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Corona in Dresden: Die aktuelle Lage

Deutlich mehr Corona-Fälle am Freitag, Hunderte Verstöße gegen die Maskenpflicht, Dresdens erster Corona-Haushalt - das Wichtigste im Überblick.

Der kühle, regnerische Herbst hat begonnen. Mit ihm dürften die Corona-Fallzahlen wieder stärker zunehmen. In Dresden ist das bereits am Freitag passiert.
Der kühle, regnerische Herbst hat begonnen. Mit ihm dürften die Corona-Fallzahlen wieder stärker zunehmen. In Dresden ist das bereits am Freitag passiert. © dpa/Robert Michael

Dresden. Die Dresdner-Infektionskurve steigt. So viele neue Fälle wie am Freitag musste das Dresdner Gesundheitsamt seit Anfang April nicht mehr vermelden. Das sind die neuesten Entwicklungen in der Zusammenfassung.

16 neue Infektionen am Freitag

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 16 weitere Corona-Nachweise gemeldet. Damit haben sich seit dem 7. März insgesamt 808  Dresdner nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert. 735 von ihnen gelten inzwischen als genesen. Das sind fünf mehr als noch am Donnerstag. 

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Unter den Neu-Infizierten von dieser Woche befinden sich auch vier Dresdner im Alter von über 80 Jahren. Fünf Menschen müssen aktuell stationär versorgt werden - zwei mehr als am Donnerstag. Die Corona-Ampel zeigt aber weiterhin Grün.

Hier finden Sie alle Zahlen zur Corona-Pandemie in Dresden im Überblick.

Hunderte Verstöße gegen die Maskenpflicht

Das Ordnungsamt kontrolliert seit dem 1. September 2020 die Einhaltung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Läden und Geschäften. Wer keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt oder bei wem diese nicht korrekt sitzt, wird von den Mitarbeitern direkt angesprochen und auf die Maskenpflicht hingewiesen. Bisher gab es 1.789 Verstöße. Dabei wird auch nach ärztlichen Attesten und Schwerbehindertenausweisen gefragt, weil diese von der Maskenpflicht befreien können. Das teilt die Stadtverwaltung am Freitag mit.

OB Hilbert: "Mit blauem Auge durch die Corona-Krise"

Haushaltspläne sorgen immer für Diskussionen und Verteilungskämpfe. Der Dresdner Plan für 2021/2022 wohl insbesondere. Denn es ist der erste seit dem Beginn der Corona-Krise. Einbrechende Steuereinnahmen und immense Mehrkosten müssen einberechnet werden. "Wir werden voraussichtlich mit einem blauen Auge durch die Corona-Krise und das Jahr 2020 kommen", erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Donnerstag. "Allerdings werden alle Bereiche mit etwas weniger Geld auskommen müssen." Dann schaffe es Dresden ohne Neuverschuldung. Ihren Teil müssten auch die Dresdner selbst beitragen. So sollen Park-, Abwasser und Müllentsorgungsgebühren steigen. Wie viel Geld für Investitionen bleibt und wofür es ausgegeben werden soll, stellte Hilbert ebenfalls am Donnerstag vor.

Ringen um den Semperopernball

Wegen Corona ist der Wiener Opernball abgesagt worden. Aber wie steht es um Dresdens große Ballnacht? Wird der Semperopernball stattfinden können? Immerhin feiern und tanzen rund 2.500 Gäste im großen Ballsaal, in den Rängen und zahlreichen Probensälen. Das ist aber nicht die einzige Hürde. Was der Ball-Verein zur Absage seines Wiener Pendants sagt.

Wann muss der Striezelmarkt abgesagt werden?

Noch ist unklar, ob und unter welchen Bedingungen der Striezelmarkt Ende November stattfinden kann. Nicht nur, dass Organisatoren die Maskenpflicht kritisieren, die Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) für alle Dresdner Weihnachtsmärkte fordert. Man wolle die Pflicht auch durchsetzen, ließ das Stadtoberhaupt am Dienstag durchblicken. Zu einer Komplett-Absage könnte das führen, was Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) fordert. Damit die Märkte stattfinden können, will die Ministerin einen Wert herabsenken. "Weihnachtsmärkte sollen stattfinden, solange der Wert von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen nicht überschritten wird", so die Ministerin. Bisher gilt eine Grenze von 35 Neu-Infektionen innerhalb einer Woche. Die Kritik an diesem Plan ist groß.

Dresdner Hutball nochmal verschoben

Der Ausweichtermin war schnell gefunden: Am 20. und 21. November sollten Hutball und "Party vorm Ball" stattfinden, da zum ursprünglichen Datum am 20. und 21. März die Corona-Infiziertenzahlen in Dresden bereits immer weiter stiegen. Nun ist klar, dass auch dieser neue Termin nicht gehalten werden kann. "Da die Lage weiterhin ungewiss bleibt und eine Durchführung im gewohnten Umfang nicht möglich ist, ist eine erneute Verlegung des 25. Hutballs und der 'Party vorm Ball' unumgänglich", teilen die Veranstalter am Dienstagabend mit. Zwei Alternativ-Termine stehen bereits fest. 

Dresden-Tourismus erholt sich im Sommer langsam

In den Sommerferienmonaten Juni und Juli übernachteten insgesamt eine Viertelmillion Menschen in Dresden. Das ist zwar noch nicht so viel wie letztes Jahr um diese Zeit. Doch die Übernachtungs- und Gästezahlen haben sich wieder etwas den Vorjahresständen angenähert, nachdem Urlaub in Dresden im März, April und Mai so gut wie unmöglich war. Die meisten Touristen kommen aus Deutschland. Woher genau, und aus welchen Ländern besonders viele ausländische Touristen in die Stadt strömen - das ist die Sommerbilanz.

Neuer Coronafall in einem Altenheim

In einem Alten- und Pflegeheim in Striesen ist seit Montag eine neue Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Die Patientin liegt aktuell im Krankenhaus, welches das Gesundheitsamt über den Befund informierte. Kontakt hatte sie nur in ihrem Wohnbereich zu einzelnen anderen Bewohnern und zum Pflegepersonal. Die Kontaktnachverfolgung dauert noch an. Tests der Kontaktpersonen werden über das Abstrich-Team des Gesundheitsamtes veranlasst.

Erster Weihnachtsmarkt abgesagt

Aufgrund der strengen Corona-Auflagen hat nun der erste Veranstalter seinen Weihnachtsmarkt in Dresden abgesagt. Thoralf Rank hat am Freitag "schweren Herzens" die Entscheidung getroffen, dass sein Weihnachtsmarkt in der Münzgasse und an der Frauenkirche in diesem Jahr nicht stattfinden wird, sagte er.  Alles Wichtige dazu und Reaktionen anderer Veranstalter finden Sie hier.

Coronafall in Kita

Nach vielen Fällen in Dresdner Schulen in den drei Wochen seit den Sommerferien, ist nun eine erste Kita in diesem September betroffen. In der städtischen Kindertageseinrichtung "Lisa" in Friedrichstadt gab es am Donnerstag einen positiven Corona-Nachweis. Mehr dazu lesen Sie hier.

Nun doch Maskenpflicht bei Pegida

Nach der Maskenpflicht für die Anti-Corona-Demonstrationen in Berlin gab es in Dresden ein Hin und Her. Zunächst hieß es, die Versammlungebehörde werde keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Demonstrationsteilnehmer in Dresden verhängen. Nun gibt es eine andere Entscheidung. Am Donnerstag bestätigte Ordnungsamtsleiter Ralf Lübs auf SZ-Anfrage, dass die Versammlungsbehörde die Maske für jeden Teilnehmer der Pegida-Versammlung am kommenden Montag per Auflage zur Pflicht gemacht hat. Wie die Behörde arguemntiert.

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