merken
Freischalten Dresden

Die aktuelle Corona-Lage in Dresden

Am Wochenende gibt es keine weiteren Sterbefälle. Die Polizei fährt am Samstag einen Großeinsatz gegen verbotene "Querdenken"-Demos.

Testen, testen testen: Zumindest die meisten Corona-Zahlen des Wochenendes sind in der Mehrzahl ermutigend.
Testen, testen testen: Zumindest die meisten Corona-Zahlen des Wochenendes sind in der Mehrzahl ermutigend. © dpa

Dresden. Das gesamte Wochenende über musste die Stadt keine weiteren Corona-Toten registrieren. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist sehr gering. Lediglich am Samstag mussten zwei Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 in eine Klinik gebracht und dort stationär gepflegt werden. Dabei blieb es.

Gleichzeitig geht das Impfen weiter. 62.509 Menschen sind in Dresden bereits einmal geimpft worden. Das teilt das Sächsische Sozialministerium mit. Das sind gut 13.200 mehr als noch vor einer Woche. Damit steigt der wöchentliche Schnitt. Im März lag in Dresden die Zahl der Erstimpfungen pro Woche noch zwischen 2.000 und 7.000. Zur größeren Geschwindigkeit trägt auch der Impfstoff von Astrazeneca bei.

Unterdessen erlebte Dresden nach den gerichtlichen Verboten gegen geplante "Querdenken"-Veranstaltungen einen Tag mit hoher Polizeipräsenz und nur kleineren Eskalationen.

Diese und weitere aktuelle Entwicklungen zu Corona in Dresden lesen Sie hier im Überblick.

Aktuelle Auskünfte zum Coronavirus:

🔸 Unser Push-Service zum Coronavirus 🔸

Wie entwickelt sich die Lage weltweit und in Sachsen? Über unsere Push-Benachrichtigungen hält Sie Sächsische.de über das aktuelle Geschehen in Sachen Coronavirus auf dem Laufenden. So abonnieren Sie den kostenlosen Push-Service.
(Leider nicht kompatibel für iPhone und iPad.)

DIE NEUESTEN ENTWICKLUNGEN ZU CORONA IN DRESDEN:

Wochenende ohne Corona-Todesfälle

In Dresden sind am Samstag und Sonntag keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Die Wocheninzidenz in Dresden liegt am Samstag bei 136,7.

Der große Überblick über alle aktuellen Zahlen und Entwicklungen zu Corona in Dresden.

"Querdenken": So lief der Samstag ab

Es sollte nicht wieder so kommen wie am 13. März. Damals waren gut 2.000 Anhänger der "Querdenken"-Bewegung trotz des Versammlungsverbots in Dresden unterwegs. Diesmal gelang es der Polizei größere Ansammlungen zu verhindern und den Tag weitgehend friedlich zu halten. Am Abend änderte sich das etwas.

Alles zur Situation am Samstag lesen Sie hier.

Das Tempo im Dresdner Impfzentrum, bei den mobilen Teams und in den Hausarztpraxen hat in den vergangenen Tagen deutlich angezogen. Bis zum Mittwochabend sind insgesamt 62.509 Menschen in Dresden einmal geimpft worden, teilt das Sächsische Sozialministerium mit. Das sind gut 13.200 mehr als noch vor einer Woche. Im März lag die Zahl der wöchentlichen Erstimpfungen in Dresden noch zwischen 2.000 und 7.000.

Ein Grund für den Schub dürfte die Ausweitung der Impfkampagne auf die Arztpraxen sein. In ganz Sachsen haben sich in der vergangenen Woche etwa 1.300 niedergelassene Ärzte beteiligt. Wie viele es in Dresden waren, konnte die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) auf SZ-Anfrage am Donnerstag zunächst nicht sagen. Dasselbe gilt für die Zahl der Menschen, die in der Stadt in ihrer Hausarztpraxis geimpft wurden. Außerdem bietet Sachsen seit der vergangenen Woche den 60- bis 69-Jährigen eine Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff an. Nächste Woche soll der Kreis der Impfberechtigten im Freistaat erneut erweitert werden.

Das Impf-Tempo zieht an

Freie Wähler fordern Immunitäts-Studie

Eine Corona-Immunitäts-Studie soll den tatsächlichen Stand der Verbreitung von Corona-Infektionen und die Immunität in der Dresdner Bevölkerung feststellen. Im Stadtrat gibt es einen Antrag, eine entsprechende Studie durchzuführen.

Die Forderung kommt von den Freien Wählern. Sie wollen, dass Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) mit den Dresdner Kliniken eine lokale Prävalenzstudie erstellen lässt. Dabei wird auf die als "Corona-Vorzeigestädte" bezeichneten Städte Tübingen und Rostock verwiesen. Was dahinter steckt.

Dresden verbietet AfD-Demonstration

Nach den sogenannten Querdenkern darf auch die AfD-Partei nicht demonstrieren. Die Stadtverwaltung hat die am Sonnabend geplante Demonstration der AfD verboten. Die Partei hatte eine Kundgebung mit 500 Teilnehmern auf dem Neumarkt angemeldet. Bereits am Dienstag hatte die Stadt die für den Sonnabend geplanten Versammlungen der Querdenken-Initiative verboten.

Das Verbot der AfD-Kundgebung wurde aus Sicht der Versammlungsbehörde nötig, um zu verhindern, dass Anhänger der verbotenen Querdenken-Demonstrationen an diesem Tag einen legalen Anlaufpunkt im Stadtgebiet finden. Eine Situation, wie sie am 13. März 2021 in Dresden stattfand, als sogenannte Querdenker nach einem Verbot eine andere Versammlung nutzten, um zu demonstrieren, soll dadurch verhindert werden.

Verkehrsmuseum öffnet wieder

Das Verkehrsmuseum öffnet am Freitag
Das Verkehrsmuseum öffnet am Freitag © Archiv/dpa-Zentralbild

Nach einem knappen halben Jahr ohne Besucher öffnet am Freitag, den 16. April das Verkehrsmuseum erstmals wieder für Besucher. Von 10 bis 18 Uhr kann das Museum Freitag bis Sonntag besucht werden, montags bis donnerstags ist vorerst weiter geschlossen. "Wir bieten unseren Gästen mit unseren Ausstellungen eine sichere Umgebung für ein entspanntes, anregendes Kulturerlebnis", meint Michael Vogt, der Direktor des Verkehrsmuseums. Welche Hygienevorschriften Besucher Bedenken sollten.

Die Corona-Sammlung im Stadtarchiv wächst

Archiv-Mitarbeiterin Mandy Ettelt zeigt einige der Schätze aus der Corona-Sammlung.
Archiv-Mitarbeiterin Mandy Ettelt zeigt einige der Schätze aus der Corona-Sammlung. © Sven Ellger

Unter der Überschrift "Corona-Erinnerungen für die Ewigkeit" hatte das Stadtarchiv bereits im Frühjahr 2020 als erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, Material zu sammeln und dem Stadtarchiv zur Verfügung zu stellen. Was sich dort alles findet.

Dresden will Corona-Todesopfern gedenken

In der Landeshauptstadt sind seit Beginn der Pandemie mehr als 1.000 Menschen im Zusammenhang mit Corona verstorben. An diese Menschen wird am Sonntag erinnert. Hintergrund für die Wahl genau dieses Tages: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat ihn als Gedenktag für die in der Pandemie Verstorbenen initiiert. Zentraler Ort dafür ist der Urnenhain in Tolkewitz. Auch im Stadtzentrum sind Veranstaltungen geplant.

Der Friedhof in Tolkewitz steht beim Gedenken an die Corona-Todesopfer am Sonntag im Mittelpunkt.
Der Friedhof in Tolkewitz steht beim Gedenken an die Corona-Todesopfer am Sonntag im Mittelpunkt. © Archiv/Rene Meinig

Impfen so schnell es geht

Professor Michael Albrecht, der Medizinische Vorstand des Uniklinikums, fordert, die Impfpriorisierung aufzuheben. "Jetzt geht es um Geschwindigkeit", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse verstärkt die impfen, die viel unterwegs sind, Kontakte haben und gefährdeter sind, sich anzustecken.

Wie er seine Forderung weiter begründet, lesen Sie hier.

Verstöße gegen Regeln der Corona-Schutz-Verordnung

Bei Kontrollen der Corona-Regeln haben die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes besonders häufig Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen registriert. Häufig trafen sie auch Menschen an, die keine Maske trugen und kein Attest hatten, das sie vom Tragen der Maske befreit. Mehr als 40 Bußgeldverfahren wurden allein deshalb zwischen dem 8. März und dem 4. April eingeleitet.

Gegen welche weiteren Regeln außerdem verstoßen wurde, lesen Sie hier. (SZ+)

Mehr als 1.000 Corona-Tote in Dresden - Wer sind sie?

Vor reichlich einem Jahr forderte die Pandemie das erste Todesopfer in Dresden: Eine Frau, über 80 Jahre alt, verlor Mitte März 2020 ihr Leben. Ein Jahr und ein Monat später drohen die einzelnen Schicksale zu verblassen, so hoch ist die Zahl der Verstorbenen inzwischen, es sind mehr als 1.000. Was weiß man über die Verstorbenen? Und wie sicher ist es, dass diese Menschen an Corona starben? Die Sächsische Zeitung gibt die wichtigsten Fragen und Antworten.

Stadt verbietet "Querdenken"-Demo

Die für Samstag geplanten Proteste gegen die Corona-Politik dürfen nicht stattfinden. Die Versammlungsbehörde der Landeshauptstadt Dresden hat die Demonstration der Initiative "Querdenken351" verboten. Die Entscheidung sei mit Blick auf ähnliche Demos in anderen deutschen Großstädten wie Stuttgart oder Kassel getroffen worden, teilte die Verwaltungmit. Auch Ersatzveranstaltungen sind verboten.

Offenbar zweifelt die Stadt schon jetzt daran, dass sich die Anhänger der "Querdenken"-Bewegung an das Verbot halten werden. Angesichts der Ereignisse vom 12. Dezember und 13. März sei mit einem Polizeieinsatz und mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Sylvia Schulz will bei "Das macht Sinn" in der Altmarkt Galerie Tests im Laden anbieten, damit endlich Kunden kommen.
Sylvia Schulz will bei "Das macht Sinn" in der Altmarkt Galerie Tests im Laden anbieten, damit endlich Kunden kommen. © Christian Juppe Photography

Shoppen mit Test lässt Umsätze sinken

Wer in Dresden gern einkaufen geht, muss die Regeln genau kennen. Was ist erlaubt? Muss man sich anmelden? Aktuell sind die Läden - auch Bekleidungsgeschäfte - offen, aber jeder Kunde muss einen tagesaktuellen negativen Coronatest vorweisen. Doch dadurch werde die Hürde für die Kunden, überhaupt shoppen zu gehen, höher gelegt, so die Händler.

"Grundsätzlich war das Einstellen von Click & Meet, um es dann nach Ostern wieder einzuführen, nicht förderlich", schätzt Centermanager Jens Preißler von der Altmarktgalerie ein. Die Verunsicherung bei den Besuchern sei sehr groß. Dies würde er auch an den zahlreichen Anfragen merken. In vielen Fällen sei es ein Service der Händler, wenn sie ihre Läden öffnen. "Betriebswirtschaftlich sinnvoll ist das Ganze leider nicht", so Preißler.

Als Nachweis gilt bisher auch die Selbstauskunft über einen Test. Jeder Dresdner kann sich diese im Netz ausdrucken. Betrug und Fälschung könnten hier vorkommen.

Der große Dresdner Schnelltest-Atlas

Schnelltests sind die Eintrittskarte zurück ins Leben. Das Netz an Schnelltest-Zentren wird immer dichter. An fast 80 Orten in der Stadt können sich die Dresdner inzwischen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das ist auch nötig, wenn man per Click & Meet einkaufen, zum Friseur oder in den Zoo gehen möchte.

Eintritt wird nur denen gewährt, die ein negatives Testergebnis vorzeigen können. Wo sich die Testzentren befinden, welche Tests dort angeboten werden und wie man einen Termin bekommt - hier gibt es alle Daten im Überblick.

Das einzige Dresdner Kino, das derzeit öffnen darf: Auch in der Schauburg wird getestet.
Das einzige Dresdner Kino, das derzeit öffnen darf: Auch in der Schauburg wird getestet. © dpa/Sebastian Kahnert

Schulstart mit Testpflicht

Öffnen sie oder öffnen sie nicht? Dresdens Schüler und ihre Eltern verfolgten auch in den Osterferien die aktuellen Entwicklungen in ihrer Stadt. Als dann klar war, dass der Unterricht in den Schulen losgeht, waren bei vielen die Freude und Erleichterung darüber groß, dass nun weiterhin in den Klassenzimmern gelernt werden kann.

Doch auch die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus dürfte angesichts der stetig steigenden Infektionszahlen in Dresden eine Rolle spielen. Um mögliche Infektionen schnell zu erkennen, müssen sich neben den Lehrern und Erziehern nun auch die Schüler zweimal wöchentlich auf das Virus testen lassen. Wie das funktioniert und wie Eltern mit der Regelung umgehen.

Dresdner Schüler werden ab sofort zweimal pro Woche getestet.
Dresdner Schüler werden ab sofort zweimal pro Woche getestet. © dpa

Kaffeebecher vermüllen Dresdens Papierkörbe

Restaurants, Bars und Cafés sind geschlossen. Wenn die Dresdner derzeit Kaffee, Pizza und Co. genießen wollen, müssen sie das zuhause oder unterwegs machen. Die Folge: übervolle Müllkörbe. Denn alles ist in Papier oder Plastik verpackt und abgefüllt. Das beobachtet auch die Stadt.

"Insbesondere coronabedingt werden in verstärktem Maße Convenienceverpackungen in Umlauf gebracht", so Thomas Kügler, Abteilungsleiter Abfallwirtschaft im Rathaus. Für diese Verpackungsart würden sich aber über die Menge schwierig Aussagen treffen lassen, da sich die Entsorgung der Verpackungen auf verschiedene Systeme verteilt. Laut der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland stündlich 320.000 Einwegbecher für Heißgetränke außer Haus verbraucht. Was die Stadt Dresden dagegen tut.

Corona: Schwierige Kleingarten-Suche

Die Wartelisten werden immer länger. Anstelle von Angeboten werden in den Online-Portalen täglich neue Anfragen inseriert: "Kleingarten gesucht", "Familie sucht Kleingarten", "Kleingarten im Hecht". Wenn dazwischen doch mal eine Parzelle angeboten wird, dann häufig zu horrenden Preisen von bis zu 5.000 Euro. Das riecht nach Kleingarten-Blase.

Der ewige Corona-Lockdown zieht vor allem junge Leute ins Grüne. Dass sich die Zahl der Kleingärten mittelfristig erhöhen könnte, glaubt Frank Hoffmann nicht. Der Chef des Dresdner Kleingärtner-Stadtverbandes muss vielmehr dafür kämpfen, dass es nicht weniger Parzellen werden.

Angelique Walter sucht zunehmend verzweifelt einen Kleingarten in Dresden
Angelique Walter sucht zunehmend verzweifelt einen Kleingarten in Dresden © Sven Ellger

Corona lässt Dresdner zu mehr Drogen greifen

In der Corona-Pandemie suchen die Menschen offenbar öfter den Rausch mit Alkohol und Cannabis. Diese Entwicklung bestätigt eine Antwort von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf eine Anfrage von Linken-Stadträtin Pia Barkow.

Seit Herbst 2020 verzeichnet die Jugendhilfe wesentlich mehr Anfragen und vermehrt schwere Fälle psychisch Erkrankter. Auch im Abwasser finden sich mehr Spuren von Crystal und Kokain.

Ex-OB Roßberg mit Astrazeneca geimpft

Auf diese Meldung hat Ingolf Roßberg lange gewartet. Vor wenigen Tagen gab die Bundesregierung erstmals Corona-Impfungen für Menschen ab 60 Jahren frei. Voraussetzung ist die Bereitschaft, Astrazeneca als Impfstoff zu akzeptieren.

Dresdens früherer Oberbürgermeister Roßberg feierte am 22. März seinen 60. Geburtstag und wollte unbedingt rasch geimpft werden. "Da meine Frau zur Risikogruppe gehört, wollte ich so schnell wie möglich den Schutz, damit nichts von außen in unsere Familie reingebracht wird", sagt er.

Am zweiten April-Sonnabend klappt es schließlich mit der Impfung - ausgerechnet an dem Tag, als Hunderte gegen den Bundesparteitag der AfD in der Messe protestieren. Das ist jedoch nicht der Grund dafür, dass Roßbergs Vergnügen beim Impftermin eher begrenzt war.

Ingolf Roßberg ließ sich am Samstag in Dresden gegen das Coronavirus impfen.
Ingolf Roßberg ließ sich am Samstag in Dresden gegen das Coronavirus impfen. © Sven Ellger

Tausende Dresdner buchen Astrazeneca-Termine

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist die nächste Stufe gezündet worden. Seit Donnerstag, den 8.April sind nun auch die Sachsen zwischen 60 und 69 Jahren berechtigt, sich impfen zu lassen. Dafür steht zunächst vorrangig der Impfstoff von Astrazeneca zur Verfügung.

Aber wie groß ist das Vertrauen in das Mittel? Wie viele Termine bereits gebucht wurden und wie viele noch frei sind - das ist der Stand der Impfkampagne in Dresden.

Dresdner Museen öffnen

Bald öffnen die städtischen Dresdner Museum. Auch das Hygiene-Museum kann dann wieder besucht werden. Das teilte die Stadt am Freitag, 9. April, mit. Erster Öffnungstag ist demnach der 16. April. Das gilt auch für das Verkehrsmuseum.

Allerdings gilt dafür eine Voraussetzung: Auf den Normalstationen der Sächsischen Krankenhäuser dürfen dafür nicht mehr als 1.300 Betten mit Corona-Patienten belegt sein. Wird dieser Wert überschritten, greift so etwas wie die vielzitierte Notbremse. Die Museen müssen dann wieder schließen.

Die Vorbereitungen für eine Wiedereröffnung im Rahmen der Corona-Schutzverordnung laufen auf Hochtouren, so die Stadtverwaltung. Ein Besuch ist aber nur mit vorher gebuchten Zeitfenster-Tickets und einem tagesaktuellen negativen Corona-Test möglich. Darüber hinaus müssen sich die Besucher zur etwaigen Kontaktnachverfolgung mit ihren persönlichen Daten registrieren. In allen Museen und Ausstellungen ist das Abstandsgebot einzuhalten und es muss wie in Geschäften, Bussen und Straßenbahnen eine Mund-Nase-Maske getragen werden.

Die Dresdner Museen öffnen in einer Woche, auch das Stadtmuseum.
Die Dresdner Museen öffnen in einer Woche, auch das Stadtmuseum. © Archiv/Rene Meinig

Öffnen werden ab dem 16. April das Stadtmuseum Dresden, die Städtische Galerie, die Technischen Sammlungen, das Kunsthaus Dresden, das Leonhardi-Museum, das Weber-Museum, das Kraszweski-Museum, das Kügelgenhaus und das Palitzsch-Museum. Das Schillerhäuschen bleibt geschlossen.

Im Hygiene-Museum werden einige der interaktiven Stationen nicht in Betrieb sein und an den Audio-Stationen müssen eigene Kopfhörer benutzt werden. In den nächsten Wochen wird die Öffnungszeit von Dienstag bis Freitag auf 10 bis 17 Uhr verkürzt, Sonnabend und Sonntag ist regulär von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Neben Dauerausstellung und dem Kinder-Museum sind dort die beiden Sonderausstellungen „Future Food. Essen für die Welt von morgen“ und „Im Gefängnis. Vom Entzug der Freiheit“ zu sehen.

Weitere Informationen unter www.museen-dresden.de

Sind Dresdens Öffnungen sinnlos?

Am Donnerstag vor Ostern musste Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) alle Lockerungen, die die Stadt verfügt hatte, zurücknehmen. Zoo, Museen, Ladengeschäfte und einiges mehr waren über Ostern dicht, weil die Inzidenz in Dresden - also die festgestellten Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner - zu hoch war.

Mit der neuen Coronaschutzverordnung gilt nicht mehr allein die Inzidenz als relevant, sondern die mit Corona-Patienten belegten Krankenhausbetten auf Normalstationen in Sachsen. Seit Dienstag, den 30.März können deshalb die kurz zuvor geschlossenen Einrichtungen wieder öffnen. Doch viele nutzen das nicht. Was die Stadt Dresden dazu sagt.

Mehr Arbeit in den Testzentren

Das Interesse an Schnelltests steigt, gleichzeitig steigt die Zahl der Testzentren. Allein im Kulturpalast haben sich in der Zeit vom 29. März bis zum 4. April 6.489 Menschen testen lassen, meldet die Stadt. Ein neues Testzentrum gibt es in der Schauburg, auch im Hacker-Pschorr-Lokal auf dem Altmarkt wird getestet.

Alle Zahlen zu den Tests und wo eigens für den Zoobesuch ein Testzentrum öffnet, lesen Sie hier.

Neue Freizeitangebote

Die aktuelle Allgemeinverfügung der Stadt erlaubt es Museen, Galerien, Zoos und botanischen Gärten unabhängig von der aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz zu öffnen. Nicht jeder, der könnte, macht mit, aber es gibt deshalb nun wieder mehr Freizeitangebote in Dresden.

Ein Beispiel ist die Parkeisenbahn, die seit dem zweiten Aprilwochenende wieder regelmäßig fährt. Allerdings mit Corona-Auflagen, wie der Maskenpflicht während der Fahrt und einem tagesaktuellen Negativ-Test.

Der Schlosspark Pillnitz ist bereits seit dem 1. April wieder geöffnet, ebenso der Zoo.

Weitere Hinweise zu jetzt geöffneten Freizeitangeboten finden Sie hier.

Langes Warten auf Impftermine

Keine freien Termine in den kommenden zehn Tagen, dann ist mal ein einziger verfügbar. "Die Termine sind sehr schnell weg", sagt Kai Kranich, der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Sachsen. Das DRK betreibt das Impfzentrum in der Dresdner Messe.

Laut Kranich lohne sich eigentlich erst zu buchen, wenn mal zehn freie Termine an einem Tag in dem Serviceportal frei sind, bei weniger sind sie während des Ausfüllens der Anmeldung schon weg. Das DRK arbeitet daran, immer mehr Dresdner zu impfen.

Wie viele bereits den Schutz vor dem Coronavirus haben und wie es weitergeht, lesen Sie hier.

Tanzschulen fordern Click & Dance

Mit Stil und Etikette, aber deshalb nicht weniger nachdrücklich verschaffen sich die Dresdner Tanzschulen, Tanzvereine und -studios zusammen mit ihren Kollegen in ganz Sachsen Gehör.

Seit sechs Monaten sind sie durchgängig geschlossen, und haben keine Perspektive auf einen zumindest eingeschränkten Betrieb. "Das geht so nicht weiter", sagt Tassilo Lax, der eine Tanzschule gemeinsam mit seiner Frau Sabine betreibt.

Nicht zufällig tragen Sabine und Tassilo Lax Schwarz, genau wie ihr Kollege Jens Pötschke (m.). Die Tanzlehrer trauern um ihren Beruf und ihre Unternehmen.
Nicht zufällig tragen Sabine und Tassilo Lax Schwarz, genau wie ihr Kollege Jens Pötschke (m.). Die Tanzlehrer trauern um ihren Beruf und ihre Unternehmen. © Sven Ellger

Noch länger wollen weder er noch die Kollegen der anderen Tanzinstitutionen diesen Zustand nicht hinnehmen. Im März haben sie die Interessengemeinschaft "Tanzen in Sachsen" mitgegründet - als Zusammenschluss fast aller sächsischer Einrichtungen des Hobby- oder Wettkampftanzes. Dazu gehören die im Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband organisierten Tanzschulen und Tanzsportvereine sowie die verbandsfreien Institutionen - rund 100 insgesamt.

Zusammen haben sie ein Konzept erarbeitet, nach dem sie ab 19. April sogenannten Individual-Unterricht anbieten wollen. Das sei das erste mögliche Datum für einen zaghaften Neuanfang, sagt Tassilo Lax. Wie das Konzept konkret aussieht.

Tagespflege: "Die Einsamkeit sehen wir mit großer Sorge"

Noch immer fürchten viele Dresdner Senioren, sich bei einem Besuch der Tagespflege mit Corona zu infizieren. Gleichzeitig leiden sie jedoch unter der monatelangen Isolation. "Viele haben immer noch Angst, sie könnten sich anstecken", sagt Sandra Zimmermann, die die Tagespflege des ASB in der Prager Zeile vor einem Jahr mit eröffnete. Dabei sei das Hygienekonzept längst so ausgefeilt, dass jede Straßenbahnfahrt gefährlicher sei.

In der ASB-Tagespflege in der Prager Zeile basteln Olga Büder (l.) und Carmen Kuhnert Osterhasen. Betreuerin Kerstin Kunze hilft dabei gern.
In der ASB-Tagespflege in der Prager Zeile basteln Olga Büder (l.) und Carmen Kuhnert Osterhasen. Betreuerin Kerstin Kunze hilft dabei gern. © René Meinig

Weiterführende Artikel

Corona: 891 Neuinfektionen und kein Todesfall in Sachsen

Corona: 891 Neuinfektionen und kein Todesfall in Sachsen

Inzidenz steigt leicht, bundesweit Gedenken an die Opfer der Pandemie, Attacke bei Corona-Kontrolle in Dresden - unser Newsblog.

Kretschmer ruft zu Zusammenhalt auf

Kretschmer ruft zu Zusammenhalt auf

Das Osterfest wird in Sachsen von der Corona-Pandemie überschattet. Doch für die kommende Woche bereiten Städte und Landkreise Lockerungen vor.

Corona: Geschäfte im Kreis Meißen müssen wieder schließen

Corona: Geschäfte im Kreis Meißen müssen wieder schließen

Die Inzidenz im Landkreis Meißen hat die 100 überschritten. Auch Tierparks und Museen dürften dann nicht mehr öffnen. Das Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund werde untersagt.

Spahn: "Auch ich bin diese Pandemie leid"

Spahn: "Auch ich bin diese Pandemie leid"

Trotz sinkender Infektionszahlen wächst die Sorge vor den Mutationen des Coronavirus. Auch er habe langsam genug, gibt Gesundheitsminister Spahn zu.

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per E-Mail. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden