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Dresden: Corona-Fälle an 13 Schulen

Knapp 1.000 Kinder, Erzieher und Lehrer müssen zu Hause bleiben. Das ist die aktuelle Lage in Dresden.

Am Freitag sind rund 1000 Kinder und Lehrer und Erzieher in Quarantäne.
Am Freitag sind rund 1000 Kinder und Lehrer und Erzieher in Quarantäne. © Marijan Murat/dpa (Symbolfoto)

Dresden. Sollte keine dritte Corona-Welle über Sachsen rollen, sollen schon in zwei Wochen alle Oberschüler und Gymnasiasten an die Schulen zurückkehren. Während die Landesregierung am Donnerstag diese Ankündigung gemacht hat, meldete das Dresdner Gesundheitsamt mehrere neue Corona-Fälle an den Schulen, die bereits öffnen dürfen. Diese Einrichtungen sind betroffen.

Welche Kitas und Schulen sind betroffen?

Dresdens Kitas starten am Freitag mit 593 Kindern und Erziehern in den Tag, die zu Hause bleiben müssen. Hintergrund sind Infektionen an 18 Einrichtungen.

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Neu dazugekommen waren die Kita Coschütz an der Rastatter Straße. Dort müssen 31 Personen bis zum 15. März in Quarantäne. Auch betroffen ist jetzt die Kita Gompitzer Spatzennest. Wer mit der infizierten Person Kontakt hatte, wird aktuell noch vom Gesundheitsamt ermittelt.

Auch an den Schulen mehreren sich die Corona-Fälle. Am Freitag werden sich 384 Schüler und Lehrer zu Hause statt im Klassenzimmer befinden, weil sie engen Kontakt zu einem Infizierten hatten. 13 Einrichtungen sind betroffen.

Neue Fälle sind am Donnerstagabend vom Beruflichen Schulzentrum an der Chemnitzer Straße, von der 56. Grundschule in Trachau sowie von der 122. Grundschule in Prohlis gemeldet worden.

Alle aktuellen Quarantänefälle gehen dem angegebenen Quarantänezeitraum zufolge auf Kontakte nach der Wiederaufnahme des Regelbetriebs am 15. Februar zurück.

Wo es sich im Einzelnen um Kinder beziehungsweise Erzieher oder Lehrer handelt, teilt das Gesundheitsamt nicht mit. Unklar ist auch, wo sich die Infizierten angesteckt haben.

Wie sieht die Infektionslage bei Kindern in Dresden aus?

Eine Abfrage beim Robert-Koch-Institut hat ergeben, dass sich seit Jahresanfang 171 Babys, Kita-Kinder und Grundschüler infizierten, davon bisher fünf in dieser Woche. Tatsächlich sind das wenige Infektionen, verglichen mit anderen Altersgruppen in diesem Zeitraum.

Was passiert, wenn ein Corona-Fall an einer Einrichtung bekannt wird?

Oberstes Ziel ist es, eine Massenansteckung zu verhindern. Deshalb gilt an Kitas und Schulen ein fester Fahrplan, sobald eine Infektion bekannt wird. Ein Beispiel: Ein Junge besucht am Donnerstag die Kita und bekommt im Laufe des Tages Fieber und hustet. Die Kita-Leitung ruft die Eltern an und bittet sie, ihr Kind abzuholen.

Am Freitag stellt sich heraus, dass der Junge tatsächlich infiziert ist. Die Kita-Leitung beginnt nun, alle Personen zu ermitteln, die 48 Stunden vor den ersten Symptomen engen Kontakt zu dem Jungen hatten - also am Donnerstag, Mittwoch und Dienstag. Dieser Zeitraum gilt auch, sollte ein Kind symptomlos gewesen und positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Die Zahl der Kontakte sollte sich in Grenzen halten, da Kinder in festen Gruppen betreut beziehungsweise unterrichtet werden.

Die Kontaktliste wird ans Gesundheitsamt geschickt. Parallel informieren die Kitas die Eltern der betroffenen Kinder. Für alle engen Kontaktpersonen gilt nun eine 14-tägige Quarantäne. Offizieller Quarantäne-Beginn ist der Tag des letzten Kontakts zu dem infizierten Jungen. Wer also noch am Donnerstag mit ihm gespielt hat, muss einen Tag länger zu Hause bleiben, als diejenigen, die zuletzt am Mittwoch mit ihm zu tun hatten. Die Quarantäne kann mit einem negativen Test abgekürzt werden, frühestens ab dem zehnten Tag.

Das Gesundheitsamt stellt in den Tagen darauf einen Sammelbescheid aus, der von der Kita-Leitung an die betroffenen Familien weitergegeben wird. Er dient auch als Vorlage beim Arbeitgeber, wenn Eltern wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten können. Eltern sind im Übrigen verpflichtet, die Kita oder die Schule so schnell wie möglich zu informieren, sollte ihr Kind positiv getestet worden sein. Mit dieser Prozedur halte man sich an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, so die Stadtverwaltung.

Darf ich mein Kind mit Husten in die Kita oder Schule schicken?

Noch im vergangenen Frühjahr galt eine Null-Toleranz-Politik, als Kitas und Schulen nach dem ersten Lockdown wieder aufmachten. Kinder mussten bei den geringsten Symptomen zu Hause bleiben. Eltern bürgten mit ihrer Unterschrift, dass das Kind gesund ist. Das ist diesmal etwas anders. Seit dem vergangenen Montag gilt: Wer leichte Krankheitssymptome wie Schnupfen, gelegentlichen Husten oder Halskratzen hat, darf die Kita oder die Schule besuchen.

Fühlt sich das Kind generell krank, schmeckt oder riecht es schlechter, hat es Fieber über 38 Grad, hustet es sehr, erbricht es oder hat es Durchfall, so sieht das anders aus. Dann darf es erst wieder die Einrichtung besuchen, wenn die Symptome mindestens 48 Stunden abgeklungen sind. Eine ärztliche Bescheinigung sei nicht notwendig, so das Kultusministerium. "Die Einschätzung, ob das Kind krank ist, treffen auch weiterhin grundsätzlich Sie als Eltern", heißt es. Die Eltern entscheiden auch, ob sie mit ihrem Kind bei Symptomen wie Fieber, Durchfall oder Erbrechen zum Arzt gehen. Sollte das der Fall sein, legt der Arzt fest, ob ein Coronatest gemacht wird oder nicht.

Auf Sächsische.de möchten wir ganz unterschiedliche Erfahrungsberichte von Corona-Infizierten aus Dresden teilen. Wenn Sie die Erkrankung bereits überstanden haben und uns davon erzählen möchten, schreiben Sie uns an [email protected]ächsische.de.

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