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Sachsen

Politik in Sachsen - die Morgenlage

+++ Kritische Situation an den Kliniken +++ Impfteams an der Belastungsgrenze +++ Kommen wieder Schnelltests?

Die Lage in den sächsischen Kliniken wird immer prekärer.
Die Lage in den sächsischen Kliniken wird immer prekärer. © dpa

Guten Morgen,

manchmal macht ein Gespräch mit Politikern, sogar einer hart gesottenen Politikjournalistin wie mir einfach mal Laune. Dieser ernsten Corona-Zeit zum Trotz. So habe ich mir für die neue Folge meines Podcasts „Politik in Sachsen“ einfach mal keine „alten Hasen“ eingeladen, sondern zwei junge Nachwuchs-Politiker, wie sie eigentlich kaum unterschiedlicher sein könnten.

Denn der eine, Philipp Hartewig, ist für die sächsische FDP, der andere, Kassem Taher Saleh, in Dresden für Bündnis90/Die Grünen neu in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Eine neue, junge Generation, ganz schön anders. Cool und lässig sind sie beide. Selbstbewusst, voller Energie und Tatendrang. Sie sprechen schon von „wir“ und duzen sich. „Die Wählerinnen und Wähler haben uns Verantwortung übertragen, jetzt müssen wir liefern“, sagt Taher Saleh, der 1993 mit seiner Familie als Kind nach Sachsen kam.

Was verbindet die beiden und was trennt sie? Wie sind sie in die Politik gekommen? Und wie wollen sie Politik gestalten? Entstanden ist ein spannendes, aber auch unterhaltsames Gespräch zwischen zwei Politikern, die Verantwortung übernehmen wollen. Auch für eine künftige gemeinsame Bundesregierung, die gerade zusammen mit der SPD in Berlin geschmiedet wird.

Hören Sie einfach mal rein.
Herzlichst,

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Ihre Annette Binninger, Leiterin Politikredaktion Sächsische.de

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Die wichtigsten News am Morgen:

+++ Corona-Impfteams arbeiten „an Belastungsgrenze“ +++

Die 30 Mobilen Impfteams in Sachsen arbeiten nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Belastungsgrenze. Die Teams seien flächendeckend über ihre Kapazitätsgrenze hinaus im Einsatz, sagte DRK-Sprecher Kai Kranich am Montag auf Anfrage. Man habe insgesamt 3.000 Impfungen pro Tag geplant, am vergangenen Samstag seien es 4.500 gewesen. Die Teams würden auf Pausen verzichten und bekämen dennoch Unzufriedenheit zu spüren, wenn Leute ein oder zwei Stunden auf die Impfung warten müssten. Schon seit einiger Zeit habe man mit „verbalen Ausfällen“ zu tun. Leute würden bei den Teams Dampf ablassen. „Das macht den Teams zu schaffen.“

+++ Lage in Sachsen Kliniken spitzt sich zu +++

Die Lage in sächsischen Krankenhäusern spitzt sich angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionen immer mehr zu. Die größte Herausforderung liege aktuell beim Pflegepersonal, hieß es. Da die Versorgung von Covid-Patienten einen höheren Personaleinsatz erfordere, müssten mehr Mitarbeiter für diesen Bereich zur Verfügung gestellt werden. „Dies ist nur mit Einschränkungen bei einem Teil der elektiven, also planbaren, Patientenbehandlungen verbunden. Erste Stationen wurden auf die Versorgung von Covid-Patienten umgestellt. Das OP-Programm wurde auf 80 Prozent reduziert.“

Sachsen hatte in der dritten Corona-Welle ein Frühwarnsystem eingeführt, das sich an der Zahl der belegten Betten orientiert. Wenn 650 Betten auf Normalstationen und 180 Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt sind, gilt die Vorwarnstufe. Sie ist bereits erreicht. Am Wochenende waren 973 Normalbetten und 256 Intensivbetten belegt. Vermutlich wird schon in dieser Woche die Überlastungsstufe erreicht.

+++ Junge Abgeordnete im Gespräch +++

Die Grünen und die FDP sind bei den Erstwählern in der diesjährigen Bundestagswahl die beliebtesten Parteien gewesen. 23 Prozent aller Erstwähler wählten je eine der beiden Parteien. Zwei, die davon profitieren, sind ein junger Liberaler und ein junger Grüner. Philipp Hartewig und Kassem Taher Saleh sind beide in den Bundestag gewählt worden und gehören mit ihren 27 und 28 Jahren zu den jüngsten Mitgliedern.

Sächsische.de hat mit beiden darüber gesprochen warum besonders Erstwähler von den Grünen und der FDP angezogen werden und weshalb die Parteien jetzt liefern müssen, was sie versprochen haben.

+++ 3G am Arbeitsplatz schwer umsetzbar +++

Die Forderungen von Sachsens Ministerpräsident, 3G-Regeln am Arbeitsplatz einzuführen, lösen in Sachsens Wirtschaft ein geteiltes Echo aus. 3G-Regeln einzuführen seien „auf Basis der derzeit geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen als nicht realisierbar“, sagt etwa Lars Fiehler, Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden. Es fehle die rechtliche Grundlage, auf der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen ein Auskunftsersuchen gegenüber ihrer Belegschaft zum Impfstatus begründen könnten. Doch es gibt auch Befürworter für 3G-Regeln am Arbeitsplatz.

© sächsische.de

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