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Erste Erdbeeren zum selbst pflücken

Auf mehreren Feldern im Rödertal sind die Früchte trotz kühlem Frühling schon reif. Wo es sie gibt und was sie kosten.

Das sieht lecker aus: Auf Feldern bei Weißig, Bischofswerda und Großnaundorf gibt es Erdbeeren zum selbst pflücken. Die Preise sind ganz unterschiedlich.
Das sieht lecker aus: Auf Feldern bei Weißig, Bischofswerda und Großnaundorf gibt es Erdbeeren zum selbst pflücken. Die Preise sind ganz unterschiedlich. © Symbolbild: Felix Kästle/dpa

Radeberg. Kühl, wenig Sonne. Erdbeeren hatten es in diesem Frühjahr schwer. Entsprechend spät sind die Früchte dran. Dennoch können Selbstpflücker auf den ersten Feldern die roten Leckerbissen ernten. Die SZ sagt, wo die Früchte schon reif sind und was sie kosten.

Erlebnisplantage Weißig: Im Mini-Gewächshaus gut gereift

Auf der Erlebnisplantage Dresden-Weißig gleich hinter Ullersdorf sind die Pflücker schon auf dem Feld. „Seit einigen Tagen kann geerntet werden“, sagt Elisabeth Schöne von der Erlebnisplantage. „Vergangene Woche haben wir begonnen. Dann gab es eine kurze Unterbrechung, weil die Erdbeeren erst nachreifen mussten. Dank des schönen Wetters ging das sehr schnell. Jetzt haben wir wieder genügend reife Früchte.“

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Allerdings hat das Unternehmen einigen Aufwand betrieben, um so früh dran zu sein. „Ein Teil der Pflanzen ist extra auf Erddämmen gepflanzt. So ist es möglich, sie mit Folie abzudecken“, sagt die Mitarbeiterin. Diese wirkt wie ein Mini-Gewächshaus, unter dem die Früchte schneller reifen können. „Das ist eine Methode, die wir vom Spargelanbau kennen.“ Nach ihren Worten ist der Andrang auf ihren Feldern ähnlich groß wie in den vergangenen Jahren. „Selbstpflücken ist schon immer beliebt. Das ist auch so geblieben. Daran hat die Corona-Pandemie auch nichts geändert“, sagt sie.

Die Corona-Beschränkungen gibt es beim Pflücken kaum. „Auf dem Feld muss keine Maske getragen werden. Jeder sollte nur genügend Abstand zum Nachbarn halten. Lediglich an der Kasse muss jeder eine Maske tragen. Aktuelle Corona-Tests müssen nicht vorgelegt werden“, erklärt die Mitarbeiterin. Die Zufahrt zum Feld an der Bautzner Landstraße in Dresden-Weißig ist ausgeschildert. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr. Es gibt genügend Parkplätze. Selbstpflücker sollten möglichst ihr eigenes Gefäß mitbringen. Das Kilo selbst gepflückter Erdbeeren kostet nach Angaben von Elisabeth Schöne 6,90 Euro, Früchte zum Mitnehmen kosten 5,95 Euro das Pfund. „Jetzt werden allerdings immer mehr Früchte reif, da sinken auch die Preise“, sagt sie.

Hofladen Weixdorf: Früchte brauchen noch ein paar Tage

Noch nicht ganz so weit sind die Felder am Hofladen Weixdorf. „Ich rechne damit, dass wir vielleicht Ende nächster Woche öffnen können“, sagt Mitarbeiterin Nicole Waldek. Erst war es viel zu kalt, jetzt fehlt der Regen, um die Früchte schnell groß und reif werden zu lassen. Da auf den Feldern frühe und späte Sorten gepflanzt sind, rechnet sie damit, dass die Saison bis weit in den Juli reichen wird. „Wir sind etwa zwei Wochen hinter dem normalen Termin.“ Sie rät allen Interessenten, auf der Internetseite des Hofladens nachzuschauen. Dort wird das genaue Öffnungsdatum bekanntgegeben.

Lehngut Kaschwitz: Früchte kleiner, aber sehr schmackhaft

Gleich auf drei Feldern bauen die Mitarbeiter des Lehngutes Kaschwitz Erdbeeren an und auf allen Dreien sind Pflücker schon willkommen. Bei Kaschwitz, bei Großnaundorf und am Ortsausgang Bischofswerda in Richtung Putzkau. Überall schmecken sie sehr gut, sagt Christian Bock vom Lehngut. „Wegen des Wetters sind sie zwar nicht ganz so groß wie in den vergangenen Jahren, aber sie haben einen tollen Geschmack.“ Zum Ertrag kann er noch nicht allzu viel sagen. „Dazu müssen wir die nächsten Wochen abwarten. Ich rechne mit einer guten Ernte.“ Auch das Lehngut hat zum Trick mit den Mini-Gewächshäusern gegriffen und Planen über die Pflanzen gespannt. „Das konnten wir allerdings nicht ganz so früh im Jahr tun, dazu waren die Stürme im Februar zu stark. Durch die Wärme der vergangenen Tage haben wir aber gut aufgeholt.“

Eine Veränderung bei der Nachfrage wegen der Corona-Pandemie kann er nicht beobachten. „Der Andrang ist wie immer vorhanden. 2020 war er vielleicht etwas größer, da wollten nach der ersten Corona-Welle alle raus. Aber auch in diesem Jahr sind wir zufrieden.“

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Ausreichend Parkplätze gibt es an allen drei Feldern. Geöffnet ist täglich von 7 bis 18 Uhr, auf dem Feld bei Kaschwitz sogar schon ab 6 Uhr. Das Kilo selbst gepflückte Erdbeeren kostet auf allen drei Feldern 3,80 Euro. Wer nur kurz halten und die Früchte gleich mitnehmen möchte, zahlt das Doppelte. Ein eigenes Gefäß kann mitgebracht werden.

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