merken
PLUS Dresden

"Querdenken" in Dresden - "Verurteilen Gewaltaufrufe"

Die umstrittene Bewegung plant für den 12. Dezember eine Großveranstaltung. Dieser wollen sich auch Neonazis und Hooligans anschließen. Dagegen gibt es Widerstand.

In Leipzig ist es bei einer "Querdenken"-Demo im November eskaliert. Was passiert in Dresden?
In Leipzig ist es bei einer "Querdenken"-Demo im November eskaliert. Was passiert in Dresden? © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Dresden. Marcus Fuchs betont immer wieder, dass in Dresden friedlich demonstriert werden solle. Der Bautzner ist der Organisator bei "Querdenken 351", dem Dresdner Ableger des Bündnisses, das gegen die Corona-Schutzmaßnahmen mobil macht.

Allerdings rufen seit eine Weile auch Hooligans und Neonazis zu der Kundgebung auf der Dresdner Cockerwiese auf. Immer wieder schließen sich auch gewaltbereite Personen aus dem Spektrum Veranstaltungen der Bewegung an. Fuchs sagt, so etwas wolle man nicht.

Gesundheit und Wellness
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit und Wellness haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Sie nennen sich "Tradition und Ordnung" und sind eine Truppe von Neonazis, die sich in der Ukraine gegründet hat. Auch Hooligans aus Tschechien wollen nach Dresden kommen. In sozialen Netzen wird dafür mobilisiert - "gegen das System".

Dresdens Polizei will noch keine Einschätzung dazu abgeben, beobachte das aber. Denn es gibt auch Aufrufe innerhalb der rechten Szene Deutschlands, zur Kundgebung in Dresden zu kommen. In Leipzig und in anderen Städten haben genau solche Gruppierungen Polizeibeamte attackiert und den Weg für eine, wenn auch kurze, Demo frei gemacht - obwohl dies aus Corona-Schutzgründen verboten ist.

Fuchs sagt, er finde "dieses Verhalten sehr befremdlich". "Wir rufen ausdrücklich zu einer friedlichen Demonstration auf." Deshalb betone "Querdenken 351" als einer der Organisatoren, dass sich die Einladung ausschließlich an friedlich demonstrierende Menschen richtet. "Alle beteiligten Initiativen distanzieren sich ausdrücklich von Gewalt, Rassismus und Anitsemitismus. Wir möchten keine gewaltbereiten Demonstranten auf der Demo sehen - egal ob diese links- oder rechtsextremistischen Gruppierungen angehören."

Man verurteile die Gewaltaufrufe im Internet. Darauf habe Fuchs auch Polizei und Ordnungsamt hingewiesen.

In Dresden haben SPD, Grüne und Linke gemeinsam mit "Dresden Nazifrei" zu mehreren Kundgebungen gegen die Versammlung aufgerufen. Sie bezeichnen die Aktionen von "Querdenken" als "demokratiefeindlich".

Weiterführende Artikel

Dresden verbietet "Querdenken"-Demo

Dresden verbietet "Querdenken"-Demo

Die für Samstag angemeldete Versammlung der Kritiker der Corona-Beschränkungen darf nicht stattfinden. Der Veranstalter will Widerspruch einlegen.

Dresden: Protest gegen "Querdenken"

Dresden: Protest gegen "Querdenken"

Parteien und Bündnisse stellen sich einer geplanten Kundgebung gegen die Corona-Schutzmaßnahmen entgegen.

Wie bedrohlich ist „Querdenken“?

Wie bedrohlich ist „Querdenken“?

Die Corona-Auflagen treiben nach wie vor viele Menschen auf die Straße. Der Ruf nach einem Eingreifen der Polizei wird lauter - und nach dem Verfassungsschutz.

Extremisten bei "Querdenken"-Demo erwartet

Extremisten bei "Querdenken"-Demo erwartet

Die NPD und andere Rechtsextremisten mobilisieren für die „Querdenker“-Demo am Samstag in Leipzig. Linksextreme planen Gegenaktionen.

Tatsächlich ist die Bewegung sehr umstritten. Einige fordern, sie müsse vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden