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Pirna: Polizei stoppt Corona-Demo

60 Menschen protestieren gegen die Corona-Politik. Am Rande weigert sich eine Frau, ihre Personalien herauszugeben. Das hat Folgen.

Polizeiaufgebot auf dem Pirnaer Marktplatz. Anders als am 1. Mai war die Demo am Montag nicht angemeldet.
Polizeiaufgebot auf dem Pirnaer Marktplatz. Anders als am 1. Mai war die Demo am Montag nicht angemeldet. © Daniel Förster

Unter Weigerung, eine Demonstration anzumelden, haben am Montag rund 60 Menschen in der Pirnaer Altstadt gegen die Corona-Schutzmaßnahmen protestiert. Die Polizei forderte die Teilnehmer zunächst auf, Mund-Nase-Bedeckung zu tragen und keine Gruppen zu bilden. Da der Aufforderung zum Tragen einer Maske nicht alle nachkamen, seien von mehreren Menschen die Personalien erhoben wurden, teilt die Polizei mit. Zudem verhinderten die Beamten, dass die Demo-Teilnehmer um das Rathaus herum laufen.

Einen Zwischenfall gab es auf der Badergasse. Dort hatten Bereitschaftspolizisten eine Frau, die mit einer Einkaufstasche nach eigenen Angaben nach Hause gehen wollte, gestoppt. Zunächst war sie ebenfalls gebeten worden, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Dem kam sie nach kurzer Diskussion nach. Zugleich wollten die Beamten ihre Personalien aufnehmen. Jedoch wehrte sich die Frau dagegen und wollte weitergehen. Die Polizisten hinderten sie gewaltsam daran.

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Kontrolle am Rande der unangemeldeten Corona-Demo in der Pirnaer Altstadt. Eine Frau versuchte, an einer Strafe herumzukommen.
Kontrolle am Rande der unangemeldeten Corona-Demo in der Pirnaer Altstadt. Eine Frau versuchte, an einer Strafe herumzukommen. © Daniel Förster

Daraufhin ließ sich die Frau zu Boden gehen. In der Folge ergriffen mehrere Beamte ihre Arme und Beine, während die Frau laut Augenzeugen schrie und hyperventilierte. Für sie wurde der Rettungsdienst gerufen. Nach einer Untersuchung im Rettungswagen wurde sie wieder entlassen. Nach Schilderungen der Polizei hatte sich die 48-Jährige der Personalienfeststellung widersetzt. Gegen die Deutsche wurde eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt. (SZ mit df)

In einer früheren Version dieses Artikels haben wir geschrieben, dass sich der Zwischenfall auf der Barbiergasse ereignet hätte. Richtig sollte es aber Badergasse heißen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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