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Kreis Görlitz: Pandemie fordert 1.000 Menschenleben

Zwei Drittel aller Verstorbenen waren älter als 80 Jahre. Aber es traf auch zwei Männer unter 35 Jahren. Derweil steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter.

Symbolfoto
Symbolfoto © Paul Glaser

Seit einem Jahr infizieren sich Menschen im Landkreis Görlitz mit dem Coronavirus. Am 25. März 2020 starb die erste Einwohnerin an den Folgen der Infektion mit dem neuartigen Virus.

Ein Jahr später verzeichnet das Kreis-Gesundheitsamt fünf weitere Todesfälle für den Zeitraum 4. bis 21. März. Es handelt sich um vier Frauen und einen Mann im Alter von 80 bis 89 Jahren. Sie stammen aus Görlitz, Kodersdorf, Seifhennersdorf und Löbau (zwei). Damit sind seit Beginn der Pandemie 1.000 Menschen an und mit dem Virus gestorben.

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Der Stadtrat von Görlitz gedachte am Donnerstagnachmittag mit einer Schweigeminute an die 186 Todesopfer allein in der Kreisstadt.

Studien renommierter Kliniken in Augsburg und Hamburg haben aufgrund von Obduktionen ergeben, dass mindestens 85 Prozent aller Corona-Toten auch tatsächlich am Virus gestorben sind. Da Obduktionen in Deutschland nur bei Straftaten, unklaren Todesfällen oder bei Einwilligung der Angehörigen vorgenommen werden, ist die Zahl der Autopsien gering und auch nicht systematisch.

Nach Angaben des Landkreises ist die Mehrzahl der 1.000 Toten männlich (544) und über 80 Jahre alt (699). In dieser Altersgruppe wiederum überwiegen die Frauen (370 gegenüber 329 Männer) bei den Todesfällen. Nur zwei Todesfälle, beide Männer, waren unter 35 Jahre alt. 30 Todesfälle wurden in der Altersgruppe zwischen 35 und 59 gezählt, 269 zwischen 60 und 79 Jahre.

Neuinfektionen deutlich höher als in der Vorwoche

Der sprunghafte Anstieg der schweren Erkrankungen setzte sich am Freitag nicht fort. Nach Angaben des Kreis-Gesundheitsamtes lagen 92 Menschen in den Kliniken, vier weniger als am Donnerstag, davon 20 auf Intensivstationen - am Donnerstag waren es noch 21. Zehn der Patienten auf den Intensivstationen müssen beatmet werden.

Labore und Praxen meldeten dem Kreis-Gesundheitsamt binnen 24 Stunden 98 Neuinfektionen, darunter auch zwölf Kinder. Das waren 31 mehr als am Freitag vergangener Woche. Der Kreis berechnete die 7-Tage-Inzidenz mit 194, beim Robert-Koch-Institut lag sie am Freitagmorgen bei 166.

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