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Pirnas Händler fordern Soforthilfen

Ladeninhaber und Gastronomen wollen am Montag erneut auf ihre prekäre Lage aufmerksam machen. Zugleich grenzen sie sich von anderen Aktionen ab.

Der Teddy blickt freundlich, doch die Händler machen sich Sorgen. Das zeigt das Plakat im Schaufenster vom Strumpfhaus Hempel in der Gartenstraße in Pirna.
Der Teddy blickt freundlich, doch die Händler machen sich Sorgen. Das zeigt das Plakat im Schaufenster vom Strumpfhaus Hempel in der Gartenstraße in Pirna. © Daniel Förster

Pirnaer Einzelhändler und Gastronomen wollen am 1. Februar erneut auf ihre durch die Corona-Pandemie verursachte prekäre Situation aufmerksam machen. Sie beteiligen sich an der Aktion "Wir gehen mit voran" und setzen damit die Kampagne "wirmachenAUFmerksam" fort.

Etwa 40 Ladeninhaber, Gastwirte und Dienstleister aus der Innenstadt haben ihre Teilnahme angekündigt. Gegen 11 Uhr wollen sie kurz ihre Geschäfte öffnen - allerdings ohne Verkauf und Publikumsverkehr. "Es geht ihnen einzig darum, auf ihre sehr kritische Lage hinzuweisen", sagt Dina Stiebing vom Verein "Citymanagement Pirna.

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Wegen der coronabedingten Zwangsschließung müssen die Geschäftsleute seit Monaten gravierende Umsatzverluste hinnehmen, einige fürchten gar um ihre Existenz.

Weder Corona-Leugner noch Maskengegner

Initiiert wurde die Aktion "Wir gehen mit voran" von dem Modelabel "Funky stuff" sowie der Werbeagentur "Now Communication", an der sich nun bundesweit Händler beteiligen.

Sie fordern unter anderem schnelle Hilfen durch Vorabzahlungen, einen unbürokratischen Antrags- und Genehmigungsprozess, faire und angemessene Ausgleichszahlungen sowie ein konkretes Wiedereröffnungsszenario für den Einzelhandel.

Zugleich grenzen sie sich von anderen Aktionen ab. Hinter "Wir gehen mit voran" würden sich laut der Initiatoren weder Corona-Leugner, Rechte, Querdenker noch Maskenverweigerer verbergen.

Grundsätzlich trügen die Teilnehmer die coronabedingten Einschränkungen und Vorschriften mit. Man wolle mit der Aktion auch niemanden gesundheitlich gefährden. Daher rufen die Initiatoren weder zur Teilnahme an Demonstrationen noch zu Handlungen auf, die nicht gesetzeskonform sind. Man sei auch weiter bereit, die angeordneten Regeln zu befolgen.

Jedoch müssten die zugesagten Hilfen sofort ausgezahlt werden. Die derzeitige Verzögerung sei einfach unerträglich und bedrohe die Existenz der Gewerbetreibenden.

Weitere Infos zu der Aktion finden sich auf der Internetseite www.freundschaftsdienst.eu.

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