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Absagen im Lockdown - das sind Ihre Rechte

Robert Bartel von der Verbraucherzentrale Brandenburg erklärt, ob ein Anspruch auf Geld zurück besteht bei Urlaub, Kultur und Fitnessstudio.

Ende Oktober waren noch einige Spaziergänger in Heringsdorf unterwegs. Das dürfte sich nun wieder ändern.
Ende Oktober waren noch einige Spaziergänger in Heringsdorf unterwegs. Das dürfte sich nun wieder ändern. © Foto: Stefan Sauer/dpa

Kann ich für November geplante Reisen im Inland nun kostenfrei stornieren?

Vom 2. bis 30. November soll ein allgemeines touristisches Übernachtungsverbot in ganz Deutschland gelten, also wieder ein Beherbergungsverbot. Daher haben Sie für bereits gebuchte Pauschalreisen im Inland sowie private Hotel- oder auch Übernachtungen in Ferienwohnungen für diesen Zeitraum einen Erstattungsanspruch. Anders sieht es bei innerdeutschen Bahn- und Flugreisen aus: Soweit diese nicht ausfallen, sind Sie auf Kulanz angewiesen.

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Und wie sieht es für Reisen ins Ausland aus?

„Für Länder mit Reisewarnung ist die Lage weiterhin klar, dort haben zumindest Pauschalreisende ein kostenfreies Stornierungsrecht. Ob sich mit dem Beschluss darüber hinaus etwas ändert, ist unklar. Sie sollten sich in jedem Fall rechtlich beraten lassen, bevor Sie den Vertrag stornieren und damit Stornokosten in Kauf nehmen.“

Robert Bartel von der Verbraucherzentrale Brandenburg
Robert Bartel von der Verbraucherzentrale Brandenburg © Foto: Verbraucherzentrale Brandenburg

Was mache ich mit meinen für November gebuchten Theatertickets?

Theater, Opern, Kinos, Freizeitparks und Museen müssen schließen. Wenn Sie für diesen Zeitraum bereits ein Ticket erworben hatten, haben Sie einen Erstattungsanspruch, da die Leistung nicht erbracht werden kann. Sie müssen derzeit keinen Gutschein akzeptieren. Die gesetzliche Gutscheinregelung bezieht sich nur auf Veranstaltungen, für die Verbraucher die Tickets vor dem 8. März 2020 gebucht hatten. Wir empfehlen Ihnen aber, einmal ins Kleingedruckte Ihrer Buchung zu schauen. Nach den Erfahrungen des Frühjahrs haben viele Veranstalter einen möglichen Ausfall schon einkalkuliert und Sonderregelungen geschaffen.

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Ja, der Betreiber muss den Betrag für die Zeit erstatten, in der das Studio schließt. Auch hier gilt: Haben Sie den Fitnessstudiovertrag vor dem 8. März 2020 abgeschlossen, kann er Ihnen einen Gutschein anbieten. Anders bei Sportvereinen. Da Ihre Mitgliedschaft dort nicht an Trainingsmöglichkeiten geknüpft ist, müssen Sie fürs Mitgliedsein weiterhin zahlen. (rnw)

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