.

Kreuzkantor Roderich Kreile erklärte, bis Mittwoch seien alle Proben abgesagt: "Die Sicherheit und die Gesundheit aller gehen vor." Nachdem am Montag vergangener Woche ein positiver Fall im Evangelischen Kreuzgymnasium bekannt geworden war, waren zunächst alle Kruzianer der betroffenen Klassenstufe von den Proben befreit worden.

Zudem wurden alle Kruzianer dieser Klassenstufe auf Corona getestet. Die Tests erfolgten am Freitag. Die Leiterin des Alumnats, Martina Schellhorn, habe umgehend das Gesundheitsamt, die Schulleitung und die Leitung der Kreuzkirche informiert.

Der Kreuzchor singt derzeit in Klassenverbünden, mit Abstand zwischen den Sängergruppen. Für die Vespern waren jeweils knapp 60 Sänger eingeteilt. (epd)

Das erste Adventswochenende auf dem Altmarkt

Am Sonntag ab 17 Uhr erstrahlten Pyramide, Schwibbogen und Baum auf dem Altmarkt zum ersten Mal im Lichterglanz. Vergangene Woche schon hätte dort der Striezelmarkt eröffnen sollen. Kommt trotzdem so etwas wie Weihnachtsstimmung auf? Ein Report zwischen Waffeln, Seifenblasen und Sicherheitsdienst.

Wo sich eigentlich Tausende Striezelmarktbesucher drängen sollten, kämpfte ein einsamer Seifenblasenkünstler um Aufmerksamkeit.
Wo sich eigentlich Tausende Striezelmarktbesucher drängen sollten, kämpfte ein einsamer Seifenblasenkünstler um Aufmerksamkeit. © Christian Juppe

Dresdner Kitas kürzen Öffnungszeiten

Die Dresdner Kitas sind weiterhin geöffnet. Erzieher und Kinder müssen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, aber in den Einrichtungen wird viel unternommen, damit sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet. Und doch gibt es auch hier Corona-Fälle - was wiederum Folgen für alle Kinder und Erzieher hat.

Dresdens Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (CDU) zieht aus den vergangenen Monaten Bilanz. "Seit dem Ausbrechen der Corona-Pandemie waren 148 Erzieherinnen und Erzieher des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen von einer durch das Gesundheitsamt angeordneten häuslichen Quarantäne betroffen", berichtet er.

Nicht immer kann der Personal-Ausfall kompensiert werden.

Geänderte Pläne für die Frauenkirche

Die große Christvesper vor der Frauenkirche wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Geplant ist stattdessen ist eine Vesper in der Frauenkirche geplant, die im Fernsehen übertragen werden soll. Wie die evangelische Kirche mit den Vespern an Heiligabend umgehen will, steht weitestgehend fest. Alle Details erklärt Landesbischof Tobias Bilz in einem Interview. (SZ+)

Test-Hilfe im Seniorenheim

Das Dresdner ASB-Seniorenheim "Am Gorbitzer Hang" braucht Hilfe bei den Corona-Tests im Haus. Unterstützen können Fachkräfte aus den Bereichen Medizin, Pflege und Sanitätsdienst sowie Medizinstudierende ab dem fünften Semester. So soll möglich werden, dass Besuche weiterhin möglich sind und alle - also die Besucher, die Bewohner und die Pfleger - zugleich bestmöglich geschützt werden. Dafür haben sich die Verantwortlichen des Seniorenheims einen besonderen Dank überlegt.

Schifffahrt muss weiter pausieren

Die Ausflugsschiffe auf der Elbe können bis mindestens zum 20. Dezember nicht fahren. Das bedeutet, dass nun auch viele Fahrten mit dem sogenannten Glitzerschiff gestrichen sind, die eigentlich in der Adventszeit stattfinden sollten. Dabei handelt es sich um ein eigens dafür geschmücktes Salonschiff.

Was die Weiße Flotte nach dem 20. Dezember erwartet, lesen Sie hier. (SZ+)

Gesund durch den Lockdown-Light

Der zweite Lockdown ist anstrengender als der erste. Darin sind sich Gesundheitsexperten einig. "Diesen zweiten Lockdown werden viele nicht überleben", sagt Carsten Krzysztofek, der Senioren und kranke Menschen wieder fit macht. Doch die drastischen Worte gelten der wirtschaftlichen Situation vieler Trainer und Vereine.

Für die Gesundheit hingegen lässt sich einiges tun. Was, das verrät Krzystofek hier.

Striezelmarkt-Absage: Wie reagieren die Händler?

Für viele Händler kam die Absage des Striezelmarkts am Freitag nicht überraschend, der Umsatz fehlt trotzdem. An Alternativen mangelt es jedoch nicht.

Lesen Sie hier, was die Händler sagen und wie sie sich helfen wollen.

Gesundheitsamt: Quarantäne im Akkord

Im Dresdner Gesundheitsamt laufen die Corona-Programme heiß. Sieben Tage in der Woche - und im früheren Robotron-Komplex an der Lingnerallee, direkt am Skatepark, hat vor drei Wochen eine weitere Außenstelle des Dresdner Gesundheitsamtes die Arbeit aufgenommen. Derzeit helfen hier 17 Studenten von der Hochschule Meißen aus. Platz ist für 22 Leute. Jeder, der helfen kann, soll helfen.

Lesen Sie hier das Protokoll eines aussichtslosen Kampfes.

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