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Rechte Parolen bei Dresdner "Querdenker"-Aufzug

Die Polizei begleitet am Montagabend mehrere Aktionen. Nun laufen Ermittlungen gegen mehrere Personen.

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Gegen Teilnehmer dieses "Spaziergangs" ermittelt die Polizei wegen rechter Parolen und Volksverhetzung.
Gegen Teilnehmer dieses "Spaziergangs" ermittelt die Polizei wegen rechter Parolen und Volksverhetzung. © SZ/Alexander Schneider

Dresden. Bisher ging es montags ausschließlich um mutmaßliche Anführer nicht angezeigter Demonstrationen. Bei den sogenannten Spaziergängen von Pandemie-Leugnern in Dresden hat die Polizei zuletzt immer wieder Personen ausgemacht, die nach Ansicht der Beamten die Aufzüge angeführt oder gesteuert haben. Die Beamten leiteten mehrere Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen geltende Regeln etwa des Versammlungsrechts oder der Corona-Verordnungen ein. Diese Woche ist das anders - die Polizei ermittelt nach dem Montagabend wegen Volksverhetzung und rechten Parolen.

An diesem Abend sicherten die Beamten nach eigenen Angaben zwei angezeigte Versammlungen ab, begleitete einen Autokorso nach Kreischa und eine nicht angemeldete Protestaktion in der Innenstadt. Demnach versammelten auf dem Wiener Platz gegen 18 Uhr mehrere hundert Kritiker der Corona-Maßnahmen. Einen Versammlungsleiter fand die Polizei nicht.

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Die Gruppe lief schließlich durch die Innenstadt, auf der Prager Straße, der Wilsdruffer Straße, der Landhausstraße, der Lennéstraße und der Seestraße versuchten Gegner des Aufzugs, die Menschenmenge durch Blockaden aufzuhalten. Die Polizei leitete die sogenannten Spaziergänger an ihnen vorbei. Kurz vor 21 Uhr endete der Aufzug auf der Lennéstraße.

Gegen drei Teilnehmer dieses Rundgangs, einen 17-, einen 27- und einen 43-Jährigen hat die Polizei Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie sollen rechte Parolen gerufen haben und müssen sich nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Gegen einen weiteren Teilnehmer, einen 37-Jährigen, leitete die Polizei ein Verfahren wegen Volksverhetzung ein. Der Deutsche hatte ebenfalls Parolen gerufen.

Eine weitere nicht angezeigte Protestaktion von Kritikern der Corona-Maßnahmen fand auf der Kesselsdorfer Straße statt. Im Zusammenhang mit den beiden nicht angezeigten Versammlungen hat die Polizei Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Sächsische Versammlungsgesetz eingeleitet. /(SZ/csp)

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