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Radeberger Bierstadtfest diesmal ohne Umzug

Die Veranstalter müssen wegen Corona-Auflagen wichtige Programmpunkte streichen. Den Gästen wird vom 20. bis 22. August aber viel Musik geboten.

Beim Bierstadtfest ist der Marktplatz in Radeberg voll. Diesmal musste die Zahl der Gäste auf 999 limitiert werden.
Beim Bierstadtfest ist der Marktplatz in Radeberg voll. Diesmal musste die Zahl der Gäste auf 999 limitiert werden. © Archiv: Thorsten Eckert

Radeberg. Mit viel Live-Musik, mit einer ausgedehnten Flaniermeile, aber ohne drei wichtige Programmpunkte: So lässt sich das Bierstadtfest am Wochenende in Radeberg zusammenfassen. Nach Angaben von Rathaussprecher Marco Wagner muss der für Sonntag angekündigte Festumzug nun doch ausfallen. „Aufwand und Nutzen hätte in keinem vernünftigen Verhältnis gestanden“, sagt er. „Bei allen Umzugsteilnehmern hätte überprüft werden müssen, ob sie entweder vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, einen aktuellen Negativtest vorweisen können oder ob sie die Krankheit überstanden haben. Das ist für viele Vereine nur schwer umsetzbar. Deshalb haben wir den Umzug abgesagt.“

Das Gleiche gilt für den Funkenflug, den Wettbewerb der Tanzgruppen. Auch hier hätten die Teilnehmer auf die „3G“ geprüft werden müssen. „Auch hier war die Umsetzung für alle Teilnehmer nur schwer umsetzbar. So hielt sich die Beteiligung der Gruppen in Grenzen“, sagt Marco Wagner.

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Das traditionelle Bierfassrollen hatten die Veranstalter bereits Anfang Juli abgesagt. Es gab Bedenken wegen der Ansteckungsgefahr. „Auch wollen einige Firmen, die mit ihren Mannschaften sonst dabei sind, ihre Mitarbeiter lieber zu Hause lassen“, so die Begründung damals. Wermutstropfen für alle Brauereifans: Die Führungen in der Radeberger Exportbierbrauerei entfallen in diesem Jahr ebenfalls.

Veranstalter wollen Wartezeiten an den Eingängen vermeiden

In den vergangenen Tagen haben die Veranstalter zudem mit dem Gesundheitsamt des Landkreises das Hygienekonzept überarbeitet. Danach wird die maximale Zahl der Besucher vor der Hauptbühne auf dem Marktplatz reduziert. Statt wie zunächst angekündigt, wonach sich 2.100 Gäste in dem umzäunten Bereich aufhalten können, sind jetzt nur noch 999 Besucher zugelassen. „Auch mit 999 Besuchern ist der Markt gut gefüllt. Wir haben das mit früheren Festen verglichen“, so Marco Wagner.

Für diese stehen mehrere Getränke- und Imbisswagen sowie zahlreiche Biertischgarnituren bereit. Grund für die Beschränkung ist der Wegfall aufwendiger Kontrollen. „Ab 1.000 Besuchern hätten wir bei jedem überprüfen müssen, ob er geimpft, getestet oder genesen ist, was bei den Konzerten sicher zu Wartezeiten geführt hätte. Jetzt werden nur die Besucher an den Eingängen gezählt.“

Im Gegenzug wurde der Bereich auf der Hauptstraße zwischen Marktbühne und Kaiserhof etwas erweitert, dort können die Besucher frei und ohne Begrenzung flanieren. Der zweite eingezäunte Bühnenbereich vor dem Kaiserhof bleibt bei der angekündigten Kapazität von 175 Personen. Eine Maskenpflicht wird es auf dem gesamten Fest nicht geben.

Die Besucher können sich dennoch auf ein buntes Stadtfest freuen, bei dem besonders viel Musik geboten wird. Los geht es am Freitagabend um 18.45 Uhr mit dem Sternmarsch der Spielmannszüge. Nach Umzügen durch die Stadt treffen sie sich auf dem Marktplatz zu einem kurzen Konzert. Um 19 Uhr werden die drei Veranstalter mit dem Bieranstich das Fest eröffnen.

Zusätzliche Band ins Programm genommen

Dann sind auf der Hauptbühne zunächst ein Udo-Lindenberg-Double, dann ein Peter-Maffay-Double. „Sie kommen ihren Originalen sehr nahe. Besonders die Maffay-Tribute-Show sollte sich kein Fan entgehen lassen“, sagt Marco Wagner. Auf der Bühne am Kaiserhof tritt 20 Uhr das Himmelsmaler-Trio auf. Der Sonnabend startet um 13 Uhr mit der großen Zumba-Party auf dem Marktplatz. Höhepunkt am Nachmittag ist die Versteigerung von Fundsachen um 17.30 Uhr. Am Abend 21 Uhr steht die Max Demian Band mit Funk, Soul und Rock auf der Bühne. Anschließend steht DJ Robert Drechsel an den Reglern. Am Kaiserhof gibt es ab 14 Uhr Live-Musik.

Am Sonntag startet 11 Uhr auf dem Markt der Frühschoppen. Hier gibt es eine Sonderaktion: Eine Laugenbrezel und ein Radeberger Pilsner gibt es zum Preis von 3,50 Euro. Der Erlös kommt den Projekten des Radeberger Lions Clubs zugute. Um 14 Uhr wurde anstelle des ausgefallenen Funkenfluges eine zusätzliche Band ins Programm aufgenommen, die 60plusBande. Sie bietet Musik von den 70ern bis heute. Nach der Newcomerin Linda Wippich werden 19 Uhr die Rockhouse Brothers auf der Hauptbühne stehen.

Wegen des Bierstadtfestes wird ab Donnerstag, 8 Uhr, das Parken in der Radeberger Innenstadt eingeschränkt. Ab Freitag, 8 Uhr, wird die Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Mehrere Parkplätze stehen am Festwochenende für die Besucher am Rand der Innenstadt zur Verfügung, so an der Oberstraße oder Bahnhofstraße. Der Eintritt ist wie jedes Mal an allen drei Festtagen frei.

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