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Radeberger Klinik auch im Corona-Jahr top

Eine Studie des F.A.Z.-Instituts bescheinigt dem Krankenhaus gute Noten. Trotz wochenlanger Ausnahmesituation. Und auch Patienten sind zufrieden.

Keine Angst vor einer Corona-Ansteckung: Bei Burgunde Schöne wurde Krebs diagnostiziert. Prof. Steffen Pistorius hat sie vergangenes Jahr während der Pandemie in der Radeberger Klinik behandelt.
Keine Angst vor einer Corona-Ansteckung: Bei Burgunde Schöne wurde Krebs diagnostiziert. Prof. Steffen Pistorius hat sie vergangenes Jahr während der Pandemie in der Radeberger Klinik behandelt. © Christian Juppe

Radeberg. Voll belegte Intensivstationen, Arbeit in Schutzkleidung, Pfleger und Ärzte an den Grenzen ihrer Kräfte: Das Corona-Jahr 2020 hat die Krankenhäuser vor besondere Probleme gestellt. Die Klinik in Radeberg hat diese Herausforderungen offenbar gut gemeistert, wie jetzt eine Studie zeigt.

Das F.A.Z.-Institut hat in den vergangenen Monaten unzählige Daten von mehr als 2.000 Krankenhäusern in ganz Deutschland ausgewertet. Dabei wurde von den Fachleuten nicht nur die medizinische und technische Ausstattung der Krankenhäuser berücksichtigt, sondern auch die Zufriedenheit der Patienten im Hinblick auf Unterbringung, Beratung und Behandlung. Die sogenannte „emotionale“ Einschätzung machte 50 Prozent bei der Bewertung aus. In der Kategorie „Krankenhäuser 50 bis 150 Betten“ kommt die Asklepios-ASB Klinik Radeberg dabei bundesweit auf Platz 48. Im sachsenweiten Vergleich liegen die Radeberger Ärzte und Pfleger sogar auf Platz sieben.

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Gerade in Radeberg waren bekanntlich die zurückliegenden Monate extrem schwierig. Ende vergangenen Jahres musste eine Station geschlossen werden. Mehrere Pfleger und Ärzte hatten sich mit dem Coronavirus infiziert und waren ausgefallen. Die Zahl der Betten musste deutlich reduziert werden. Zeitweilig war fast ein Drittel aller Patienten mit dem Coronavirus infiziert. Bundeswehrsoldaten unterstützten das Personal in der Radeberger Klinik. Sie arbeiteten in zwei Schichten, brachten das Essen zu den Patienten, räumten ab und begleiteten Patienten in Untersuchungsräume.

Im Ranking des F.A.Z.-Instituts belegt die Radeberger Klinik vordere Plätze.
Im Ranking des F.A.Z.-Instituts belegt die Radeberger Klinik vordere Plätze. © Archiv: Thorsten Eckert

Der Patientenzufriedenheit hat das offenbar keinen Abbruch getan. „Als erstes, danke für die kompetente und freundliche Aufnahme und Behandlung. Vom Oberarzt bis zur Schwester kann ich nichts anderes behaupten, als dass ich mich immer bestens versorgt und aufgehoben gefühlt habe“, schreibt ein Patient, der im April im Radeberger Krankenhaus behandelt wurde auf klinikbewertungen.de Trotz der hohen Belastung der Klinik durch die Corona-Pandemie können auch Fachabteilungen punkten.

Führend bei Orthopädie und Unfallchirurgie

Bei der Orthopädie und Unfallchirurgie ist die Asklepios-ASB-Klinik Radeberg eines der Top-Krankenhäuser der Republik: Platz 19 in dieser Kategorie, in Sachsen ist das der zweite Platz. Kein Wunder, auf diesem Gebiet ist die Erfahrung in Radeberg groß. Jedes Jahr werden hier zahlreiche künstliche Hüften eingesetzt. Hinzu kommen Eingriffe am Knie und Schulter. Auch Behandlungen des Knie-, Schulter- und Sprunggelenkes sowie die Arthroskopie - also die Spiegelung - diverser Gelenke nach Unfällen gehören zu den Behandlungen.

Die Rückmeldung von den Patienten war auch während der Corona-Zeit positiv. „Ich war vom 17.3. bis 23.03.2021 in der Asklepios-Klinik Radeberg und habe ein neues Kniegelenk erhalten. Nicht nur mit der rein ärztlichen Seite des Aufenthaltes war ich sehr zufrieden und möchte deshalb an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen“, schreibt ein Nutzer auf dem Bewertungsportal.

In der Kategorie „Allgemeine und Viszeralchirurgie“ liegen die Radeberger ebenfalls vorn: Bestplatzierung in Sachsen, bundesweit kommt Radeberg auf Rang 43. Ein Patient, der an der Gallenblase operiert wurde, schreibt auf dem Bewertungsportal: „Ich habe mich jederzeit auch in Coronazeiten sicher und gut aufgehoben gefühlt.“ Die Radeberger Klinik selbst bemerkte während Corona allerdings einen Rückgang bei den Patienten.

Aus Angst, sich mit dem Virus anzustecken, gingen sie offenbar weniger zum Arzt. „Wir haben zwar keine genauen Zahlen, aber ein Rückgang ist spürbar“, sagte Prof. Steffen Pistorius, stellvertretender Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Wir freuen uns außerordentlich über diese Platzierungen unserer Häuser“, sagt Asklepios-Regionalgeschäftsführerin Jana Uhlig. „Das zeigt zum wiederholten Male, dass die Teams in den Kliniken hervorragende Arbeit leisten, denn nur durch großes Engagement sind solche Auszeichnungen möglich.“

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